Masterarbeit, 2011
47 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung und Methodik
2. Grundlagen der Untersuchungsfelder
2.1 Krankenhausspezifische Leistungen
2.1.1 Begriff des Krankenhauses
2.1.2 Krankenhausspezifische Leistungen als Dienstleistung
2.2 Outsourcing
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Formen des Outsourcings
2.2.2.1 Externes Outsourcing
2.2.2.2 Internes Outsourcing
3. Wirtschaftliche Aspekte
3.1 Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing
3.1.1 Möglichkeiten
3.1.1.1 Kostenvorteile
3.1.1.2 Konzentration auf Kernkompetenzen
3.1.1.3 Erhöhung der Effizienz und Effektivität
3.1.1.4 Zugang zum externen Know-how des spezialisierten Anbieters
3.1.1.5 Qualitätsverbesserung und größere Patientenorientierung
3.1.1.6 Abwälzung von Haftungsrisiken
3.1.1.7 Flexibilität
3.1.2 Grenzen
3.1.2.1 Kostensteigerung
3.1.2.2 Verlust von Kernkompetenzen
3.1.2.3 Entscheidung nicht umkehrbar
3.1.2.4 Know-how-Verlust
3.1.2.5 Nicht- oder Schlechtleistung
3.1.2.6 Verringerung der Unternehmenssicherheit
3.1.2.7 Abhängigkeit vom Dienstleister
3.1.3 Zusammenfassung der Möglichkeiten und Grenzen
3.2 Outsourcing-Potentiale eines Krankenhauses
3.2.1 Medizinischer Bereich
3.2.2 Pflegerischer Bereich
3.2.3 Sonstige Bereiche
3.2.3.1 Verwaltung
3.2.3.2 Ver- und Entsorgung
4. Rechtliche Aspekte
4.1 Vertragliche Regelungen
4.2 Arbeitsrechtliche Bedeutung
4.2.1 Individualarbeitsrecht
4.2.1.1 Grundlagen
4.2.1.2 Anwendungsbereich
4.2.1.3 Tatbestandsvoraussetzungen des § 613a BGB
4.2.1.4 Unterrichtungsanspruch und Widerspruchsrecht
4.2.1.5 Rechtsfolge
4.2.2 Kollektivarbeitsrecht
4.2.2.1 Beteiligung der Personalvertretung
4.2.2.2 Fortdauer von Kollektivvereinbarungen
4.3 Datenschutzrechtliche Bedeutung
4.3.1 Datenverarbeitung im Auftrag nach § 11 BDSG
4.3.1.1 Vertragsform
4.3.1.2 Pflichten des Auftragnehmers und Auftraggebers
4.3.2 Funktionsübertragung
4.3.2.1 Abgrenzung zur Datenverarbeitung im Auftrag
4.3.2.2 Pflichten des Auftragnehmers und Pflichten des Auftraggebers
4.3.3 Verhältnis zur ärztlichen Schweigepflicht
4.3.3.1 Offenbaren
4.3.3.2 Unbefugt
4.3.3.3 Ausnahme: Gehilfenstellung
4.3.3.4 Bedeutung im Krankenhaus
4.4 Steuerrechtliche Bedeutung
4.4.1 Gemeinnützigkeit
4.4.1.1 Voraussetzung: gemeinnütziger Zweck
4.4.1.2 Krankenhaus als Zweckbetrieb
4.4.1.3 Auswirkungen
4.4.2 Umsatzsteuerbefreiung
4.4.2.1 Eng verbundene Umsätze
4.4.2.2 Steuerliche Auswirkung
4.4.2.3 Ausnahme: umsatzsteuerliche Organschaft
4.4.3 Fazit
4.5 Vergaberechtliche Bedeutung
4.6 Förderrechtliche Regelungen
4.6.1 Finanzierungsstruktur
4.6.2 Auswirkung von Outsourcing-Entscheidungen
5. Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Outsourcing von krankenhausspezifischen Leistungen unter Berücksichtigung der damit verbundenen wirtschaftlichen sowie rechtlichen Möglichkeiten und Risiken. Ziel ist es, dem Krankenhausmanagement Entscheidungsgrundlagen an die Hand zu geben, um bei Auslagerungsprozessen die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und rechtliche Fallstricke zu vermeiden.
3.1.1.1 Kostenvorteile
Ausschlagendes Kriterium zur Durchführung einer Outsourcing-Maßnahme ist oft der damit verbundene Gedanke, Kosten einsparen zu können.
Aus der Tabelle 1 ist die fallbezogene Relation von Personal- zu Sachkosten, sowie der Anteil der Personalkosten in den Gesamtkosten für alle drei Arten von Krankenhausträgern dargestellt. Es ist zu erkennen, daß der Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten bei allen Trägerarten leicht gestiegen ist und mittlerweile einen Anteil von über 62 Prozent einnimmt. Gleichzeitig ist ein leichter Rückgang des Verhältnisses der Personal- zu den Sachkosten auszumachen. Im Durchschnitt wurde 2007 in Deutschland pro einem Euro Sachkosten, 1,75 Euro für Personalkosten ausgegeben. Da der Anteil der Personalkosten im Krankenhaus den größten Teil der Ausgabelast darstellt, ist hier auch das größte Potential für Einsparungen auszumachen. Fremdanbieter können hier durch geringere Personalkosten einen Wettbewerbsvorteil erzielen.
Darüber hinaus wird der Bedarf an Investitionsmitteln verringert, da das Krankenhaus selbst keine kostenintensiven Neuanschaffungen tätigen muß. Dies führt zu einer Verringerung der Kapitalbindung, das dann für andere Zwecke zu Verfügung steht. Dies führt zu einer Minderung und Umwandlung der Fixkosten in variable Kosten, welche dann nur je nach Bedarf anfallen.
1. Einleitung und Methodik: Beschreibt den Wandel im Krankenhaussektor durch Ökonomisierung und medizinischen Fortschritt sowie das Ziel, Möglichkeiten und Risiken des Outsourcings aufzuzeigen.
2. Grundlagen der Untersuchungsfelder: Definiert krankenhausspezifische Leistungen und klärt den Begriff sowie die Formen des Outsourcings (extern/intern).
3. Wirtschaftliche Aspekte: Analysiert die Möglichkeiten (z.B. Kosten, Kernkompetenzen) und Grenzen des Outsourcings und stellt Methoden zur Potentialanalyse vor.
4. Rechtliche Aspekte: Erläutert die komplexen Rahmenbedingungen wie Arbeitsrecht, Datenschutz, Steuerrecht, Vergaberecht und Förderrecht bei Outsourcing-Projekten.
5. Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick: Resümiert, dass Outsourcing bei sorgfältiger Planung ein Erfolgsfaktor sein kann, aber eine genaue Abwägung der Chancen und Risiken erfordert.
Outsourcing, Krankenhausmanagement, Kostenvorteile, Kernkompetenzen, Betriebsübergang, § 613a BGB, Datenschutz, ärztliche Schweigepflicht, Gemeinnützigkeit, Umsatzsteuer, Vergaberecht, Krankenhausfinanzierung, Prozessoptimierung, Wirtschaftlichkeit, Strategie.
Die Arbeit behandelt die strategische Entscheidung zum Outsourcing von Dienstleistungen in Krankenhäusern unter kritischer Betrachtung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Bewertung von Outsourcing-Maßnahmen sowie der rechtssicheren Umsetzung in Bereichen wie Arbeits-, Datenschutz- und Steuerrecht.
Ziel ist es, Krankenhausmanagern ein fundiertes Verständnis der Chancen und Risiken zu vermitteln, um Outsourcing als Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit korrekt einzusetzen.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung betriebswirtschaftlicher Analyseinstrumente, wie etwa der Markt-/Kompetenzmatrix.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wirtschaftlichen Potentiale und Grenzen, die Identifikation von Auslagerungsmöglichkeiten sowie eine detaillierte Analyse der rechtlichen Anforderungen.
Wesentliche Begriffe sind Outsourcing, Krankenhausmanagement, Kernkompetenzen, Kosteneffizienz, Betriebsübergang (§ 613a BGB) und steuerrechtliche Organschaft.
Aufgrund des zunehmenden finanziellen Drucks auf Krankenhäuser, der Ökonomisierung des Gesundheitswesens und des medizinischen Fortschritts suchen Kliniken nach Wegen, Kosten zu senken und sich auf medizinische Kernaufgaben zu konzentrieren.
Beim Outsourcing von Leistungen, die Zugriff auf Patientendaten erfordern, muss sichergestellt werden, dass externe Dienstleister nicht als "Dritte" gelten, sofern sie nicht als "berufsmäßig tätige Gehilfen" in den Krankenhausbetrieb eingebunden sind.
Es handelt sich um ein Gestaltungsinstrument, bei dem eine Tochtergesellschaft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch so in das Krankenhaus eingegliedert wird, dass Leistungen zwischen den Einheiten umsatzsteuerlich als Innenumsätze behandelt werden können.
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