Bachelorarbeit, 2013
37 Seiten
1. A. Planung eines religiösen Bildungsprozesses nach dem Innsbrucker Planungsmodell/Grundlagen
1.1. Theologisch-didaktische Analyse anhand der vier Perspektiven
1.1.1. Subjektiv biographische Perspektive in Bezug auf die Gruppe
1.1.2. Subjektiv biographische Perspektive auf den Leiter bezogen
1.1.3. Sachlich inhaltlich-symbolische Perspektive
1.1.4. Intersubjektiv kommunikative Perspektive
1.1.5. Kontextperspektive
1.2. Prozessplanung einer konkreten Unterrichtsstunde
1.2.1 Anliegen, welche daraus formuliert werden
1.2.2 Vorüberlegungen zur Erstellung der Unterrichtsplanung
1.2.3 Unterrichtsplanung
2. Beschreibung der Planung und Reflexion des im Team gestalteten Seminarteils
2.1. Theologisch didaktische Orientierung
2.1.1 Subjektiv-biografische Ebene
2.1.2 Sachlich inhaltlich symbolische Ebene
2.1.3 Intersubjektiv kommunikative Ebene
2.1.4. Kontextebene
2.1.5 Anliegen
2.2 Prozess-Planung
2.3. Feedback zur gestalteten Einheit
3. B. Grundlagen des Kompetenzorientierten Unterrichts
3.1. Die Entwicklung des Kompetenzorientierten Unterrichtsmodells
3.2. Kompetenzen und Standards religiöser Bildung
3.3. Religiöse Kompetenz als Globalziel religiöser Erziehung
4. Kritik am Modell des Kompetenzorientierten Unterrichts
4.1. Die Hauptkritikpunkte fassen sich wie folgt zusammen
4.2. Warum kompetenzorientiert unterrichten?
5. Kompetenzorientiertes Planen von Lehr und Lernprozessen
6. Das Planungsmodell des KU v. Gabriele Obst
7. Vergleich der Modelle „Kompetenzorientierter Unterricht und Innsbrucker Planungsmodell
Die Arbeit untersucht und vergleicht das "Innsbrucker Planungsmodell" (basierend auf der Themenzentrierten Interaktion nach Ruth Cohn) mit dem modernen "Kompetenzorientierten Unterrichtsmodell" (nach Gabriele Obst) im Kontext des Religionsunterrichts. Ziel ist es, die spezifischen Stärken beider Ansätze für die Unterrichtsplanung zu ergründen und Möglichkeiten einer sinnvollen Kombination im Schulalltag aufzuzeigen.
1.1.1 Subjektiv biographische Perspektive in Bezug auf die Gruppe
Insgesamt besteht die Gruppe aus 15 Mitgliedern im Alter von 15 bis 16 Jahren, wobei die Klasse ansonsten aus 22 SchülerInnen besteht. (Anmerkung des Verfassers: Im Folgenden werde ich zusammenfassend ggf. die männliche Form „Schüler“ verwenden.) Die vom Unterricht abgemeldeten SchülerInnen bestehen aus vier Schülern türkischer Herkunft, welche dem Islam angehören. Drei weitere SchülerInnen besuchen den Ethikunterricht. Es wird an der Schuler außerhalb des katholischen Unterrichts noch Ethikunterricht angeboten.
Die Klasse besteht aus sieben männlichen und acht weiblichen TeilnehmerInnen und ist in dieser Hinsicht recht ausgeglichen. Drei SchülerInnen sind serbokroatischer Herkunft, römisch-katholischer Ausrichtung und kirchlich sozialisiert. Sie bilden in ihrer kirchlichen Sozialisierung die Ausnahme und wurden von ihren Eltern im Glauben erzogen und besuchen regelmäßig den Gottesdienst, der in serbokroatischer Sprache gehalten wird. Ein Schüler ist afrikanischer Herkunft, seine Eltern stammen aus Ghana. Der Schüler kam als Kleinkind nach Österreich, besuchte dort auch den Kindergarten und die Schule und ist sprachlich nicht von den anderen Schülern zu unterscheiden. Seine Eltern sind römisch-katholisch, der Schüler bekennt sich aber zu keiner Konfession. Eine weitere Schülerin, deren Eltern vor über 10 Jahren aus beruflichen Gründen nach Österreich gezogen sind, ist polnischer Herkunft. Die Schülerin spricht sehr gutes Deutsch und hat nur einen leichten Akzent. Der Rest der Gruppe stammt von österreichischen Eltern, welche in Österreich geboren und aufgewachsen sind. Die Ausnahme ist eine Schülerin, deren Eltern erst kürzlich aus Wien nach Tirol übersiedelt sind. Neun SchülerInnen leben zusammen im Haushalt mit ihren Eltern und Geschwistern. Drei SchülerInnen kommen aus Alleinerzieherhaushalten, wobei eine Schülerin bei ihrem Vater lebt. Drei Schüler leben in so genannten „Patchwork-Familienverbänden“.
1. A. Planung eines religiösen Bildungsprozesses nach dem Innsbrucker Planungsmodell/Grundlagen: Einführung in das TZI-basierte Planungsmodell und dessen Anwendung auf eine konkrete Religionsstunde unter Berücksichtigung der vier Dynamikfaktoren.
2. Beschreibung der Planung und Reflexion des im Team gestalteten Seminarteils: Praktische Reflexion einer im Team erarbeiteten Seminareinheit zu "Methoden der Bibelarbeit" unter Anwendung des Innsbrucker Modells.
3. B. Grundlagen des Kompetenzorientierten Unterrichts: Analyse der Entstehung kompetenzorientierter Modelle als bildungspolitische Antwort auf die PISA-Studie und deren theoretische Fundierung.
4. Kritik am Modell des Kompetenzorientierten Unterrichts: Auseinandersetzung mit der Kritik am kompetenzorientierten Ansatz, insbesondere hinsichtlich der Konfessionalität und der Messbarkeit von Kompetenzen.
5. Kompetenzorientiertes Planen von Lehr und Lernprozessen: Erörterung der Planungsschritte im KU sowie der Bedeutung von Strukturplänen und dem Einsatz von "Advance Organizern".
6. Das Planungsmodell des KU v. Gabriele Obst: Detaillierte Vorstellung des sechsschrittigen Planungsmodells von Gabriele Obst inklusive eines konkreten Anwendungsbeispiels.
7. Vergleich der Modelle „Kompetenzorientierter Unterricht und Innsbrucker Planungsmodell: Kritische Gegenüberstellung beider Ansätze mit dem Vorschlag einer integrierten, alltagstauglichen Kombination.
Religionsdidaktik, Innsbrucker Planungsmodell, Themenzentrierte Interaktion, Kompetenzorientierter Unterricht, Bildungsstandards, Unterrichtsplanung, TZI, Religionsunterricht, Didaktik, Schulpraxis, Kompetenzerwerb, Selbstreguliertes Lernen, Performativer Unterricht, Lernausgangslage, Bildungsziel.
Die Arbeit vergleicht zwei unterschiedliche Ansätze zur Unterrichtsplanung im Religionsunterricht: das Innsbrucker Planungsmodell (TZI) und das kompetenzorientierte Unterrichtsmodell nach Gabriele Obst.
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Strukturierung von Lehrprozessen, der Analyse von Lerngruppen, der Bedeutung von Kompetenzorientierung in modernen Lehrplänen sowie der Rolle der Lehrperson als Organisatorin von Bildungsprozessen.
Das Ziel ist es, die Eigenheiten beider Planungsmodelle herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese für die tägliche Unterrichtsvorbereitung im Religionsunterricht genutzt oder sinnvoll kombiniert werden können.
Der Autor nutzt eine systematische Analyse und Gegenüberstellung von didaktischen Modellen sowie eine praxisorientierte Reflexion eigener Unterrichtsplanungen im Rahmen eines Seminars.
Es werden die theoretischen Grundlagen des TZI-Modells, die Entwicklung der Kompetenzorientierung, die Kritik an Bildungsstandards sowie der detaillierte Prozess der Unterrichtsplanung nach Gabriele Obst erörtert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Religionsdidaktik, TZI, Kompetenzorientierung, Unterrichtsplanung und Performanz geprägt.
Der Advance Organizer dient als hilfreiches "Tool", um Schülern bei komplexen Unterrichtseinheiten Struktur zu geben, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und Vorkenntnisse mit neuen Inhalten zu verknüpfen.
Die Lernausgangslage ist entscheidend, da eine gute Vorbereitung umsonst ist, wenn sie das bisherige Wissen und die individuelle Situation der Schülerinnen und Schüler nicht mit einbezieht.
Der Autor schlägt vor, beide Modelle zu kombinieren: Während das Innsbrucker Modell hilft, die Gruppendynamik zu verstehen, bietet das KU-Modell klare Strukturen für den Kompetenzerwerb, was zu einer alltagstauglicheren Planung führen könnte.
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