Diplomarbeit, 2014
127 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
1.1. Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
1.2. Problemstellung und Zielsetzung
1.3. Arbeitsgrundlagen und Arbeitsmethodik
2. Die geostrategische Bedeutung des Kaukasus
2.1. Der Kaukasus – ein geografischer Überblick
2.1.1. Physiogeografische Faktoren
2.1.1.1. Geologie und Relief
2.1.1.2. Klima und Vegetation
2.1.1.3. Rohstoffe, Erdöl- und Erdgassituation
2.1.2. Humangeografische Faktoren
2.1.2.1. Demografie
2.1.2.2. Ethnische, sprachliche und religiöse Struktur der Bevölkerung
2.1.2.3. Wirtschaft
2.1.2.4. Lines of communication
2.2. Strategische Militärgeografie des Kaukasus anhand von Fallbeispielen
2.2.1. Historischer Überblick
2.2.1.1. Mongolischer und Osmanischer Einfluss
2.2.1.2. Zaristisch-Russischer Einfluss
2.2.1.3. Historische Entwicklung in Armenien
2.2.1.4. Historische Entwicklung in Georgien
2.2.1.5. Historische Entwicklung im Aserbaidschan
2.2.1.6. Historische Entwicklung im Nordkaukasus
2.2.2. Die Rolle Kaukasiens während der Weltkriege
2.2.2.1. Erster Weltkrieg
2.2.2.2. Zwischenkriegszeit
2.2.2.3. Zweiter Weltkrieg
2.2.2.4. Nachkriegszeit und Zerfall der Sowjetunion
2.2.3. Die Enklaven (Nagorny-Bergkarabach, Nakhichevan)
2.2.3.1. Berg-Karabach
2.2.3.2. Nakhichevan
2.2.4. Die Unruheherde in Georgien
2.2.4.1. Abchasien
2.2.4.2. Südossetien
2.2.4.3. Der Fünftagekrieg 2008
2.2.5. Der Nordkaukasus - Die Rolle der russischen Provinzen
2.2.6. Die Beziehungen zum Nahen Osten (Türkei, Iran)
2.2.6.1. Beziehungsgefüge Iran – Kaukasus:
2.2.6.2. Beziehungsgefüge Türkei – Kaukasus:
2.2.7. Zukünftige sicherheitsstrategische Rolle (Rohstoffsituation, Rohstofftransport, Verkehr)
2.2.8. Analogien zur Krim-Krise 2014
3. Resümee
Die Arbeit untersucht die geostrategische Bedeutung der Kaukasus-Region, wobei der Fokus auf dem Einfluss geografischer Faktoren auf die internationale Sicherheitspolitik liegt. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit geografische Parameter sowie die Kontrolle über Rohstoffvorkommen und deren Transportrouten die Beziehungen zwischen den Kaukasusstaaten und den regionalen sowie internationalen Großmächten beeinflussen.
2.1.1. Physiogeografische Faktoren
Im Kaukasus-Gebiet wechseln sich Landschaften und Klimazonen teilweise abrupt ab. Insbesondere Georgien ist ein Paradebeispiel für Vielfältigkeit auf engstem Raum: am Schwarzen Meer herrscht subtropisches Klima vor, Richtung Westen trifft man auf Steppen- und Hochgebirgsklimate. (REISNER, O., 2008, S.34). Im Folgenden werde ich versuchen, anhand der wichtigsten physiogeografischen Parameter einen Überblick über die Region zu geben.
2.1.1.1. Geologie und Relief
Der Kaukasus, Teil des alpidischen Gebirgsgürtels, ist geprägt durch die beiden großen Faltengebirgsketten. Die höchste Erhebung ist der Elbrus (5642m), der je nach Definition der geografischen Einheit „Europa“ als dessen höchster Berg gilt. Insgesamt gibt es im Großen Kaukasus noch weitere sechs Fünftausender.
Unterteilen lässt sich der Kaukasus von Norden nach Süden in die nordkaukasischen Ebenen, den Großen Kaukasus, die Transkaukasische Senke, den Kleinen Kaukasus (geprägt von Durchbruchstälern) und das Talysh-Gebirge (vgl. Abb. 7). (BURGA et al, 2004, S.124).
1. Einleitung: Definiert das Untersuchungsgebiet und legt die theoretischen Grundlagen sowie die methodische Vorgehensweise fest.
2. Die geostrategische Bedeutung des Kaukasus: Bietet eine detaillierte geografische und militärgeografische Analyse der Region, unterteilt in physische und humangeografische Faktoren sowie historische und aktuelle Fallbeispiele.
3. Resümee: Fasst die zentralen Krisenursachen zusammen und bewertet die zukünftige sicherheitsstrategische Rolle der Region im Kontext globaler geopolitischer Interessen.
Kaukasus, Geopolitik, Militärgeografie, Konfliktforschung, Erdöl, Erdgas, Pipelines, Russland, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Tschetschenien, Berg-Karabach, regionale Sicherheit, Transitregion.
Die Diplomarbeit analysiert die geostrategische Bedeutung des Kaukasus, indem sie geografische Faktoren mit geopolitischen Interessen in der Region verknüpft.
Die Schwerpunkte liegen auf der physischen Geografie, der Demografie, der Rohstoffsituation (besonders Erdöl und Erdgas), historischen Konflikten und aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen geopolitischen Vorgänge zu schaffen und zu klären, wie geografische Parameter die Sicherheitspolitik der Akteure sowie die Rohstofftransporte beeinflussen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus induktiven und deduktiven Ansätzen, gestützt durch Literaturrecherche, Analyse von Presseartikeln und Geländeinterpretationen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen geografischen Überblick und eine detaillierte militärgeografische Fallstudien-Analyse, die von historischen Konflikten bis zu modernen Pipelinenetzwerken reicht.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geopolitik, Kaukasus, Konfliktforschung, Energietransport und regionale Sicherheit charakterisieren.
Die BTC-Pipeline stärkt die geostrategische Position Aserbaidschans, Georgiens und der Türkei und mindert deren Abhängigkeit von russischen Energielieferungen.
Die Arbeit zieht Analogien zwischen der russischen Interventionspolitik im Kaukasus (z.B. Georgien 2008) und den Ereignissen auf der Krim 2014, insbesondere in Bezug auf die Auslegung des Völkerrechts und den Schutz eigener Staatsbürger.
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