Diplomarbeit, 2014
133 Seiten
1. Einleitung
1.1. Fragestellung und Thesen
1.2. Begriffsdefinitionen
1.2.1. Bedingungsloses Grundeinkommen
1.2.2. Sozialgeldtransfers
2. Das bedingungslose Grundeinkommen
2.1. Geschichte
2.1.1. Thomas Morus und Juan Luis Vives
2.1.2. Thomas Paine
2.1.3. Charles Fourier und Joseph Charlier
2.1.4. Josef Popper-Lynkeus
2.1.5. Erich Fromm
2.1.6. Zusammenfassung
2.1.7. Jüngere Entwicklung
2.2. AkteurInnen
2.3. Finanzierung
3. Entwicklungspolitik
3.1. Definitionen zu Entwicklungspolitik
3.1.1. Entwicklung und Entwicklungsländer
3.1.2. Entwicklungspolitik
3.1.3. Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit
3.2. Geschichte der Entwicklungspolitik
3.2. Ziele der Entwicklungspolitik
3.3. Kritik an der Entwicklungspolitik
4. Fallbeispiele – Ansätze für ein (bedingungsloses) Grundeinkommen im globalen Süden
4.1. Brasilien
4.2. Namibia
5. Chancen und Risiken eines bedingungslosen Grundeinkommens im den Ländern des globalen Südens
5.1. Das bedingungslose Grundeinkommen als entwicklungspolitischer Ansatz
5.2. Problemfelder bei der Implementierung
5.3. Kritik am bedingungslosen Grundeinkommen
5.4. Argumente für ein bedingungsloses Grundeinkommen
5.4.1. Gerechtigkeit
5.4.2. Demokratie
5.4.3. Stärkung der Rolle der Frau
5.4.4. Ökologie
5.4.5. Ökonomie
5.5. Bedingungsloses Grundeinkommen versus Conditional Cash Transfers
5.6. Auswirkungen auf die Länder des globalen Südens
6. Conclusio
Die Arbeit untersucht das bedingungslose Grundeinkommen als entwicklungspolitischen Ansatz zur Armutsbekämpfung in den Ländern des globalen Südens. Dabei wird analysiert, inwiefern ein solcher Transfer eine Verbesserung der Lebenssituation der Menschen erreichen kann und ob er eine effektive Alternative zur klassischen Entwicklungszusammenarbeit darstellt.
1.2.1. Bedingungsloses Grundeinkommen
Das bedingungslose Grundeinkommen wird in zahlreichen Ländern und von verschiedenen Personen und Gruppierungen diskutiert, befürwortet und kritisiert. Unter anderem sind die folgenden Begriffe im Sprachgebrauch vorzufinden: allgemeines Grundeinkommen, garantiertes Grundeinkommen, emanzipatorisches Grundeinkommen, solidarisches Bürgergeld, Basic Income, Basic Income Grant, Basic Income Guarantee, State Bonus, Citizens‘s Wage, Citizen’s Basic Income, National Dividend, Universal Grant, Universal Income sowie Universal Benefit. In dieser Diplomarbeit werden die Bezeichnungen bedingungsloses Grundeinkommen sowie Grundeinkommen bevorzugt. Es gilt festzuhalten, dass es unterschiedliche Definitionen und Modelle3 gibt, die von den jeweiligen AutorInnen und VertreterInnen abhängig sind.
Versuchen wir uns einer Definition des bedingungslosen Grundeinkommens anzunähern. Van Parijs spricht kurz und prägnant vom Grundeinkommen wie folgt: „It is a beautifully, disarmingly simple idea.” (Van Parijs 1992: 3). Vermutlich gibt es kaum eine Idee zur emanzipatorischen Umgestaltung der Gesellschaft, die sich so klar und einfach darstellen lässt. Der Grundsatz ist bereits im Namen enthalten: Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist nicht an Bedingungen geknüpft. Dabei erfolgt die Auszahlung allgemein, existenzsichernd und personenbezogen. Es gibt für die Auszahlung des bedingungslosen Grundeinkommens keine zu erfüllenden Bedingungen hinsichtlich Geschlecht, Einkommen, Bereitschaft zur Lohnarbeit, Höhe des Eigentums sowie StaatsbürgerInnenschaft (vgl. Reitter 2012: 6).
Beim bedingungslosen Grundeinkommen handelt es sich demzufolge „um ein Einkommen, das von einem politischen Gemeinwesen an alle seine Mitglieder individuell, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Gegenleistung ausgezahlt wird.“ (Vanderborght/Van Parijs 2005: 37). Dabei ist nach Füllsack (2002: 99) ein „wesentlicher Zug des Grundeinkommens […], dass es eben ein Grundeinkommen darstellt, eine Einkommensbasis also, die im Idealfall schon ausreichen sollte, um ein menschenwürdiges, und das heißt, ein im jeweiligen kulturellen Kontext als menschenwürdig angesehenes Dasein zu führen.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein und formuliert die Forschungsfrage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen als entwicklungspolitischer Ansatz zur Armutsbekämpfung dienen kann.
2. Das bedingungslose Grundeinkommen: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung, die Vordenker sowie die verschiedenen Akteure und Finanzierungsmodelle des Grundeinkommens.
3. Entwicklungspolitik: Hier werden Definitionen der Entwicklungspolitik dargelegt, ihre historische Entwicklung nachgezeichnet und die Kritik an der bisherigen Entwicklungszusammenarbeit thematisiert.
4. Fallbeispiele – Ansätze für ein (bedingungsloses) Grundeinkommen im globalen Süden: Es werden konkrete Praxisbeispiele und Pilotprojekte in Brasilien und Namibia analysiert.
5. Chancen und Risiken eines bedingungslosen Grundeinkommens im den Ländern des globalen Südens: Das Kapitel abwägt die theoretischen und praktischen Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche ab.
6. Conclusio: Abschließend wird ein Fazit gezogen, inwiefern das bedingungslose Grundeinkommen eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative in der globalen Entwicklungspolitik darstellt.
Bedingungsloses Grundeinkommen, Entwicklungspolitik, Armutsbekämpfung, Sozialgeldtransfers, Globaler Süden, Existenzsicherung, Entwicklungszusammenarbeit, Umverteilung, Bedingungslosigkeit, Millennium Development Goals, Finanzierbarkeit, Soziale Gerechtigkeit, Empowerment, Empowerment der Frau, Nachhaltigkeit.
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens in einem entwicklungspolitischen Kontext, insbesondere mit Blick auf die Anwendung in Ländern des globalen Südens.
Die Arbeit verknüpft die Debatte über ein Grundeinkommen mit klassischen entwicklungspolitischen Strategien, analysiert die Geschichte beider Felder und evaluiert Chancen und Risiken durch konkrete Fallbeispiele.
Die zentrale Frage ist, inwieweit sich das bedingungslose Grundeinkommen in den Ländern des globalen Südens als Instrument zur Armutsbekämpfung und Verbesserung der Lebensbedingungen eignet.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Pilotprojekten basiert.
Im Hauptteil werden geschichtliche Hintergründe, Finanzierungsmodelle, die Kritik an bestehender Entwicklungspolitik sowie die spezifischen Auswirkungen und Implementierungsprobleme des Grundeinkommens untersucht.
Zentrale Begriffe sind neben dem bedingungslosen Grundeinkommen die Armutsbekämpfung, die Entwicklungszusammenarbeit, soziale Gerechtigkeit sowie die Finanzierbarkeit durch Transferleistungen.
Die Arbeit argumentiert, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen die Verhandlungsposition von Frauen innerhalb der Familie und Gesellschaft stärken kann, da es ihnen eine finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht.
Die Projekte werden als erfolgreiche Beispiele für Armutsminderung und Anreiz für ökonomische Aktivität hervorgehoben, wobei auch die strukturellen Herausforderungen bei der Umsetzung und Finanzierung nicht verschwiegen werden.
Nein, der Autor betont, dass ein Grundeinkommen in einen breiteren entwicklungspolitischen Maßnahmenkatalog eingebettet sein muss, der auch Bildung, Infrastruktur und Gesundheit umfasst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

