Masterarbeit, 2014
74 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die pädagogische Grundlage: Der Auftrag des Schulsports
2.1 Die Entstehung des Doppelauftrages des Schulsports
2.2 Der Doppelauftrag in den Kernlehrplänen des Schulsports in NRW
3 Die Kernlehrpläne für den Schulsport in NRW (Gymnasium & Gesamtschule)
3.1 Die Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder
3.2 Die Bewegungsfelder und Sportbereiche
3.3 Die Bedeutung des Bewegungsfeldes „Bewegen im Wasser – Schwimmen“
4 Inhalte des Bewegungsfeldes „Bewegen im Wasser – Schwimmen“
4.1 Die traditionellen Inhalte: Die vier Schwimmtechniken
4.2 Alternative Inhalte: Wasserspringen, Wasserball und Tauchen
4.3 Tradition vs. Innovation - Die Problematik der Inhaltsauswahl
5 Unterwasser-Rugby im Schulsport?
5.1 Vorstellung der Sportart UW-Rugby
5.1.1 Historische Entwicklung und aktuelle Situation
5.1.2 Das Spiel UW-Rugby – Ein Einblick in das Regelwerk
5.2 Mögliche Implementierung von UW-Rugby im Schulsport
5.2.1 Eine Sach- und Strukturanalyse von UW-Rugby
5.2.2 Realisierungsmöglichkeiten: UW-Rugby im Schulsport?
5.3 Eine vergleichende Analyse: Wasserball oder UW-Rugby im Schulsport - oder beides?
6 Diskussion
6.1 Inhalte und Bedeutung des Bewegungsfeldes „Bewegen im Wasser – Schwimmen“
6.2 Chancen und Grenzen einer Implementierung von UW-Rugby im Schulsport
7 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Inhalte und die Bedeutung des Bewegungsfeldes „Bewegen im Wasser – Schwimmen“ im Schulsport. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit die Sportart Unterwasser-Rugby (UW-Rugby) eine zielführende und pädagogisch sinnvolle Alternative oder Ergänzung zum traditionellen Schwimmunterricht an Gymnasien und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen darstellen kann.
5.1.1 Historische Entwicklung und aktuelle Situation
Da es zum Ursprung der Sportart UW-Rugby keine eindeutigen Informationen gibt und in den verschiedenen Arbeiten Unterschiedliches berichtet wird (Büscher, 1983; Enderle, 2007; Sobietzki, 2013), soll an dieser Stelle die historische Entwicklung aus dem einzigen veröffentlichten Buch über UW-Rugby von Schottmüller und Nier (2002) zusammengefasst dargestellt werden.
Gemäß den beiden Autoren gehen die Ursprünge von UW-Rugby auf den gebürtigen Ungarn Ludwig von Bersuda zurück, der Mitglied des Tauchclubs DUC Köln war. Ihm kam 1961 die Idee, mit einem Ball unter Wasser zu spielen. Dazu nahm er zunächst einen Fuß-, später dann einen Plastikball und füllte ihn mit einer Salzwasserlösung, damit dieser aufgrund der größeren Dichte im Vergleich zum chlorhaltigen Wasser sank. Er spannte ein Netz in der Mitte des Tiefwasserbeckens über den Boden, sodass zwei Teams auf jeder Seite darunter hindurch tauchen mussten, um den Ball in einen Eimer auf der anderen Seite des Netzes zu legen. Dieses Spiel wurde in dieser Form in Köln dann zur Auflockerung des Tauchtrainings gespielt (Schottmüller & Nier, 2002, 1020, S. 1).
Diese Trainingsvariante verbreitete sich, sodass ein Jahr später erste Ballspiele beim Verein DUC Duisburg zu verzeichnen waren, die allerdings die unteren Absätze der Badeleitern als Tor verwendeten. Der, ebenso wie von Bersuda als Pionierdenker zu nennende, Zahnarzt Dr. Franz Josef Grimmeisen wollte dieses Trainingsspiel in ein reguläres Wettkampfspiel verwandeln, stieß aber, möglicherweise aufgrund des körperbetonten, raufenden Charakters des Spiels, das deshalb informell „Ruppen“ genannt wurde, in den eigenen Vereinsstrukturen auf Widerstand. Trotzdem wurde das Spiel 1963 erstmalig dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) vorgestellt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Elements Wasser im Schulsport sowie die Problematik sinkender Schwimmfähigkeiten bei Kindern und führt in die Fragestellung ein, ob Unterwasser-Rugby als alternative Wassersportart im Lehrplan verankert werden kann.
2 Die pädagogische Grundlage: Der Auftrag des Schulsports: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund des Doppelauftrags des Schulsports und dessen Bedeutung für die schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen.
3 Die Kernlehrpläne für den Schulsport in NRW (Gymnasium & Gesamtschule): Es folgt eine Analyse der Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder der aktuellen Lehrpläne, die den Rahmen für sportunterrichtliche Aktivitäten bilden.
4 Inhalte des Bewegungsfeldes „Bewegen im Wasser – Schwimmen“: Hier werden die traditionellen Schwimmtechniken den alternativen Inhalten wie Wasserspringen, Wasserball und Tauchen gegenübergestellt und kritisch hinsichtlich der Inhaltsauswahl reflektiert.
5 Unterwasser-Rugby im Schulsport?: Das zentrale Kapitel stellt die Sportart UW-Rugby detailliert vor, analysiert ihre didaktische Eignung mittels einer Sach- und Strukturanalyse und diskutiert praktische Realisierungsmöglichkeiten im Schulsport.
6 Diskussion: Die Diskussion fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Chancen und Grenzen der Implementierung von UW-Rugby im Schulsport und fokussiert dabei auf die pädagogische Mehrwert-Perspektive.
7 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick: Das abschließende Kapitel bewertet das Potenzial von UW-Rugby kritisch und weist auf zukünftige Forschungsbedarfe für die Sportdidaktik hin.
8 Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.
Unterwasser-Rugby, Schulsport, Schwimmunterricht, Kernlehrpläne, Bewegungsfeld Bewegen im Wasser, Wassersicherheit, didaktische Analyse, Schnorcheltauchen, Bewegungsphänomene, Bewegungsentwicklung, Handlungskompetenz, Wasserspiele, Wasserball, sportpädagogische Konzeption, Sportdidaktik.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Sportart Unterwasser-Rugby eine sinnvolle Erweiterung des traditionellen Schwimmunterrichts im Schulsport darstellen kann und wie sie sich in die bestehenden Lehrpläne integrieren lässt.
Die Arbeit verknüpft sportpädagogische Grundlagen, wie den Doppelauftrag des Schulsports, mit inhaltlichen Schwerpunkten des Bewegungsfeldes „Bewegen im Wasser“ und analysiert alternative Wassersportarten.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob Unterwasser-Rugby einen pädagogischen Mehrwert für Schüler bietet, der über die traditionelle Schwimmausbildung hinausgeht, und wie eine Implementierung praktisch gestaltet werden kann.
Es wird eine didaktische Analyse nach Klafki angewandt, ergänzt durch eine Sach- und Strukturanalyse sowie eine vergleichende Lehrplananalyse für NRW-Schulen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Vorstellung der Sportart UW-Rugby, der didaktischen Aufarbeitung ihrer Inhalte, einer vergleichenden Analyse mit Wasserball sowie der Entwicklung konkreter didaktischer Abfolgen für den Unterricht.
Wichtige Begriffe sind Unterwasser-Rugby, Schulsport, Bewegungsphänomene, Wassersicherheit, didaktische Reduktion und die Förderung von Handlungskompetenz im Element Wasser.
Die Arbeit zeigt, dass die Eignung stark von den spezifischen Voraussetzungen der Schüler und dem jeweiligen Lehrplan der Schulstufe abhängt; besonders in der Oberstufe bietet das Regelwerk und die methodische Komplexität attraktive Anknüpfungspunkte.
Die Arbeit betont die Notwendigkeit einer didaktischen Reduktion, die Einhaltung von Sicherheitsregeln und die fachgerechte pädagogische Begleitung, gegebenenfalls durch eine Aufsicht von zwei Lehrkräften bei Übungen im Tiefwasser.
Die Gewöhnung an Maske, Schnorchel und Flossen ist eine wesentliche Voraussetzung, wobei die Arbeit empfiehlt, diese Elemente schrittweise in das Spiel einzubinden, um die Schüler nicht zu überfordern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

