Bachelorarbeit, 2010
33 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Geschichte der Berliner Mauer
1.1. Die Trennung Deutschlands
1.2. Der Mauerbau und die sechziger Jahre
1.3. Die Flucht in den Westen
1.4. Die siebziger Jahre in Berlin
1.5. Der Weg zum Mauerfall
2. Literatur der DDR – Christa Wolf „Der geteilte Himmel“
2.1. Christa Wolf – Schriftstellerin der Deutschen Demokratischen Republik
2.2 „Der geteilte Himmel“
2.3. Das geteilte Deutschland aus der Sicht von Rita und Manfred
2.4. Motiv der Trennung im Werk von Christa Wolf
2.5. Schlussbetrachtung
3. Brigitte Reimann „Die Geschwister“ – Beispiel der Literatur der DDR
3.1. Brigitte Reimann – ihr Leben und ihre Werke
3.2. „Die Geschwister“ als Widerspiegelung der 60er Jahre in Deutschland
3.3. Geschichte von Elisabeth und Ulrich im Spiegel der Erzählung „Die Geschwister“
3.4. Auswirkungen der Berliner Mauer auf das Leben der Ostdeutschen in den 60er Jahren
3.5. Die Berliner Mauer als Zeichen der Trennung
4. Literatur der BRD – Peter Schneider „Der Mauerspringer“
4.1. Peter Schneider – Schriftsteller der Bundesrepublik Deutschland
4.2. „Der Mauerspringer“
4.3. Die Geschichten der Haupthelden – Mauerspringer
4.4. Die Botschaft über die Berliner Mauer
4.5. Bedeutung der Mauer für den Erzähler und den Autor
Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Berliner Mauer und der deutschen Teilung in der Literatur aus der DDR und der BRD. Das Hauptziel ist ein Vergleich unterschiedlicher Sichtweisen auf die durch die Teilung verursachten sozialen und politischen Folgen sowie deren Auswirkungen auf die nationale Identität.
3.5. Die Berliner Mauer als Zeichen der Trennung
Die politische Situation der geteilten Stadt Berlin wurde in dem Werk von Brigitte Reimann „Die Geschwister“ widergespiegelt. Eine wichtige Rolle spielt hier das Zusammentreffen von Elisabeth und Konrad am Bahnhof Zoo in dem westlichen Teil Berlins und im Hotel Kempinski, bei dem sich die beiden unterhalten. Die Geschwister gewinnen den Eindruck, dass sie sich zusammen fremd fühlen. „Ein Gespräch zwischen den Geschwistern scheitert, die Oppositionen „hier“ – „drüben“, „Zone“ – „Staat“, „wir“ – „ihr“ bestimmen den unüberbrückbaren Gegensatz zwischen den politischen Anschauungen.“ Elisabeth fühlt sich während der Unterhaltung mit ihrem Bruder als eine Ausländerin, als Fremde.
Die Hauptheldin erzählt weiter über die Kindheit und erinnert sich daran: „Wir saßen noch an einem Tisch, Schwester und Bruder: Wir hassten uns schon. Meine Mutter, […] sie war unsere Grenze und unsere letzte Gemeinsamkeit. […] Ich stand auf. Es war vorbei, nicht nur für heute und morgen. Die unselige Grenze zerschnitt das weiße, damasten glänzende Tischtuch – der unsichtbare Schlagbaum, der mitten durch unsere Familie ging.“ Der zerschnittene Tischtuch symbolisiert hier politische Grenzen, die in diesem Fall mitten durch Elisabeths Familie gehen. Die Mutter gilt hier als Symbol der gemeinsamen Herkunft der durch die Politik getrennten Familienmitglieder.
Als Elisabeth sich noch in dem westlichen Teil befindet und zwar am Bahnhof, an der Friedrichstraße, sieht sie ein Schild. Es zeigt die Sektorengrenze an und symbolisiert so den Verlust des Bruders. Elisabeth sagt dazu: „In diesem Augenblick begriff ich, was das hieß: das gespaltene Deutschland.“
1. Geschichte der Berliner Mauer: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die deutsche Nachkriegsgeschichte, die Teilung in zwei Staaten und die Errichtung sowie Bedeutung der Berliner Mauer.
2. Literatur der DDR – Christa Wolf „Der geteilte Himmel“: Hier wird der Roman von Christa Wolf analysiert, wobei besonders die politische und soziale Situation in der DDR sowie das Motiv der Trennung im Leben der Hauptfiguren Rita und Manfred beleuchtet werden.
3. Brigitte Reimann „Die Geschwister“ – Beispiel der Literatur der DDR: Dieses Kapitel untersucht Reimanns Werk im Hinblick auf die Auswirkungen der deutschen Teilung auf Familienbeziehungen und die individuelle Entscheidung für oder gegen das sozialistische System.
4. Literatur der BRD – Peter Schneider „Der Mauerspringer“: In diesem Teil wird die westdeutsche Perspektive auf die Mauer durch Peter Schneiders Erzählung dargestellt, wobei Fragen der Identität und die Sinnlosigkeit der Grenzziehung im Vordergrund stehen.
Schlussfolgerungen: Eine zusammenfassende Betrachtung der unterschiedlichen literarischen Verarbeitungen der deutschen Teilung und die Feststellung, dass Autoren aus Ost und West die Situation sehr verschieden wahrnahmen.
Berliner Mauer, deutsche Teilung, DDR, BRD, Literatur, Christa Wolf, Brigitte Reimann, Peter Schneider, Der geteilte Himmel, Die Geschwister, Der Mauerspringer, Sozialismus, Republikflucht, deutsche Identität, Mauerbau.
Die Arbeit analysiert, wie die Berliner Mauer und die deutsche Teilung in ausgewählten Werken der DDR- und BRD-Literatur dargestellt und verarbeitet wurden.
Die zentralen Werke sind „Der geteilte Himmel“ von Christa Wolf, „Die Geschwister“ von Brigitte Reimann und „Der Mauerspringer“ von Peter Schneider.
Die Arbeit untersucht, wie Autoren aus beiden deutschen Staaten die Trennung und das Leben im geteilten Deutschland wahrnahmen und inwieweit politische Systeme ihre literarische Darstellung beeinflussten.
Die Arbeit verwendet eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte mit der Interpretation der gewählten Primärliteratur kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einleitung und die detaillierte Untersuchung der drei genannten Romane hinsichtlich ihrer Darstellung von Liebe, Identitätsverlust und politischen Systemen.
Die wichtigsten Begriffe sind Berliner Mauer, deutsche Spaltung, sozialistische Gesellschaft, Republikflucht, Identitätskrise und literarischer Vergleich.
Christa Wolf schildert die schwierige materielle Realität, ordnet ihr Werk aber in den sozialistischen Realismus ein und stellt die DDR als ein Land dar, das sich trotz aller Schwierigkeiten stetig entwickelt.
Der Autor betrachtet die Mauer als Sinnbild für die verhärteten Fronten und als ein Bauwerk, dessen Präsenz im Alltag oft nur noch durch irrationale Handlungen oder Passivität der Bürger bemerkt wird.
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