Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 2,0
1. Begriffsdefinition des zweiten Arbeitsmarktes
1.1 Legitimation des zweiten Arbeitsmarktes
1.1.1 Die ökonomische Legitimation des zweiten Arbeitsmarktes
1.1.2 Die soziale Legitimation des zweiten Arbeitsmarktes
1.1.3 Die politische Legitimation des zweiten Arbeitsmarktes
1.1.4 Motive und Ziele
2. Aktive Arbeitsmarktpolitik
2.1 Entwicklung der Arbeitsförderung in Deutschland
2.1.1 Von der ersten Arbeitslosenversicherung (AVAVG) 1927 zum AFG
2.1.2 Arbeitsmarktpolitische Instrumente nach der Wiedervereinigung
2.1.3 Von der aktiven zu einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik
2.1.4 Arbeitsmarktinstrumente der Hartz-Reform
3. Arbeitsmarktpolitische Instrumente im Vergleich
3.1 Ziele der Maßnahmen geförderter Beschäftigung
3.2 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen versus Arbeitsgelegenheiten
3.2.1 Die Maßnahmen im direkten Vergleich
4. Forderung eines sozialen Arbeitsmarktes
4.1 Forderungen des DGB
4.2 Gesetzinitiativen der Parteien SPD und Bündnis 90/ Die Grünen
4.3 Gesetzentwurf der Fraktion Die Linke
4.4 Voraussetzungen für öffentlich geförderte Beschäftigung
4.4.1 Kostenrahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung
4.5 Kontrolle der Arbeitsmarktwirkungen
5. Casemanagement in der Beschäftigungsförderung
5.1 Selektive Wirkungen in der Beschäftigungsförderung
5.2 Die Beratungspraxis im Jobcenter
Die vorliegende Arbeit untersucht den Paradigmenwechsel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik hin zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik und analysiert die Rolle des öffentlich geförderten Beschäftigungssektors als Instrument zur Integration von Langzeitarbeitslosen.
3.2.1 Die Maßnahmen im direkten Vergleich
Verglichen wurden die drei Beschäftigungsmaßnahmen Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante, Arbeitsgelegenheit in der Mehraufwandsvariante und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Ziel der Untersuchungen war es, zu ermitteln, ob eine der Maßnahmen eine bessere Alternative für die TeilnehmerInnen gewesen wäre. Es wurden TeilnehmerInnen untersucht, die jeweils im Frühsommer 2005 eine der drei Maßnahmen begannen und je Fall und Maßnahme bis 2008 beendet waren. Überprüft wurde diese These der höheren Lock-in-Effekte während der Maßnahme. Möglich wurde dies, indem die TeilnehmerInnen der Maßnahmen mit über 850 Euro Einkommen mit den Effekten der darunter liegenden Teilnehmern verglichen wurden. Hier zeigte sich kein signifikanter Unterschied (Hohmeyer/Wolff 2010 S.24). Nach acht Monaten führt die AGH in der Entgeltvariante jedoch zu deutlich höheren Beschäftigungschancen als die AGH (MAE). Bei TeilnehmerInnen von ABM zeigt sich dieser Effekt nach zwölf Monaten. Die Mehraufwandsentschädigung als Variante der AGH wäre somit eine schlechtere Alternative für die TeilnehmerInnen anderer Maßnahmen. Betrachtet man die Zahlen, wie viele der Personen sich nach Beginn der Maßnahme in regulärer Beschäftigung befanden, ergeben sich ähnliche Ergebnisse: Die AGH in der Mehraufwandsvariante kommt zu den schlechtesten Ergebnissen.
1. Begriffsdefinition des zweiten Arbeitsmarktes: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Unschärfe des Begriffs und beleuchtet die ökonomische, soziale sowie politische Legitimation für die Existenz eines öffentlich geförderten Sektors.
2. Aktive Arbeitsmarktpolitik: Der Abschnitt skizziert den Wandel der deutschen Arbeitsmarktinstrumente von den Anfängen der Arbeitslosenversicherung bis zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik unter den Hartz-Gesetzen.
3. Arbeitsmarktpolitische Instrumente im Vergleich: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten hinsichtlich ihrer Wirkungsweise und Erfolgsaussichten für die Teilnehmer.
4. Forderung eines sozialen Arbeitsmarktes: Hier werden verschiedene politische Ansätze und Anforderungen von Gewerkschaften und Parteien an einen sozialen Arbeitsmarkt sowie Fragen der Finanzierung und Kontrolle diskutiert.
5. Casemanagement in der Beschäftigungsförderung: Das Kapitel befasst sich mit der Methode des Casemanagements im Jobcenter und den daraus resultierenden selektiven Effekten in der Beratungspraxis.
Zweiter Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsförderung, Hartz-Reformen, Langzeitarbeitslosigkeit, Aktivierung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Casemanagement, soziale Legitimation, Beschäftigungsförderung, Jobcenter, Förderinstrumente, Arbeitsmarktintegration.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung und Entwicklung des öffentlich geförderten Beschäftigungssektors innerhalb der deutschen Arbeitsmarktpolitik und untersucht den Wandel der zugrunde liegenden Paradigmen.
Zu den Schwerpunkten gehören die Legitimation des zweiten Arbeitsmarktes, der Wandel von der aktiven zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik, der Instrumentenvergleich sowie die Rolle des Casemanagements.
Das Ziel ist es, den Paradigmenwechsel im Umgang mit Arbeitslosigkeit zu verdeutlichen und kritisch zu hinterfragen, wie Instrumente des zweiten Arbeitsmarktes zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung bestehender Evaluationsstudien zu den Wirkungen verschiedener arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung ab 1927, vergleicht spezifische Instrumente wie ABM und AGH und diskutiert die Forderungen verschiedener politischer Akteure nach einem sozialen Arbeitsmarkt.
Zentral sind Begriffe wie Arbeitsmarktpolitik, Aktivierung, Langzeitarbeitslosigkeit, Casemanagement und der Vergleich zwischen verschiedenen Förderinstrumenten.
Der Lock-in-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Teilnehmer während einer Maßnahme ihre Suchaktivitäten am regulären Arbeitsmarkt reduzieren, was die unmittelbare Beschäftigungswahrscheinlichkeit negativ beeinflussen kann.
Der Autor weist darauf hin, dass Casemanagement zwar als innovative Methode gilt, aber auch Risiken wie die Selektion von Klienten („Creaming“) und eine einseitige Fokussierung auf Disziplinierung statt auf individuelle Unterstützung mit sich bringen kann.
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