Bachelorarbeit, 2012
30 Seiten, Note: 5.5
1. Abstract
2. Einleitung
3. Hauptteil
3.1 Modelle zur Veränderung von Risiko- und Gesundheitsverhalten
3.1.1 Das Relapse Prevention Modell (Marlatt & Gordon, 1985)
3.1.2 Das Transtheoretische Modell (Prochaska & Velicer, 1997)
3.1.3 Das I-Change Modell (De Vries et al., 2003)
3.2 Einflussvariablen bei einem Rauchstopp
3.2.1 Demographische Faktoren
3.2.2 Biologische Faktoren
3.2.3 Interpersonelle Faktoren
3.2.4 Intrapersonelle Faktoren
3.3 Intervention und Prävention beim Rauchstopp
3.3.1 Proximale Interventionen
3.3.2 Distale Interventionen
4. Methoden
5. Diskussion
Diese Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen und Einflussvariablen, die den Rauchstopp-Prozess sowie die Bewältigung von Rückfällen bestimmen, um effektive Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen.
3.1.1 Das Relapse Prevention Modell (Marlatt & Gordon, 1985)
Marlatt und Gordon (1985) haben in ihrem Modell verschiedenen Bedingungen identifiziert, die zu einem Rückfall führen können (siehe Abbildung 1). Dazu gehören Hochrisikosituationen wie negative emotionale Zustände (Angst, Depression), negative soziale Situationen (Konflikte in der Familie), sozialer Druck (in der näheren Umgebung rauchen alle) und positive emotionale Zustände (das Austesten der eigenen Willensstärke). Nun führen die Hochrisikosituationen per se nicht zum Rückfall, sondern wichtig wird, wie eine Person mit solchen Hochrisikosituationen umgeht. Wenn sie eine erfolgreiche Bewältigungsreaktion zeigt, steigert sie damit auch die eigene Selbstwirksamkeitserwartung, was wiederum einen Rückfall unwahrscheinlicher macht. Zeigt die betreffende Person aber keine erfolgreiche Bewältigungsreaktion, wird sie auch eher eine geringere Selbstwirksamkeitserwartung erleben, was in einen ersten Ausrutscher resultieren kann. Höchstwahrscheinlich bildet sich ab diesem Zeitpunkt eine Negativspirale, in der Hinsicht, dass nach einem ersten Ausrutscher der Abstinenz-Verletzungs-Effekt eintritt, nämlich dann, wenn die Person den Ausrutscher auf internal, stabile und globale Faktoren (zum Beispiel meint die Person allgemein keine Kontrolle über das Rauchverhalten zu haben) attribuiert.
1. Abstract: Kurzer Überblick über die Problematik des Tabakkonsums, die vorgestellten theoretischen Modelle und die zentralen Variablen zur Bewältigung von Rückfällen.
2. Einleitung: Darstellung der gesundheitlichen Gefahren durch Rauchen und die Relevanz der Untersuchung für gezielte Interventionen.
3. Hauptteil: Detaillierte Analyse von Modellen zur Verhaltensänderung, Identifikation von Einflussvariablen auf den Rauchstopp-Prozess sowie Diskussion von Präventionsansätzen.
3.1 Modelle zur Veränderung von Risiko- und Gesundheitsverhalten: Vorstellung wissenschaftlicher Modelle, die den Prozess der Sucht und Verhaltensänderung aus sozial-kognitiver Perspektive erklären.
3.1.1 Das Relapse Prevention Modell (Marlatt & Gordon, 1985): Erläuterung der Rolle von Hochrisikosituationen, Bewältigungsreaktionen und dem Abstinenz-Verletzungs-Effekt.
3.1.2 Das Transtheoretische Modell (Prochaska & Velicer, 1997): Beschreibung der fünf Stufen der Verhaltensänderung und der zehn begleitenden Veränderungsprozesse.
3.1.3 Das I-Change Modell (De Vries et al., 2003): Zusammenführung verschiedener sozial-kognitiver Ansätze zu einem integrativen Modell der Verhaltensänderung.
3.2 Einflussvariablen bei einem Rauchstopp: Kategorisierung der Faktoren, die empirisch belegt den Erfolg oder Misserfolg beim Rauchstopp beeinflussen.
3.2.1 Demographische Faktoren: Betrachtung von Variablen wie Vorgeschichte, Alter und Einkommen auf das Rückfallrisiko.
3.2.2 Biologische Faktoren: Analyse von Entzugserscheinungen, Suchtdruck und der Rolle der Gewichtszunahme.
3.2.3 Interpersonelle Faktoren: Untersuchung des Einflusses des sozialen Umfelds und sozialer Unterstützung.
3.2.4 Intrapersonelle Faktoren: Fokus auf Selbstwirksamkeit, Coping-Strategien, negativen Affekt und Persönlichkeitsmerkmale.
3.3 Intervention und Prävention beim Rauchstopp: Vorstellung konkreter Ansätze zur Förderung der Abstinenz.
3.3.1 Proximale Interventionen: Fokus auf direkte Fähigkeiten der Person wie Training von Coping-Strategien.
3.3.2 Distale Interventionen: Maßnahmen zur Ressourcenmobilisierung und externe Unterstützungssysteme.
4. Methoden: Erläuterung des Vorgehens bei der computerbasierten Literaturrecherche in Datenbanken wie PsycINFO und PubMed.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der theoretischen Modelle und der methodischen Limitationen der betrachteten Studien.
Rauchstopp, Rückfallprävention, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung, Tabakkonsum, Hochrisikosituationen, Coping-Strategien, Interventionsmethoden, Gesundheitspsychologie, Abstinenz, I-Change Modell, Transtheoretisches Modell, Rückfall, Gesundheitsverhalten, Risikoverhalten.
Die Arbeit bietet ein wissenschaftliches Review über die Herausforderungen bei der Rauchentwöhnung und analysiert, welche Faktoren den Prozess von Rauchstopps und die Bewältigung von Rückfällen beeinflussen.
Zentrale Themen sind psychologische Modelle zur Verhaltensänderung, die Identifikation von Risikofaktoren für Rückfälle sowie Ansätze für präventive und therapeutische Interventionen.
Ziel ist es, die Mechanismen und Variablen zu identifizieren, die dazu beitragen, trotz „Ausrutschern“ langfristig abstinent zu bleiben, um daraus Empfehlungen für Interventionen abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer systematischen, computergestützten Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Modelle zur Verhaltensänderung, die Analyse spezifischer Einflussvariablen (demographisch, biologisch, inter- und intrapersonell) und die Vorstellung von Interventionsstrategien.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rauchstopp, Rückfallprävention, Selbstwirksamkeit, Coping-Strategien, Verhaltensänderungsmodelle und Tabakkontrolle.
Die Arbeit orientiert sich am Russell Standard: Ein Ausrutscher (lapse) ist ein kurzzeitiger Konsum von unter fünf Zigaretten, während ein Rückfall (relapse) eine dauerhafte Rückkehr zum alten Rauchverhalten ab fünf Zigaretten beschreibt.
Sie bezeichnet das Vertrauen einer Person, nach einem Ausrutscher den Rauchstopp aktiv wieder aufnehmen zu können, anstatt in eine Negativspirale aus internalen Attribuierungen und Kontrollverlust zu geraten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

