Bachelorarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Empirie
3 Gründe für den „Ressourcenfluch“
3.1 „Holländische Krankheit“
3.2 Rent-Seeking
3.3 Falscher Einsatz der Ressourcenerlöse
3.4 Exzessive Ausgaben
4 Ramsey- Modell
4.1 Haushaltssektor
4.2 Unternehmenssektor
4.3 Gleichgewicht
4.4 Steady State
4.5 Phasendiagramm
4.6 Verhalten der Sparquote
5 Modell von RODRÍGUEZ und SACHS
5.1 Modell
5.2 Steady State
5.3 Konvergenz zum Steady State
6 Afrika: Wirtschaftliche Verwendung der Rohstoffe am Länderbeispiel
6.1 Afrikas Rohstoffvorkommen
6.2 Nigeria
6.3 Botswana
7 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht das ökonomische Paradoxon, warum rohstoffreiche Staaten häufig ein langsameres Wirtschaftswachstum aufweisen als ressourcenarme Länder, und analysiert mittels wachstumstheoretischer Modelle die Ursachen für dieses Phänomen.
3.1 „Holländische Krankheit“
Ressourcenreiche Länder tendieren zur Überbewertung ihrer Währung:
Erlebt eine Volkswirtschaft einen Ressourcenboom, so ist damit ein Anstieg ihrer Ressourcenexporte verbunden, was wiederum eine Erhöhung des realen Wechselkurs (oder der realen Löhne) zur Folge hat. Der Export von anderen Gütern wird dadurch erschwert. Die Überbewertung der Wechselkurse ist eines der Symptome der sogenannten „Holländischen Krankheit“. Der Name stammt aus den späten 1950ern und frühen 1960er Jahren, als Holland große Gasvorkommen entdeckte und im Anschluss dessen, zumindest kurzzeitig, einen Rückgang der Exporte von Industrie- und Dienstleistungsgütern zu verzeichnen hatte.
Der Reichtum an natürlichen Ressourcen bringt oft Konjunkturschwankungen mit sich, denn der Preis und das Angebot für Rohstoffe schwanken häufig am Weltmarkt. Die unbeständigen Exporterlöse lösen Wechselkursschwankungen aus, welche sich ebenfalls negativ auf die Exportgüter und andere Handelsgeschäfte, wie z.B. ausländische Investitionen, auswirken.
1 Einleitung: Stellt die Problematik des Ressourcenfluchs in Afrika vor und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand von Wachstumsmodellen.
2 Empirie: Belegt durch Regressionen von Sachs und Warner die negative Korrelation zwischen Rohstoffreichtum und Wirtschaftswachstum.
3 Gründe für den „Ressourcenfluch“: Erläutert theoretische Mechanismen wie die Überbewertung der Währung, Korruption und ineffiziente Ausgabenpolitik.
4 Ramsey- Modell: Herleitung der neoklassischen Wohlfahrtsmaximierung als theoretisches Fundament der Arbeit.
5 Modell von RODRÍGUEZ und SACHS: Erweiterung des Standardmodells um die Variable Ressourcenvorkommen zur Erklärung des Überschießens des Steady States.
6 Afrika: Wirtschaftliche Verwendung der Rohstoffe am Länderbeispiel: Vergleicht die wirtschaftliche Entwicklung Nigerias und Botswanas unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Rohstoffpolitik.
7 Schlussbemerkung: Resümiert, dass vor allem die Qualität der Institutionen über den Erfolg bei der Nutzung natürlicher Ressourcen entscheidet.
Ressourcenfluch, Holländische Krankheit, Wirtschaftswachstum, Ramsey-Modell, Rohstoffe, Nigeria, Botswana, Rent-Seeking, Kapitalakkumulation, Steady State, Diversifikation, Good Governance, Institutionen, BIP, Investitionen.
Die Arbeit analysiert, warum rohstoffreiche Länder in Afrika oft eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung aufweisen als ressourcenarme Länder, obwohl der Rohstoffreichtum theoretisch Wohlstand fördern sollte.
Sie behandelt empirische Wachstumsstudien, theoretische Erklärungsmodelle für den sogenannten „Ressourcenfluch“ und vergleicht spezifisch die unterschiedlichen Pfade der wirtschaftlichen Entwicklung in Nigeria und Botswana.
Das Ziel ist es, wachstumstheoretisch zu erklären, wieso ressourcenreiche Staaten langsamer wachsen, und aufzuzeigen, wie politisches Handeln den Ausgang dieses Prozesses beeinflusst.
Die Arbeit kombiniert eine empirische Analyse bestehender Studien mit einer wachstumstheoretischen Herleitung, insbesondere durch die Anwendung und Erweiterung des Ramsey-Modells sowie durch eine vergleichende Länderanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch das Ramsey-Modell, die Erweiterung durch Rodríguez und Sachs sowie eine detaillierte Fallstudie zu den gegensätzlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in Nigeria und Botswana.
Ressourcenfluch, Wachstumsmodelle, Institutionelle Qualität, Diversifikation und Wirtschaftsvergleich sind prägende Begriffe dieser Arbeit.
Das Ramsey-Modell dient als Standardmodell zur Wohlfahrtsmaximierung, auf dem die komplexere Modellierung der Ressourcenerschöpfung durch Rodríguez und Sachs aufbaut.
Während Nigeria durch Korruption und mangelnde Diversifikation als Beispiel für den Ressourcenfluch dient, wird Botswana aufgrund seiner verantwortungsvollen Investitionspolitik und stabilen Institutionen als positives Beispiel für erfolgreiches Ressourcenmanagement hervorgehoben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

