Examensarbeit, 2009
57 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0. VORBEMERKUNG
1. PLANUNG
1. 1. ANMERKUNG ZUR SACHE
1. 1. 1. HEIMAT UND IDENTITÄT
1. 1. 2. DIE FIGUR SAMUEL
1. 2. DARSTELLUNG DER VORAUSSETZUNGEN
1. 2. 1. ALLGEMEINE LERNGRUPPENBESCHREIBUNG
1. 2. 2. LERNSTANDSANALYSE – UNTERSUCHUNGSDESIGN
1. 2. 3. AUSWERTUNG DER LERNSTANDSANALYSE
1. 2. 4. ERGEBNISSE DER LERNSTANDSANALYSE
1. 3. UNTERRICHTSZUSAMMENHANG
1. 4. DIDAKTISCHE ANALYSE
1. 4. 1. LEGITIMATION
1. 4. 2. REDUKTION UND SCHWERPUNKTSETZUNG
1. 4. 2. 1. HANDLUNGS- UND PRODUKTIONSORIENTIERUNG ALS DIDAKTISCHER ANSATZ
1. 4. 3. LERNSTRUKTUR
1. 4. 3. 1. ERGEBNISSE DER VORENTLASTUNG
1. 4. 3. 2. STUNDE 1: ERARBEITUNG DER PERSPEKTIVEN
1. 4. 3. 3. STUNDE 2: ERSTELLEN EINES IDENTITÄTSPROFILS
1. 4. 3. 4. STUNDE 3: ÜBERSCHNEIDUNGSBEREICHE IM IDENTITÄTSPROFIL
1. 4. 3. 5. STUNDE 4: AUSBLICK – KONSTRUKTION DES WEITEREN LEBENSWEGES
1. 5. LERNZIELE
1. 5. 1. LERNZIELE ZU STUNDE 1
1. 5. 2. LERNZIELE ZU STUNDE 2
1. 5. 3. LERNZIELE ZU STUNDE 3
1. 5. 4. LERNZIELE ZU STUNDE 4
1. 6. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
1. 6. 1. SCHREIBEN (ERGÄNZEN)
1. 6. 2. VISUALISIEREN (ÜBERSETZEN)
1. 7. VERLAUFSPLANUNG
2. DURCHFÜHRUNG
2. 1. DURCHFÜHRUNG DER STUNDE 1
2. 2. DURCHFÜHRUNG DER STUNDE 2
2. 3. DURCHFÜHRUNG DER ZUSATZSTUNDE
2. 4. DURCHFÜHRUNG DER STUNDE 3
2. 5. DURCHFÜHRUNG DER STUNDE 4
3. REFLEXION
3. 1. ÜBERPRÜFUNG DER SCHWERPUNKTSETZUNG AUF FUNKTIONALITÄT
3. 1. 1. ERHEBUNG EINER LERNSTANDSANALYSE
3. 1. 2. FIGURENANALYSE AM BEISPIEL SAMUEL
3. 1. 3. ERSTELLEN EINES IDENTITÄTSPROFILS
3. 1. 4. HANDLUNGS- UND PRODUKTIONSORIENTIERUNG
3. 2. ÜBERPRÜFUNG DER ANTIZIPATION
3. 2. 1. ZEITPLANUNG
3. 2. 2. UNTERRICHTSSPRACHE
3. 3. SICHERUNG
3. 4. FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung des Romans „Räuberhände“ von Finn-Ole Heinrich für die Erarbeitung des Themas Identitätsfindung im 11. Jahrgang des Gymnasiums durch eine strukturierte Planung, Durchführung und Reflexion der Unterrichtsstunden zu untersuchen. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, wie durch handlungs- und produktionsorientierte Ansätze die Identitätsentwicklung am Beispiel der Romanfigur Samuel exemplarisch erarbeitet und reflektiert werden kann.
1. 1. 1. HEIMAT UND IDENTITÄT
Der Begriff Identität ist in nach Oerter und Montada im allgemeinen Sinn die „einzigartige Kombination von persönlichen, unverwechselbaren Daten des Individuums wie Name, Alter, Geschlecht, Beruf, durch welche das Individuum gekennzeichnet ist und von allen anderen Personen unterschieden werden kann.“ In diesen Daten findet sich auch der Aspekt der Heimat, der eine lokale und eine emotionale Dimension besitzt. Die lokale Dimension bezieht sich auf einen Raum im weitesten Sinne (Gegend, Land, Nation, Sprache, Religion), die emotionale Dimension rekurriert auf die Identifikation mit diesem Raum. Da sich der Aspekt in seiner lokalen Dimension in die persönlichen Daten integrieren und sich seine emotionale Dimension durch die im folgenden Abschnitt beschriebene Selbstwahrnehmung erklären lässt, ist die Integrierung in den Aspekt Identität sinnvoll.
Die oben beschriebene Auffassung von Identität bleibt sehr allgemein, die psychologische Definition fasst dies unter den Begriff der „einzigartigen Persönlichkeitsstruktur“, die um die Wahrnehmungsperspektiven der Fremdwahrnehmung (Wie sehen mich andere?) sowie das eigene Verständnis für „das, was man ist bzw. sein will“ als Ist-Soll-Diskrepanz in Form der Selbstwahrnehmung erweitert wird. Die Diskrepanz von Ist und Soll stellt die Grundlage für die Dynamik der Identitätsbildung dar: Durch das Streben des Individuums, den Ist- dem Sollzustand anzunähern, kommt es zur Entwicklung. Das nach außen sichtbare Moment dieses Strebens nach Ausgleich der Diskrepanz der beiden Zustände stellt die Selbstdarstellung dar. Das Individuum hat die Möglichkeit, Aspekte des Sollzustands in seiner Außenwirkung zu betonen, um die innere Entwicklung anzutreiben.
0. VORBEMERKUNG: Einführung in das Thema Identität und Heimat am Beispiel der Figur Samuel in Finn-Ole Heinrichs Roman „Räuberhände“ sowie Darlegung des dreiteiligen Aufbaus der Arbeit.
1. PLANUNG: Detaillierte didaktische Planung des Unterrichts, basierend auf der Lernstandsanalyse der Lerngruppe, der legitimitätsorientierten didaktischen Analyse und der geplanten Lernstruktur.
2. DURCHFÜHRUNG: Dokumentation der praktischen Umsetzung der vier Unterrichtsstunden, einschließlich der Beobachtungen zur Umsetzung der geplanten Methoden und der Interaktion mit der Lerngruppe.
3. REFLEXION: Kritische Analyse und Bewertung der Planung und Durchführung unter Berücksichtigung von Kriterien wie Zeitplanung, Unterrichtssprache und dem erreichten Lernzuwachs.
Identität, Heimat, Identitätsfindung, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Selbstdarstellung, Räuberhände, Finn-Ole Heinrich, handlungsorientierter Literaturunterricht, Figurenanalyse, Adoleszenz, Identitätsprofil, Unterrichtsplanung, Lernstandsanalyse, Perspektivübernahme
Die Arbeit behandelt die unterrichtspraktische Auseinandersetzung mit den Themen Identität und Heimat anhand der Figur Samuel aus dem Roman „Räuberhände“ im 11. Jahrgang eines Gymnasiums.
Zentral sind die theoretische Fundierung des Identitätsbegriffs, die Anwendung von psychologischen Sachinformationen zur Figurenanalyse und die schülerorientierte Unterrichtsgestaltung.
Das Ziel ist die Horizonterweiterung und Empathiebildung durch Perspektivübernahme, indem die Schülerinnen und Schüler ein Identitätsprofil der Romanfigur Samuel erarbeiten und dieses reflektieren.
Es werden Ansätze der Handlungs- und Produktionsorientierung genutzt, ergänzt durch eine qualitative Auswertung von Mind Maps zur Lernstandsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische Planung, die Beschreibung der Durchführung in der Praxis sowie eine abschließende Reflexion der Stunden.
Schlüsselbegriffe sind Identitätsbildung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Prozesshaftigkeit der Identität, handlungsorientierter Literaturunterricht und Romananalyse.
Die Schüler nutzen die „dunklen Flecken“ als Metapher für körperlich manifestierte Anzeichen innerer seelischer Stimmungen und ordnen diese in ein Identitätsprofil der Figur Samuel ein.
Da die Figur Samuel aus der Sicht Janiks beschrieben wird, stellt die Identitätsfindung für die Schüler eine Herausforderung dar, da kein direkter Zugriff auf Samuels innere Gedankenwelt gegeben ist.
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