Diplomarbeit, 2014
80 Seiten, Note: 1,0
Pflege bei Parkinson
1 Einleitung
2 Klinische Definition
2.1 Motorische Kardinalsymptome
2.1.1 Akinese und Bradykinese
2.1.2 Tremor
2.1.3 Rigor
2.1.4 posturale Instabilität
2.2 Nicht-motorische Symptome
2.2.1 Neuropsychiatrische Symptome
2.2.2 Schlafstörungen
2.2.3 Autonome Regulationsstörungen
2.2.4 Sensorische Symptome
2.2.5 Schmerzen
3 Stadieneinteilung
3.1 Hoehn und Yahr Skala
3.2 Unified Parkinson´s Disease Rating Scale (UPDRS)
4 Ganzheitliche Pflege – ABEDL-Pflegemodel
4.1 Kommunizieren können
4.1.1 Aufgaben der Pflege
4.2 Sich bewegen können
4.2.1 Aufgaben der Pflege
4.3 Vitale Funktionen des Körpers aufrechterhalten können
4.3.1 Aufgaben der Pflege
4.4 Sich pflegen können
4.4.1 Aufgaben der Pflege
4.5 Essen und trinken können
4.5.1 Aufgaben der Pflege
4.6 Ausscheiden können
4.6.1 Aufgaben der Pflege
4.7 Sich kleiden können
4.7.1 Aufgaben der Pflege
4.8 Ruhen und schlafen können
4.8.1 Aufgaben der Pflege
4.9 Sich beschäftigen können
4.9.1 Aufgaben der Pflege
4.10 Sich als Mann/Frau fühlen können
4.10.1 Aufgaben der Pflege
4.11 Für Sicherheit in der Umgebung sorgen können
4.11.1 Aufgaben der Pflege
4.12 Soziale Bereiche des Lebens sichern können
4.12.1 Aufgaben der Pflege
4.13 Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
4.13.1 Aufgaben der Pflege
5 Adjuvante Therapien
5.1 Bewegungstherapie
5.1.1 Physiotherapie (früher Krankengymnastik)
5.1.2 Ergotherapie
5.1.3 Tai Chi, Qigong
5.1.4 LSVT®BIG
5.2 Logopädie
5.2.1 LSVT®LOUD
5.3 Kunsttherapie
5.3.1 Tanz
5.3.2 Musiktherapie
5.4 Entspannungs- und Atemtherapie
5.4.1 Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
5.4.2 Atemtherapie
5.5 Psychotherapie
6 Interdisziplinäre Zusammenarbeit
6.1 Multimodale Parkinson Komplexbehandlung
6.2 Schulung des Pflegepersonals
6.3 Befindlichkeitsspiegel
7 Zusammenfassung der Ergebnisse
8 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie eine ressourcenfördernde Pflege und der gezielte Einsatz adjuvanter Therapien die Lebensqualität von Parkinson-Betroffenen im Langzeitpflegebereich verbessern können, wobei insbesondere die Integration dieser Ansätze in den täglichen Betreuungsablauf im Fokus steht.
4.11 Für Sicherheit in der Umgebung sorgen können
Tremor, Rigor, Bradykinese und posturale Instabilität sorgen in Kombination für ein hohes Maß an Gleichgewichtsstörungen, wodurch nicht nur die Mobilität stark beeinträchtigt wird, sondern vor allem ein erhöhtes Sturzrisiko gegeben ist (vgl., Grießmeier, Hanne-Behnke, 2012, S.7). Weitere Auslöser für Stürze sind Freezing, Gang- und Standstörungen, der kleinschrittige Gang, sowie orthostatische Hypotonie (vgl., Ebersbach et al., 2010, S. 61).
4.11.1 Aufgaben der Pflege
Um das Sturzrisiko zu verringern, sind umgebungsbezogene Risikofaktoren im Wohn- und Aufenthaltsbereich der Parkinson Betroffenen, wie z.B. schlechte Ausleuchtung, glatte Bodenbeläge oder Teppiche zu beseitigen (vgl., Grond, 2009, S. 197). Vor allem bei Startschwierigkeiten ist das Risiko groß, dass Betroffene nach vorne stürzen, weil der Oberkörper nach vorne drängt, die Beine aber nicht zeitgerecht folgen können. Als Sicherheitsmaßnahme kann die Pflegeperson dem Betroffenen beide Arme reichen und im Bedarfsfall zusätzlich rückwärts vor ihm hergehen. Das Sturzrisiko steigt weiter an, wenn Betroffene plötzliche Richtungsänderungen vornehmen, abrupt abbremsen, oder mehrere Tätigkeiten gleichzeitig vollführen. Um andererseits orthostatischer Hypotonie entgegen zu wirken, müssen betroffene Personen nach dem Aufrichten aus der Liegeposition, oder nach der Einnahme einer Mahlzeit (postprandiale Hypotonie) ein paar Minuten in sitzender Position verharren, um den Kreislauf zu stabilisieren (vgl., Ebersbach et al., 2010, S. 61).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Prävalenz der Parkinson-Erkrankung und definiert das Ziel, ressourcenfördernde Pflege und adjuvante Therapien in den Pflegealltag zu integrieren.
2 Klinische Definition: Dieses Kapitel erläutert das Krankheitsbild Morbus Parkinson, unterteilt in motorische Kardinalsymptome wie Tremor und Rigor sowie ein breites Spektrum an nicht-motorischen Beschwerden.
3 Stadieneinteilung: Hier werden Instrumente wie die Hoehn und Yahr Skala sowie die UPDRS vorgestellt, um den Schweregrad und Verlauf der Erkrankung wissenschaftlich fundiert einzuschätzen.
4 Ganzheitliche Pflege – ABEDL-Pflegemodel: Dieser umfangreiche Hauptteil überträgt das ABEDL-Modell auf die spezifischen Bedürfnisse von Parkinson-Betroffenen, von der Kommunikation bis hin zur existentiellen Lebensführung.
5 Adjuvante Therapien: Das Kapitel bietet einen detaillierten Überblick über ergänzende Therapieformen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Kunsttherapie zur Förderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.
6 Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Hier wird die Notwendigkeit einer fachübergreifenden Versorgung und die Rolle spezialisierter "Parkinson Nurses" für eine qualitativ hochwertige Betreuung hervorgehoben.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Ergebnisse betonen, dass eine ganzheitliche, ressourcenorientierte Pflege in Kombination mit adjuvanten Therapien essentiell für den Erhalt der Selbstständigkeit ist.
8 Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Diskrepanz zwischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Bedarf an zeitintensiver, individueller Betreuung bei gleichzeitigem Appell für eine spezialisierte pflegerische Weiterbildung.
Parkinson, Pflege, Adjuvant, Therapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Lebensqualität, Ressourcen, Symptome, Langzeitpflege, Sturzrisiko, Interdisziplinarität, Selbstständigkeit, Neurologie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Pflege und Betreuung von Menschen mit Parkinson im Langzeitpflegebereich und untersucht, wie moderne Ansätze die Lebensqualität der Betroffenen aktiv verbessern können.
Die Arbeit beleuchtet das Krankheitsbild, die Anwendung des ABEDL-Pflegemodells, den Nutzen verschiedener adjuvanter Therapien (z.B. Bewegung, Musik, Logopädie) sowie die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie ressourcenfördernde Pflege und adjuvante Therapien praktikabel in den stressigen Pflegealltag integriert werden können, um die Selbstständigkeit der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken, Internetportalen und Fachliteratur, ergänzt durch die Analyse wissenschaftlicher Studien zur Parkinson-Therapie.
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Definition der Symptome, die Anwendung professioneller Skalen (wie der UPDRS) und die detaillierte Darstellung pflegerischer Aufgaben in allen Aktivitäten des täglichen Lebens.
Zentrale Begriffe sind Adjuvante Therapien, Parkinson, ganzheitliche Pflege, Ressourcenorientierung, Lebensqualität sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.
Zeitdruck führt in der Regel zu einer Verstärkung der Parkinson-Symptome, da Patienten für alltägliche Handlungen mehr Zeit benötigen und Stress die motorische Blockade verstärkt.
Eine spezialisierte Pflegekraft (Parkinson Nurse) ist notwendig, um Betroffene bei den komplexen Anforderungen der Krankheit umfassend zu schulen und zu betreuen, was langfristig die Versorgungsqualität sichern und Betreuungskosten senken könnte.
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