Lizentiatsarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 2,5
Didaktik für das Fach Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
Einführung
1. Wilhelm Richard Wagner – kurze Einsicht in seinen Lebenslauf
1.1. Jugendjahre
1.2. Reifejahre
2. Richard Wagner und Bayreuth
3. Friedrich Nietzsche – kurze Einsicht in seinen Lebenslauf
4. Richard Wagner und Friedrich Nietzsche
4.1. Die erste Begegnung
4.2. Der Meister und sein Jünger
4.3. Die Wende
4.4. Zu Mythos und Wahrheit des Verhältnisses Richard Wagners und Friedrich Nietzsches
4.5. Das Verhältnis zwischen Friedrich Nietzsche und Cosima Wagner
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe und emotionsgeladene Beziehung zwischen dem Komponisten Richard Wagner und dem Philosophen Friedrich Nietzsche. Das Hauptziel besteht darin, den Verlauf dieser folgenreichen Begegnung, von der anfänglichen tiefen Bewunderung und väterlichen Freundschaft bis hin zum späteren Zerwürfnis und zur gegenseitigen Entfremdung, objektiv und kritisch unter Einbeziehung von biographischen Aufzeichnungen und Briefen darzustellen.
Die erste Begegnung
Die Tatsache, dass der Philologe Friedrich Nietzsche auf den Komponisten Richard Wagner traf, sowie die weiteren Peripetien dieser Bekanntschaft, hat die Welt eigentlich einem Jugendfreund von Friedrich Nietzsche zu verdanken – Gustav Krug. Nietzsche selbst war anfänglich kein großer Fürsprecher der Musik Wagners. Es war eben Gustav Krug, der das Interesse seiner Freunde (Friedrich Nietzsche und Wilhelm Pinder), in dem von den Dreien gegründeten Selbstbildungsverein „Germania“ weckte. Die Freunde verpflichteten sich in der Gründungsurkunde dazu literarische, musikalische und künstlerische Beiträge vorzubereiten. Gustav Krugs Vorliebe für Wagners Musik war es geschuldet, dass er einmal einen Klavierauszug aus „Tristan“ mitbrachte, welcher dann von den Freunden gespielt und besprochen wurde. Friedrich Nietzsche wird diese Tatsache in seinem Werk „Ecce homo“ dann später etwas anders darstellen. Er behauptet, seine „Jugend ohne Wagnerische Musik“ nicht ausgehalten zu haben und beim ersten Hören vom „Tristan“ an Wagnerianer geworden zu sein. Diese Darstellung war jedoch durch die spätere Beziehung zu Richard Wagner und seiner Frau Cosima bedingt. Friedrich Nietzsche war 1868 nach Leipzig gekommen, um dort seinen Lehrstuhl als Professor an der dortigen Universität aufzunehmen. Er versuchte durch seine Bekannte, Frau Sophie Ritschl (die Frau seines Professors, dem er nach Leipzig gefolgt war) in die Gesellschaft aufgenommen zu werden. Eines Tages fand Friedrich Nietzsche eine Notiz von seinem Freund Ernst Windisch vor, in der dieser ihm die Möglichkeit bot, Richard Wagner vorgestellt zu werden. Friedrich Nietzsche berichtete von dem Treffen dann in einem Brief an Edwin Rohde nicht ohne Stolz und überschwängliche Verehrung für den Komponisten.
Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz der Begegnung zwischen Wagner und Nietzsche und skizziert die Ambivalenz ihrer langjährigen, aber letztlich zerbrochenen Freundschaft.
1. Wilhelm Richard Wagner – kurze Einsicht in seinen Lebenslauf: Dieses Kapitel zeichnet Wagners Biografie von der Kindheit über seine musikalischen Anfänge bis hin zu seinem komplexen Privatleben und seiner Karriere als Komponist und politisch aktiver Mensch nach.
2. Richard Wagner und Bayreuth: Hier wird der Prozess der Entstehung des Bayreuther Festspielhauses als Wagners Lebenswerk sowie die damit verbundenen finanziellen und architektonischen Herausforderungen beschrieben.
3. Friedrich Nietzsche – kurze Einsicht in seinen Lebenslauf: Die biographische Übersicht behandelt Nietzsches Werdegang vom hochintelligenten Schüler zum Philologieprofessor und beleuchtet die prägenden Einflüsse durch Schopenhauer sowie seine gesundheitlichen Leiden.
4. Richard Wagner und Friedrich Nietzsche: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Phasen der Beziehung der beiden Giganten, von der ersten Begegnung über die Zeit als Mentor und Jünger bis hin zur schrittweisen Entfremdung und dem finalen Bruch.
5. Resümee: Das Resümee fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass die Beziehung an einer Kombination aus Altersunterschied, unterschiedlichen persönlichen Entwicklungen und der Unfähigkeit zur Versöhnung scheiterte, trotz der gegenseitigen lebenslangen Bewunderung.
Richard Wagner, Friedrich Nietzsche, Bayreuth, Festspiele, Freundschaft, Zerwürfnis, Philosophie, Musik, Musikgeschichte, Cosima Wagner, Schopenhauer, Geistesgeschichte, Wagnerianer, Biographie, Kulturgeschichte.
Die Arbeit beleuchtet die komplexe persönliche und ideologische Beziehung zwischen dem Komponisten Richard Wagner und dem Philosophen Friedrich Nietzsche und analysiert deren Entwicklung sowie deren Ende.
Zentrale Themen sind die jeweiligen Biografien, das Festspielvorhaben in Bayreuth, die Dynamik ihrer Freundschaft, der Einfluss von Arthur Schopenhauer sowie die Rolle von Cosima Wagner.
Das Ziel ist eine objektive Darstellung und Aufarbeitung der Beziehung, wobei insbesondere Mythen und Falschdarstellungen um den Bruch der beiden Persönlichkeiten anhand von Dokumenten und Briefen geklärt werden sollen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung von Primärquellen wie Tagebüchern, Briefwechseln und den Werken der beiden Protagonisten, um die Ereignisse und Motive historisch korrekt einzuordnen.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Phasen der Bekanntschaft, die gegenseitige Beeinflussung, die Rolle des Bayreuther Vorhabens und die Gründe für die spätere Entfremdung detailliert erörtert.
Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Richard Wagner, Friedrich Nietzsche, Bayreuth, Freundschaft und Zerwürfnis charakterisieren.
Der Umzug markierte nicht nur den Beginn des opernhaften Lebenswerkes von Wagner, sondern leitete für Nietzsche das Ende einer persönlich sehr glücklichen Zeit in Tribschen ein, was zur Distanzierung beitrug.
Entgegen der ursprünglichen Theorie, es handele sich um eine persönliche Kränkung bezüglich Nietzsches Gesundheit, konnte gezeigt werden, dass Nietzsche Wagners Hinwendung zum Christentum in "Parsifal" als persönlichen Verrat an gemeinsamen Idealen empfand.
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