Bachelorarbeit, 2013
58 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitende Bemerkungen
2 Empirischer Teil
3 Interkulturelle Kompetenz
3.1 Kultur
3.2 Begriffsbestimmung
3.3 Erwerb interkultureller Kompetenz
3.4 Interkulturelle Kompetenz in der Sozialen Arbeit
4 Ältere Migranten in Deutschland
4.1 Bezug zur Heimat
4.2 Spezielle Bedürfnisse
4.3 Wenige ältere Migranten in deutschen Alteneinrichtungen
5 Transkulturelle Pflege
5.1 Sprache & Kommunikation
5.2 Mögliche Unterschiede im Pflegealltag
5.2.1 Ernährung
5.2.2 Körperpflege
5.3 Aus- & Fortbildung
6 Kultursensible Sterbebegleitung
6.1 Sterben in den Religionen
6.2 Islam
6.3 Hinduismus
6.4 Buddhismus
6.5 Judentum
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Bedürfnisse älterer Migranten im deutschen Altenhilfesystem. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie soziale Einrichtungen durch Interkulturelle Kompetenz, transkulturelle Pflegeansätze und eine kultursensible Sterbebegleitung eine interkulturelle Öffnung erreichen können, um der zunehmenden Heterogenität der alternden Bevölkerung gerecht zu werden.
5.1 Sprache und Kommunikation
In einer interkulturellen Kommunikation kommt es selten vor, dass beide Beteiligten sich innerhalb ihrer Muttersprache verständigen können, meistens spricht mindestens einer der beiden eine gelernte Sprache, oder es wird sich auf einer Sprache verständigt, die beide gelernt haben. Es besteht ein Ungleichgewicht, wenn sich einer der Beteiligten mit der Muttersprache ausdrücken kann und der andere sich mit einer gelernten Sprache verständigt. Denn bei der gelernten Sprache wird es dem Teilnehmenden der Kommunikation nie in dem Maße gelingen genau das auszudrücken was er mitteilen möchte, wie es mit der Muttersprache möglich wäre (Knapp 2008, S. 85).
Ein nicht zu unterschätzendes Problem sind nach Kauth-Kokshoorn mangelnde Deutschkenntnisse, obwohl die Migranten oft jahrzehntelang in Deutschland gelebt haben. Da die meisten Migranten Deutsch am Arbeitsplatz gelernt haben, gilt dies vor allem für weibliche Migranten. Deutschkenntnisse, die über die Arbeitssituation wichtig gewesen wäre, fehlen oftmals. Dies liegt daran, dass die meisten weiblichen Migranten die Hausfrauentätigkeit übernommen haben. Zusätzlich wird mit ausländischen Mitarbeitern nach Meinung von Kauth-Kokshoorn kein richtiges Deutsch gesprochen, sondern stark vereinfacht. Sprachkurse, deren Finanzierung von den Kommunen oder von dem Sprachverband für ausländische Arbeitnehmer abhängt, waren und sind meistens schnell ausgebucht und können nicht allen Interessenten einen Platz bieten.
1 Einleitende Bemerkungen: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Relevanz der Thematik für die Soziale Arbeit sowie den gewählten methodischen Rahmen.
2 Empirischer Teil: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen mittels Experteninterviews bei Leitungen von Alteneinrichtungen und die Anwendung der Grounded Theory zur Auswertung.
3 Interkulturelle Kompetenz: Es erfolgt eine theoretische Aufarbeitung des Kulturbegriffs und der interkulturellen Kompetenz, deren Erwerb sowie deren Stellenwert innerhalb der Sozialen Arbeit.
4 Ältere Migranten in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet die demografische Entwicklung, den Heimatbezug sowie die spezifischen Bedürfnisse und Zugangshürden älterer Migranten in der Altenhilfe.
5 Transkulturelle Pflege: Hier werden Ansätze für einen kultursensiblen Pflegealltag thematisiert, insbesondere in Bezug auf Kommunikation, Ernährung, Körperpflege sowie Aus- und Fortbildung.
6 Kultursensible Sterbebegleitung: Dieses Kapitel untersucht die Begleitung von Sterbenden und Hinterbliebenen unter Einbeziehung religiöser Rituale und Vorstellungen im Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Thema der kultursensiblen Altenpflege in der Praxis stärker zu verankern.
Altenpflege, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Soziale Arbeit, Transkulturelle Pflege, Kultursensible Pflege, Sterbebegleitung, Religion, Ernährung, Kommunikation, Pflegealltag, Integration, Experteninterview, Grounded Theory, Diversität.
Die Arbeit behandelt die Bedürfnisse von älteren Menschen mit Migrationshintergrund im Kontext des deutschen Altenhilfesystems.
Die zentralen Felder sind Interkulturelle Kompetenz, transkulturelle Pflegeansätze und die Bedeutung von Kultursensibilität bei der Sterbebegleitung.
Das Ziel ist es, auf Defizite in Alteneinrichtungen hinzuweisen und Strategien für eine interkulturelle Öffnung zu identifizieren, um eine bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen.
Die Verfasserin führte Experteninterviews mit Leitungspersonen von Altenheimen und pflegenden Diensten durch, die mithilfe der Grounded Theory ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der interkulturellen Kompetenz, eine Analyse der Zielgruppe der älteren Migranten sowie praktische Ansätze für den Pflegealltag und die Sterbebegleitung.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Altenpflege, Migration, Interkulturelle Kompetenz, transkulturelle Pflege und Kultursensibilität.
Mangelnde Deutschkenntnisse, die besonders bei Migranten der ersten Generation oder bei weiblichen Migranten häufig auftreten, erschweren den Zugang zu Informationen und die Kommunikation im Pflegealltag erheblich.
Die Religion prägt die Rituale und Vorstellungen von Leben, Tod und Bestattung maßgeblich. Eine kultursensible Sterbebegleitung muss daher die individuellen religiösen Bedürfnisse und Bräuche kennen und respektieren.
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