Examensarbeit, 2007
52 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DAS INTERNET – BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ENTWICKLUNG
3. INTERNETNUTZUNG VON KINDERN IM GRUNDSCHULALTER
3.1 Häusliche (Private) Internetnutzung
3.1.1 Ausstattung
3.1.2 Nutzung
3.2 Internetnutzung in der Grundschule
3.2.1 Ausstattung
3.2.2 Nutzungsgrad und Nutzungsformen
3.2.3 Der Bildungsauftrag der Schule
3.3 Chancen der Internetnutzung im Unterricht
3.4 Kinderspezifische Grenzen bei der Internetnutzung
3.5 Gefahren im Internet
3.5.1 Inhaltliche Risiken
3.5.2 Physische und psychische Risiken
3.5.3 Technische Fallen
3.6 Lösungsansätze zur Minderung von Gefahren im Internet
3.6.1 Kinder- und Jugendschutz
3.6.2 Medienkompetenz und medienpädagogische Aspekte
4. INTERNETNUTZUNG VON SCHÜLERN MIT SONDERPÄDAGOGISCHEM FÖRDERBEDARF
4.1 Die besondere Bedeutung des Internets für Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Sehen“
4.1.1 Förderschwerpunkt „Sehen“
4.1.2 Schlussfolgerungen für die Internetnutzung von Schülern mit dem Förderschwerpunkt „Sehen“
4.2 Die besondere Bedeutung des Internets für Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“
4.2.1 Förderschwerpunkt „Lernen“
4.2.2 Schlussfolgerungen für die Internetnutzung von Schülern mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“
5. PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT „RUND UMS INTERNET“
5.1 Voraussetzungen: Internetnutzung in der 3. Klasse des Förderzentrums
5.1.1 Institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen am Förderzentrum
5.1.1.1 Ausstattung
5.1.1.2 Einsatz des Internets im Unterricht
5.1.2 Die 3. Klasse
5.1.2.1 Räumliche Bedingungen
5.1.2.2 Zusammensetzung der Lerngruppe
5.1.2.3 Sozial- und Arbeitsverhalten im Unterrichtsfach Sachunterricht
5.1.2.4 Sachstruktureller Entwicklungsstand
5.1.2.4 Individuelle Lernvoraussetzungen und Differenzierungsmaßnahmen für einzelne Schüler
5.2 Bezug zu den Rahmenlehrplänen und dem schulinternen Curriculum
5.2.1 Rahmenlehrpläne
5.2.2 Schulinternes Curriculum
5.3 Aufbau und Ziele der Unterrichtseinheit
5.4 Didaktisch-methodische Analyse
5.4.1 Gegenwartsbedeutung
5.4.2 Zukunftsbedeutung
5.4.3 Exemplarische Bedeutung
5.4.4 Struktur des Inhalts und Zugänglichkeit
6. DARSTELLUNG UND ANALYSE AUSGEWÄHLTER UNTERRICHTSBEISPIELE
6.1 Zweite Stunde der 3. Untereinheit „Arbeit mit dem Internetprogramm (Browser)“
6.2 Erste Stunde der 8. Untereinheit „Festigung“
7. GESAMTREFLEXION, EIGENE STELLUNGNAHME UND AUSBLICK
7.1 Gesamtreflexion
7.2 Eigene Stellungnahme
7.3 Ausblick
8. ANHANG
9. LITERATUR
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept zur Einführung des Internets in einer heterogenen 3. Jahrgangsstufe eines sonderpädagogischen Förderzentrums zu entwickeln und in der Unterrichtspraxis zu erproben, um Schülern mit und ohne Förderbedarf einen kompetenten Einstieg in dieses Medium zu ermöglichen.
3.3 Chancen der Internetnutzung im Unterricht
Durch die Nutzung des Internets kann selbstständiges und kooperatives Arbeiten gefördert werden. „Lernen wird durch den Einsatz neuer Medien selbstbestimmter, kommunikativer, kreativer und eigenverantwortlicher.“ Auch das Entdeckende Lernen wird durch die Kombination von bereits vorhandenem Wissen mit neu aufgenommenem Wissen begünstigt. So spricht KRAUTHAUSEN vom „Lernen als Konstruktion geistiger Modelle“, wobei die Rolle des Schülers „als notwendig aktiv angesehen“ wird; er ist selbst tätig und Eigeninitiative wird gefordert. Da der Computer eine sofortige Rückmeldung auf Aktionen der Schüler gibt, können Fehler ohne Verzögerung verbessert werden und der Arbeitsfluss wird nicht unterbrochen. Der Schüler tritt in einen direkten „Dialog“ mit dem Medium Internet, welches „über seinen interaktiven Charakter unmittelbar auf die Grenzen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit ihm“ verweist.
Die Aufgabe des Pädagogen liegt in der effizienten Differenzierung, die den Schülern individualisiertes Lernen ermöglicht. Der Computer dient dabei als neutraler „Beurteiler“, welcher den Lehrer unterstützt und (zumindest teilweise) ablöst: Die Angst einiger Schüler vor falschen Antworten und deren Offenlegung vor der ganzen Klasse kann abgebaut werden. Der Schüler hat zudem die Gelegenheit, das Arbeitstempo selbst zu bestimmen. Davon „profitieren vor allem schwache, mißerfolgsgewohnte Lerner“. Somit erweitert das Internet die Vielfalt an Lernformen, in denen der Lehrer während des Unterrichts eine Beraterrolle einnimmt und sich den Schülern, die Förderung benötigen, intensiver zuwenden kann. Ebenso fördert die Arbeit mit dem Internet die Genauigkeit des Arbeitens: So nimmt eine Suchmaschine z.B. keine falsch geschriebenen Begriffe an und auch Internetadressen müssen korrekt eingegeben werden, damit sich die gewünschte Seite öffnet.
1. EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Relevanz der Internetnutzung im Grundschulalter und formuliert die Zielsetzung, ein didaktisches Konzept für den Einsatz des Internets in einer heterogenen 3. Klasse eines Förderzentrums zu erstellen.
2. DAS INTERNET – BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ENTWICKLUNG: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen und die historische Entwicklung des Internets sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen.
3. INTERNETNUTZUNG VON KINDERN IM GRUNDSCHULALTER: Es werden quantitative und qualitative Aspekte der Internetnutzung im häuslichen und schulischen Kontext analysiert, einschließlich der Chancen, Gefahren und pädagogischen Lösungsansätze.
4. INTERNETNUTZUNG VON SCHÜLERN MIT SONDERPÄDAGOGISCHEM FÖRDERBEDARF: Hier stehen die spezifischen Bedarfe und Möglichkeiten für Kinder mit den Förderschwerpunkten „Sehen“ und „Lernen“ im Mittelpunkt, woraus konkrete Schlussfolgerungen für den Unterricht abgeleitet werden.
5. PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT „RUND UMS INTERNET“: Die Autorin beschreibt die Rahmenbedingungen, Lernziele und didaktisch-methodischen Überlegungen für ihre konkrete Unterrichtseinheit in der 3. Klasse.
6. DARSTELLUNG UND ANALYSE AUSGEWÄHLTER UNTERRICHTSBEISPIELE: Zwei spezifische Unterrichtseinheiten – die Arbeit mit dem Browser und eine Festigungseinheit – werden detailliert dokumentiert und kritisch analysiert.
7. GESAMTREFLEXION, EIGENE STELLUNGNAHME UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Einbindung des Internets in den Schulalltag.
Internetnutzung, Grundschule, Sonderpädagogik, Medienkompetenz, Förderschwerpunkt Lernen, Förderschwerpunkt Sehen, Sachunterricht, Unterrichtsplanung, Internet-Seepferdchen, Digital Divide, Schüler mit Förderbedarf, Medienerziehung, Informatische Grundbildung, Internetrecherche, Handlungsorientiertes Lernen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung des Internets als Arbeitsmittel im Unterricht einer heterogenen 3. Grundschulklasse an einem sonderpädagogischen Förderzentrum.
Zentrale Felder sind die Chancen und Risiken der Internetnutzung für Kinder, die Medienpädagogik im Förderschulbereich und die praktische didaktische Umsetzung von Internet-Projekten.
Das Hauptziel ist die Entwicklung und Erprobung eines Unterrichtskonzepts, das es Schülern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ermöglicht, das Internet sachgerecht und sicher als Informationsquelle zu nutzen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, einer begleitenden Umfrage in der Schülerschaft sowie der dokumentierten praktischen Umsetzung und Reflexion der geplanten Unterrichtseinheit.
Im Hauptteil wird die Planung und Analyse der Unterrichtseinheit „Rund ums Internet“ sowie der spezifische Einsatz des „Internet-Seepferdchens“ als pädagogisches Instrument zur Motivations- und Erfolgskontrolle behandelt.
Kernbegriffe sind Medienkompetenz, Inklusion im Internet-Unterricht, Förderschwerpunkt Sehen/Lernen und handlungsorientierte Mediendidaktik.
Für diese Schüler ist der Computer nicht nur ein Lernmittel, sondern ein essenzielles technisches Hilfsmittel zur Teilhabe, das individuelle Anpassungen bei Bildschirmeinstellungen und Arbeitsplatzgestaltung erfordert.
Es dient als motivierendes Abzeichen und Leistungsnachweis, das den Schülern den individuellen Lernfortschritt visualisiert und die Erreichung spezifischer Kompetenzziele strukturiert.
Die Autorin betont die Notwendigkeit von klaren Regeln, strukturierten Arbeitsaufträgen und dem Einsatz von Schüler-„Experten“, um Frustrationen zu minimieren und eine konstruktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
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