Fachbuch, 2014
200 Seiten
Vorbemerkung
Einleitung
Teil 1 Wo wir stehen
1. Die Wirtschaft
1.1 Italien
1.2 Spanien
1.3 Griechenland
1.4 Portugal
1.5 Irland
1.6 Deutschland
1.7 Slowenien
1.8 Das Geld
1.9 Die kurze Darstellung einer Bilanz
1.10 Der Europäische Traum?
1.11 Sport und Gesundheit
1.12 USA
1.13 Türkei
1.14 Iran
1.15 Die Finanzmärkte und die Zahlen
1.16 China
1.17 Russland
1.18 Realwirtschaft und Kreditwirtschaft
1.19 Risikoanalyse
1.20 Über die Verwendung von Brandbeschleunigern
2. Die Gesellschaft
2.1 Ein kulturelles Verdunsten
2.2 Ein Überblick über die deutschlandkritische Literatur
2.3 Die deutsche Antwort auf die Herausforderungen
2.4 Kosten des Konstruktivismus
2.5 Die kulturelle Sackgasse
2.6 Das Schicksal der Familie
2.7 Die Kultur und die Macht der Steuer
3. Die Institutionen
3.1 Rotkäppchen und der böse Euro
3.2 Emir hin oder Emir her
3.3 High Frequency Trading – Geschwindigkeit und mehr
4. Die globale Einordnung
4.1 Wirkungszusammenhänge und Bewegung im Raum
4.2 Die Ratings
4.3 Die Spekulation
4.4 Die kommende Nahrungsmittelkrise
Teil 2 Woher wir kommen
5. Die Wirtschaft
5.1 Bankrott im deutschen Bankensystem
5.2 Die Spekulation
6. Die Gesellschaft
6.1 Die Entfremdung
6.2 Die christlichen Kirchen
6.3 Migrationspolitik
7. Die Institutionen
7.1 Wie realitätsfern war der bärtige Mann aus Trier?
7.2 Die offene Gesellschaft, sie ist passé
7.3 Die Schönheit der Geometrie des Grundgesetzes
8. Die globale Einordnung
8.1 Zu viel Klumpenrisiko für den Naiven
8.2 Eine erwachende Nation – Fußball
Teil 3 Wohin wir gehen
9. Déjà-vu: Ein japanisch-deutsches Leitmotiv?
9.1 Von der Schönheit leerer Dörfer
9.2 Von der Schönheit am Ende der Kirschblüte
10. Die Wirtschaft
10.1 Real oder Sturm und Drang
10.2 Die Spekulation
10.3 Die Geschichte wiederholt sich
11. Die Gesellschaft
11.1 Wirtschaftskrieg 2.0
11.2 Regenbogen, Intoleranz und einfach nur gleichgültig
11.3 Arbeitslosigkeit
12. Die Institutionen
12.1 Erstarrung, Niedergang und die Planwirtschaft
12.2 Das Verschwinden des Unternehmers und seine Folgen
12.3 Wo die Heimat des Automobils war
12.4 Das globale Hindernis – Krise und Schulden
12.5 Europa als Religion?
13. Auf dem Weg nach Weimar
13.1 Doch wohin mit den Lektionen der Geschichte?
13.2 Gottes Werk und des Teufels Beitrag
14. Die globale Einordnung
15. Das Strategische
16. Das 21. Jahrhundert
16.1 Chaos als Businessmodell
16.2 Bin Ladens Sieg – vor ISIS
16.3 Implikationen für Deutschland
16.4 Autonome Waffensysteme
16.5 Deglobalisierung als Alternative?
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche, gesellschaftliche und institutionelle Entwicklung Europas, insbesondere Deutschlands, in einer zunehmend global instabilen Phase. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern die gewählten Strategien zur Bewältigung der Finanzkrise ab 2008 – insbesondere die Zentralbankpolitik der niedrigen Zinsen und die "Euro-Rettung" – zu einer dauerhaften Fehlentwicklung und einer schleichenden Desintegration führen, anstatt das Fundament für Wohlstand und Freiheit zu sichern.
1.2 Spanien
Bereits im April 2012 brachen die Einzelhandelsumsätze in Spanien um 9,8 Prozent zum Vorjahr ein. In der Weihnachtsausgabe 2013 der FT, S. 2, wird dieses Thema beschrieben: Mit dem Titel „Christmas spirit fails to revive retailers´s sales in crisis-hit Spain“ – Weihnachtsgefühle bringen keine steigenden Einzelhandelsumsätze im krisengeschüttelten Spanien. Bis Ende 2013 waren die Einzelhandelsumsätze weiter gesunken und lagen ein Viertel unter dem Vorkrisen-Niveau. Nach fünf Jahren Krise und einem implodierenden Immobilienmarkt erreichte das Ausmaß der Krise schon 2012 einen solchen Umfang, dass auch das halbstaatliche Sparkassensystem nicht in der Lage war, die angefallenen Verluste in seinen Bilanzen zu verstecken. Das größte aus dem spanischen Sparkassensystem hervorgegangene und dann börsennotierte Finanzinstitut Bankia musste vom Staat rekapitalisiert werden. Es war 2010 aus der Fusion von sieben regionalen Sparkassen (Caja) entstanden. Diese waren jedoch durch finanzielle Schwierigkeiten zu einer Fusion gedrängt worden.
Mit Bankia entstand dann die viertgrößte Spanische Bank mit über 10 Millionen Kunden. Doch Bankia steht symbolisch für die Probleme des Bankensektors in einer Immobilienkrise und erinnert enorm an die „Saving und Loan Crisis“, welche die USA in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts erschütterten. Eines gilt immer, ein Immobilienmarktdesaster ist immer auch ein Sparkassendesaster.
Die Wirtschaft: Das Kapitel analysiert die wirtschaftliche Lage in verschiedenen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland und beleuchtet die problematischen Auswirkungen der aktuellen Geldpolitik.
Die Gesellschaft: Hier wird der kulturelle und gesellschaftliche Zerfall in Europa, insbesondere in Deutschland, durch den Niedergang der Familie und der Mittelschicht thematisiert.
Die Institutionen: Dieses Kapitel kritisiert die wachsende Bürokratisierung und die Unfähigkeit der EU-Institutionen, auf die realwirtschaftlichen Krisen angemessen zu reagieren.
Die globale Einordnung: Hier werden die geopolitischen Herausforderungen und die Abhängigkeit von globalen Finanzströmen in den Kontext der europäischen Krise gestellt.
Eurokrise, Zentralbankpolitik, Deflation, Hyperinflation, demographischer Wandel, Finanzkapitalismus, Produktionskapitalismus, Mittelschicht, Staatsverschuldung, Immobilienblase, Spekulation, institutionelle Sklerose, wirtschaftliche Stagnation, soziale Desintegration.
Das Buch analysiert die wirtschaftliche, soziale und politische Lage Europas seit der Finanzkrise 2008 und stellt kritische Fragen zu den gewählten Lösungswegen, insbesondere zur Rolle des Euro und der Zentralbanken.
Die Themenfelder umfassen die Wirtschaftsentwicklung in europäischen Peripherieländern, den demographischen Kollaps Deutschlands, das Scheitern von Bankenregulierungen und die Auswirkungen globaler Finanzexzesse auf die Realwirtschaft.
Ziel ist es, die Zusammenhänge zu durchleuchten, die eine nachhaltige Lösung der Krise so schwierig machen, und den Leser durch Fragen zu einer eigenen kritischen Erkenntnis zu führen.
Es handelt sich um eine interdisziplinäre Analyse, die ökonomische Daten mit historischer Literatur, politischer Theorie und Risikoanalysen verknüpft, um Wirkungsbeziehungen aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Teile ("Wo wir stehen", "Woher wir kommen", "Wohin wir gehen") und untersucht darin Wirtschaft, Gesellschaft und Institutionen auf ihre Krisenanfälligkeit und Zukunftsfähigkeit.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Eurokrise, Zentralbankpolitik, Hyperinflation, demographischer Wandel und soziale Desintegration.
Der Autor argumentiert, dass der Euro auf Konstruktionsfehlern basiert und eine Währungsunion ohne notwendige politische und ökonomische Integration darstellt, die den Wettbewerb verzerrt und die Peripherieländer in eine aussichtslose Lage bringt.
Deutschland wird als zentraler "Anker" Europas betrachtet, der jedoch durch seine demographische Situation, seine Wirtschaftsstruktur und eine fehlgeleitete Politik massiv gefährdet ist, was zu einem Scheitern der gesamten Euro-Struktur führen könnte.
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