Masterarbeit, 2013
68 Seiten, Note: 1,1
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Vorwort: Kants Grundlegung der Moralität
2. Einleitung: Autonomie des Willens und freie Willkür
2.1. Der Begriff der Person: das moralische Subjekt
2.2. Die freie Willkür
2.3. Warum soll ich sollen?
3. Das einzelne Subjekt und der objektive Geist
3.1. Die Menschheit als Gattung
3.2. Die Menschheit als moralisch-sittliche Gemeinschaft
3.3. Die ontologische Einsamkeit des Einzelnen
4. Das Sollen und das Böse
4.1. Das Böse als Kritik der Moralität
4.2. Phänomenologie des Bösen
4.3. Das Böse als Spitze der Moralität
5. Objektiver Idealismus und subjektiver Realismus
5.1. Weltimmanente Moralität
5.2. Eudämonismus und Sterblichkeit
5.3. Kritik der Unsterblichkeit
6. Was darf ich hoffen?
6.1. Die Hoffnung und das Sollen
6.2. Der Sinn des Lebens
6.3. Transzendentale Weltimmanenz
7. Schlusswort: Was soll ich tun?
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Sinn der existentiellen Frage "Was soll ich tun?" innerhalb eines notwendigen Hoffnungszusammenhangs zu klären und die theoretischen sowie praktischen Bedingungen für ihre Sinnhaftigkeit zu untersuchen. Dabei wird der Fokus auf das Verhältnis von Moralität, Willensfreiheit und dem Postulat einer vernünftigen Weltordnung gelegt.
2.1. Der Begriff der Person: das moralische Subjekt
Kants kategorischer Imperativ: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde" ist ein moralischer Satz mit unbedingtem Anspruch auf Allgemeinheit: um hierin zuzustimmen, braucht man nur eine Person zu sein, und nicht einer bestimmten Glaubensgemeinschaft angezuhören oder der Meinung zu sein, der kategorische Imperativ sei das optimale moralische Prinzip. Mit dem kategorischen Imperativ zeigt Kant, dass ein moralischer Imperativ zwingend gelten muss, also ein kategorischer sein muss, und kein bloß hypothetischer. Ein hypothetischer Imperativ kennt keine Pflicht, sondern nur konkrete äußere Zwecke; wer keine anderen Imperative kennt, als die hypothetischen, ist ein Opportunist. Ein hypothetischer Imperativ ist situationsabhängig, und wird jedesmal widerlegt, wenn sich die Spielregeln im laufenden Spiel ändern.
Ein kategorischer Imperativ ist rein formal, und kann nur widerlegt werden, wenn er nicht verallgemeinerungsfähig formuliert wird. Dadurch aber kommt es darauf hinaus, dass es nur einen einzigen kategorischen Imperativ geben kann, welcher jedoch unterschiedliche Formulierungen erfahren kann, so auch diese: "Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest". Moralität gehört zwar der inneren Dimension der Person an, doch sie erschöpft sich nicht in der Innerlichkeit, sondern stellt den Ausgangspunkt für das praktische intersubjektive Verhältnis von Personen untereinander dar. Darum formuliert Kant den kategorischen Imperativ in Hinsicht auf Intersubjektivität als Selbszweckformel, die jedes vernünftige Wesen als einen Zweck an sich zu behandeln fordert. Eine Person, die eine Person als bloßes Mittel behandelt, behandelt sie wie eine Sache, und verletzt damit ihre Würde. Eine Person als Person anzuerkennen bedeutet, sie fortwährend als einen Selbstzweck zu denken.
1. Vorwort: Kants Grundlegung der Moralität: Das Kapitel führt in das Spannungsfeld zwischen praktischer Vernunft und Hoffnung ein und stellt die Frage, ob ein moralischer Imperativ die Bedingung für ein sinnvolles Leben darstellt.
2. Einleitung: Autonomie des Willens und freie Willkür: Es wird erörtert, warum Freiheit als Autonomie des Willens die einzige zulässige Grundlage für ein moralisches Subjekt darstellt.
3. Das einzelne Subjekt und der objektive Geist: Dieses Kapitel untersucht die Spannung zwischen dem endlichen Subjekt und dem Wunsch nach einer Transzendenz im größeren Ganzen.
4. Das Sollen und das Böse: Hier wird das Böse nicht als amoralisch, sondern als eine spezifische Kritik innerhalb der Moralität verhandelt.
5. Objektiver Idealismus und subjektiver Realismus: Es wird analysiert, wie die Moralität in die Sphäre der Sittlichkeit übergeht und warum dieser Prozess unvollständig bleiben kann.
6. Was darf ich hoffen?: Das Kapitel verknüpft die Frage nach der Hoffnung mit dem Sollen und sucht nach dem Sinn des Lebens jenseits von reinem Faktizitätsglauben.
7. Schlusswort: Was soll ich tun?: Das Fazit fasst zusammen, wie der gute Wille unter den Bedingungen einer oft unsicheren Welt Bestand haben kann.
Kategorischer Imperativ, Autonomie, Willensfreiheit, Moralität, Sittlichkeit, Höchstes Gut, Eudämonismus, Kant, Hegel, Subjekt, Transzendenz, Hoffnung, Nihilismus, Vernunft, Selbstzweck.
Die Arbeit untersucht die philosophischen Bedingungen, unter denen ein moralischer Imperativ für den Menschen sinnvoll und verpflichtend sein kann, unter besonderer Berücksichtigung der Schriften von Kant und Hegel.
Zentral sind das Verständnis von Freiheit, der Begriff der Person als moralisches Subjekt, das Problem des Bösen sowie die Rolle der Hoffnung auf eine moralische Weltordnung.
Das Ziel ist es, den Sinn der Frage "Was soll ich tun?" im Kontext eines notwendigen Hoffnungszusammenhangs zu begreifen und die Bedingungen für eine solche Sinnhaftigkeit zu definieren.
Es handelt sich um eine systematische, philosophische Analyse, die zentrale Texte der klassischen Moralphilosophie kritisch aufeinander bezieht und auf ihre innere Konsistenz prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Autonomie, die Untersuchung des Subjekts im objektiven Geist, die Phänomenologie des Bösen und eine tiefgreifende Kritik der Moralität durch die Linse des Idealismus.
Besonders prägend sind die Begriffe Autonomie, Kategorischer Imperativ, Transzendenz, Hoffnung, Moralität und Sittlichkeit.
Der Autor sieht in der Unsterblichkeit ein notwendiges moralisches Postulat, warnt jedoch davor, dass ein solcher Glaube das diesseitige Leben entwerten könnte, wenn man es als endgültig betrachtet.
Weil er lediglich auf Trieben basiert und somit nicht die Form eines Sollensgesetzes annehmen kann; Moralität erfordert laut Kant eine Distanz zum bloßen Naturstreben.
Sie beschreibt Stufen des Bösen, die von bloßer Willensschwäche bis hin zur bösartigen Verkehrung der sittlichen Ordnung reichen und die Moralität als notwendiges Gegenstück der Freiheit begreifen.
Sie wird als eine ästhetische Verabsolutierung des eigenen Ichs dargestellt, die die moralische Grenze zur Selbsttäuschung überschreitet und damit eine Gefahr für die objektive Sittlichkeit darstellt.
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