Masterarbeit, 2014
94 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 DIE BIBLISCHE PARADIESERZÄHLUNG GENESIS 2, 4B – 3,24
2.1 Übersetzung
2.2 Entstehungsgeschichte
2.3 Der erzählerische Aufbau
2.4 Auslegung
2.4.1 Die Erschaffung des Menschen und sein Lebensraum (Gen 2,4b-17)
2.4.2 Der Garten Eden
Die Bäume im Garten (Gen 2,9-14)
2.4.3 Die Erschaffung der Frau (Gen 2,18-25)
2.4.4. Mann und Frau
2.4.5 Der Ausgangspunkt vor dem Fall und Rückgriff auf das Gebot in Gen 2,17
2.4.6. Der Fall und das Verhör (Gen 3,1-7)
2.4.6.1 Die Schlange und ihre List / Der nach Erkenntnis verlangende Mensch
2.4.6.2. Die Schuldfrage
2.4.6.3 Die Konsequenzen des Vergehens: Die Vertreibung / Flüche (Gen 3,22-24)
Die Entlassung aus dem Paradies
2.4.7 Menschenbild
3 DIE VERARBEITUNG DER PARADIESERZÄHLUNG IN „LA FAUTE DE L’ABBÉ MOURET“
3.1. Einleitung
3.2. Zola und der Naturalismus
3.3 Die Handlung des Romans
3.4 Skizzierung des Aufbaus des Romans
3.5. Biblische Mythologie im Roman
3.5.1 Parallelen außerhalb des zweiten Buches
3.5.2 Parallelen im zweiten Buch
3.5.2.1 Das Paradies, „le paradou“
Der Baum des Lebens oder der mysteriöse Ort der Glückseligkeit
3.5.2.2 Serge und Albine alias Adam und Eva?
3.5.2.3. Der Sündenfall
Die Konsequenzen
3.5.2.4 Liebe und Sexualität
3.5.3. Intention des Romans
4 FAZIT
Die Arbeit untersucht das biblische Paradiesnarrativ der Genesis 2-3 und analysiert dessen literarische Verarbeitung in Émile Zolas Roman „La faute de l’abbé Mouret“. Das Hauptziel besteht darin, die Analogien und Unterschiede zwischen der biblischen Vorlage und dem naturalistischen Roman herauszuarbeiten, um ein tieferes Verständnis für die Darstellung von Menschsein, Schuld und Sexualität in beiden Texten zu gewinnen.
2.4.1 Die Erschaffung des Menschen und sein Lebensraum (Gen 2,4b-17)
Die Erzählung des zweiten Schöpfungsberichtes beginnt mit einer Art Verknüpfung zum ersten Schöpfungsbericht. Es wird noch einmal zurückgegriffen auf die Zeit, als Gott Erde und Himmel machte, genauer: auf die Zeit, als es weder Mensch, noch Tier und Pflanzen gab, also quasi zum Beginn des vierten Tages des ersten Schöpfungsberichts. Die Erde wird als öde und wüstenartig beschrieben, da ohne Regen und ohne den Menschen, der sich um die Bewässerung und Bebauung des Landes kümmern könnte, keine Vegetation existieren kann. So heißt es in Genesis 2,5: „Es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte.“ Damit ist die Frage der Bestimmung des Menschen beantwortet: Er hat seine Daseinsberechtigung in der Kultivierung des von Gott gegebenen Lebensraumes.
Die Erschaffung des Menschen, ein künstlerisch handwerklicher Akt, wird sehr knapp, nüchtern und ohne Ausschmückungen erzählt. Der Leser bekommt beinahe den Eindruck, als sei die Erschaffung des Menschen „ganz einfach“ gewesen. Auch waren hierfür nicht viele „Zutaten“ notwendig. Gott benutzt die feuchte Erde zum Formen - man denkt hier an eine Art töpfern aus Lehm - und bläst ihm dann den Lebensatem ein, was ihm zu einem lebendigen Wesen macht. Trotz der Knappheit der Beschreibung, stellt man sich bildhaft vor, wie Gott einige Zeit mit der sorgfältigen „Modellierung“ seines „perfekten Menschens“ beschäftigt ist, wodurch die Nüchternheit der Erschaffung seines größten schöpferischen Werkes relativiert wird.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Paradiesgeschichte als Teil der Urgeschichte und Vorstellung der Zielsetzung, Zolas Roman als literarisches Vergleichsobjekt einzubeziehen.
2 DIE BIBLISCHE PARADIESERZÄHLUNG GENESIS 2, 4B – 3,24: Detaillierte exegetische Betrachtung des biblischen Textes, inklusive Entstehungsgeschichte, erzählerischem Aufbau und theologischer Bedeutung.
3 DIE VERARBEITUNG DER PARADIESERZÄHLUNG IN „LA FAUTE DE L’ABBÉ MOURET“: Analyse der Rezeption biblischer Mythen im Naturalismus Émile Zolas und detaillierter Vergleich mit den Ereignissen im Roman.
4 FAZIT: Synthese der Ergebnisse, wobei sowohl die biblische Urgeschichte als auch die Romanhandlung als Darstellungen des menschlichen Lebensweges zwischen Segen, Fluch und Verantwortung resümiert werden.
Genesis, Paradies, Sündenfall, Émile Zola, Naturalismus, Adam und Eva, Erkenntnis, Menschsein, Exegese, Schöpfungsgeschichte, Schuldfrage, Literaturwissenschaft, Biblische Mythologie, Sexualität, Verantwortung.
Die Arbeit analysiert die biblische Erzählung vom Paradies und den Fall des Menschen und setzt diese in Bezug zur literarischen Verarbeitung dieser Thematik in Émile Zolas Roman.
Zentrale Themen sind die Exegese der Genesis 2-3, das Verständnis von Menschsein und Gottesbild sowie die kritische Reflexion des Naturalismus in der Literatur.
Ziel ist es, die Analogien zwischen der biblischen Urgeschichte und der Romanhandlung zu untersuchen und zu zeigen, wie Zola das Paradies-Motiv zur Gesellschaftskritik nutzt.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und exegetische Untersuchung, die textnahe Analyse mit redaktionsgeschichtlichen und kulturhistorischen Ansätzen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auslegung der Genesis-Texte und eine anschließende Analyse von Zolas Roman, wobei besonders der „Paradou“-Garten und die Figuren Serge und Albine betrachtet werden.
Schlüsselbegriffe sind Paradies, Sündenfall, Naturalismus, Erkenntnis, Menschsein und intertextuelle Bezüge.
Zola nutzt das erste Menschenpaar als archetypisches Vorbild für seine Protagonisten Serge und Albine, um die menschliche Natur und soziale Zwänge in einem „modernen Paradies“ zu hinterfragen.
Zola stellt das Zölibat als lebensfeindliche Instanz dar, die im krassen Widerspruch zur natürlichen menschlichen Bestimmung steht, wie sie in der Paradieserzählung angelegt ist.
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