Bachelorarbeit, 2014
62 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Biologische Grundlagen
2.1. Staphylokokken
2.2. Antibiotika
2.3. Resistenz
3. MRSA-begünstigende Faktoren
3.1. Risikogruppen
3.2. Verschreibungsverhalten
4. Relevanz in deutschen Krankenhäusern
4.1. Belastung für den Patienten
4.2. Kosten für Krankenhäuser
4.3. Kosten für Krankenversicherungen und Gesellschaft
5. Mögliche Lösungsansätze
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen übermäßigem Antibiotikaeinsatz und der Entstehung von MRSA-Resistenzen sowie deren ökonomische Auswirkungen auf deutsche Krankenhäuser, Patienten und die Gesellschaft.
2. Biologische Grundlagen
Bei MRSA handelt es sich um Methicillin-resistente-Staphylococcus aureus. Dieser Begriff wird auch heute noch verwendet, ist allerdings als Überbegriff für generell antibiotikaresistente Staphylococcus aureus zu verstehen, da Methicillin heute nicht mehr zur antibiotischen Therapie verwendet wird. Häufig ist auch von multiresistenten Staphylococcus aureus die Rede, was bedeutet, dass eine Resistenz gegen mehr als ein Antibiotikum vorliegt.
Staphylokokken wurden das erste Mal 1874 von dem Chirurg Billroth beschrieben. Es handelt sich hierbei um kugelförmige Bakterien, auch bekannt als Haufenkokken, da sich die Bakterien meistens traubenförmig in Haufen zusammenlagern. Abgeleitet vom griechischen Wort „staphyle“, also „Traube“, folgt daraus die Bezeichnung der „Staphylokokken“. Allerdings können sie sich auch in Tetraden oder Paaren lagern. Insgesamt gibt es über 40 verschiedene Staphylokokken-Spezies, unter anderem Staphylococcus epidermis, der nicht pigmentiert ist und meistens Haut und Schleimhäute kolonisiert. Der wichtigste Erreger unter den Kokken ist jedoch der in dieser Arbeit behandelte Staphylococcus aureus, dem eine große Bedeutung bei nosokomial erworbenen Entzündungen sowie bei Wundinfektionen zukommt.
1. Einführung: Darstellung der gesundheitlichen Bedrohung durch Infektionskrankheiten und die katastrophalen Folgen zunehmender Antibiotikaresistenzen in der EU.
2. Biologische Grundlagen: Erläuterung der Eigenschaften von Staphylokokken, der Wirkungsweise von Antibiotika und den komplexen Mechanismen, durch die Bakterien Resistenzen entwickeln.
3. MRSA-begünstigende Faktoren: Analyse von Risikogruppen für eine MRSA-Besiedlung sowie Untersuchung des ärztlichen Verschreibungsverhaltens im Kontext der Entstehung von Resistenzen.
4. Relevanz in deutschen Krankenhäusern: Detaillierte Untersuchung der direkten, indirekten und intangiblen Kosten von MRSA für Patienten, Krankenhäuser und die Gesellschaft sowie die Problematik der DRG-Abrechnung.
5. Mögliche Lösungsansätze: Diskussion von Präventionsstufen, dem Einsatz von Screening-Strategien und neuen innovativen Ansätzen zur Eindämmung von MRSA.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der MRSA-Problematik und die Notwendigkeit von besserer Aufklärung sowie gezielten Managementmaßnahmen zur Vermeidung einer postantibiotischen Ära.
MRSA, Antibiotikaresistenz, Staphylococcus aureus, nosokomiale Infektionen, Risikogruppen, Screening, Krankheitskosten, DRG-Abrechnung, Hygienemanagement, Prävention, Krankenhaus, Infektionskrankheiten, Antibiotikaeinsatz, Kosten-Nutzen-Analyse, Volkwirtschaftliche Kosten
Die Arbeit behandelt die Zusammenhänge zwischen dem exzessiven Einsatz von Antibiotika und der Entwicklung resistenter Bakterienstämme, insbesondere MRSA, und analysiert die daraus resultierenden medizinischen und finanziellen Konsequenzen für das deutsche Gesundheitssystem.
Zu den Kernbereichen zählen die Biologie von Staphylokokken, die Faktoren, die eine MRSA-Ausbreitung begünstigen, die wirtschaftliche Belastung durch entsprechende Infektionen und mögliche Strategien zur Prävention.
Das Ziel ist es, die Relevanz der MRSA-Problematik darzustellen und aufzuzeigen, wie durch optimiertes Hygienemanagement und gezieltes Screening Infektionsraten und dadurch bedingte Kosten gesenkt werden können.
Es handelt sich um eine freie wissenschaftliche Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien zu Kosten-Nutzen-Aspekten von MRSA-Screening-Programmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die biologischen Grundlagen, die Identifikation von Risikogruppen, das Verschreibungsverhalten von Ärzten sowie eine detaillierte ökonomische Analyse der Kosten von MRSA in Krankenhäusern.
MRSA, Antibiotikaresistenz, nosokomiale Infektionen, Kosten-Nutzen-Analyse, Screening und Hygienemanagement.
Da es keinen spezifischen ICD-Code für MRSA-Infektionen gibt und diese nur als Nebendiagnose geführt werden, decken die DRG-Fallpauschalen die durch Isolation und längere Aufenthaltsdauer verursachten hohen Zusatzkosten oft nicht ab.
Obwohl ein Screening zunächst Kosten für Labor und Personal verursacht, führt es durch die frühzeitige Isolation infizierter Patienten zu signifikanten Einsparungen, da teure nosokomiale Folgeinfektionen und Bettensperrungen vermieden werden können.
Es handelt sich um eine vor allem in Skandinavien angewandte Strategie, die konsequentes Aufnahmescreening, präventive Isolation bei Verdacht und strikte Hygienemaßnahmen kombiniert, um die Übertragung von Erregern zu unterbinden.
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