Masterarbeit, 2014
90 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Eine Chronik der Weltwirtschaftskrisen
2.2 Das Geldsystem im Überblick
2.2.1 Kurze Geschichte des Geldes
2.2.2 Auswirkungen unseres Geldsystems
2.3 Außenhandel und Globalisierung
2.3.1 Quo vadis – Globalisierung und Freihandel
2.3.2 Exportnation Deutschland
3. Die Europäische Finanzkrise und Alternativen
3.1 Verlauf und Schwerpunktanalyse
3.2 Optimierung des Status Quo
3.2.1 Begrenzung außereuropäischer Einflussnahme
3.2.2 Möglichkeiten der Schuldentilgung
3.2.3 Währungsspezifische Veränderungen
3.2.4 Die Bankbilanz als Krisenindikator
3.2.5 Insolvenzordnung für Staaten
3.2.6 Steuerliche Veränderungen
3.2.7 Bankenunion
3.3 Philosophische Systemkritik
3.3.1 Beitrag der Wirtschaftsphilosophie
3.3.2 Freiwirtschaft nach Silvio Gesell
4. Schluss
4.1 Übersicht der wichtigsten Ergebnisse
4.2 Kritische Reflexion und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung und Schaffung des Geldes zu erläutern und die europäische Finanzkrise zu beleuchten, wobei grundlegende Sachverhalte wie das zinsbasierte Geldsystem skeptisch hinterfragt werden. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche fundamentalen Probleme im bestehenden Wirtschaftssystem liegen und welche Alternativen zur Optimierung des Zustands beitragen können.
2.1 Eine Chronik der Weltwirtschaftskrisen
Bereits 1857 kam es zur ersten von bisher vier Weltwirtschaftskrisen. Armut, Arbeitslosigkeit und Pleite trafen die Bevölkerung schwer. Banken in den USA mussten geschlossen werden, in Großbritannien mehrere Handelshäuser Konkurs anmelden. Nach einem halben Jahrhundert Industrialisierung merkten die Menschen, welche Interdependenzen zwischen den Kontinenten herrschten. Bis nach Chile, Indonesien und Indien waren die Auswirkungen der Krise zu spüren. Ganz besonders hart traf es Hamburgs Kaufleute, da sich in den Speichern des Hafens unverkäuflich gewordene Handelswaren wie beispielsweise Kaffee, Zucker und Getreide im Wert von 500 Millionen Mark befanden.
Ihren Anfang nahm die Krise in Russland. 1856 kehrten die russischen Bauern auf den europäischen Markt zurück, als der Krimkrieg ein Ende fand. Somit konnte die amerikanischen Farmer ihr Weizen, welches sie von 1853 bis 1856 an Europa geliefert hatten, nicht mehr absetzen. Sie blieben schlichtweg auf ihrer Ernte sitzen und der Preis brach infolgedessen ein. Auslöser der Krise war der Konkurs der Ohio Life and Trust Company, welche sich beim Handel mit Anleihen für zweifelhafte Eisenbahnprojekte verspekuliert hatte.
1876 breitet sich eine Weltwirtschaftskrise zum zweiten Mal beachtlich schnell über den Globus aus. Über Budapest, Wien und Philadelphia hat sie Deutschland erreicht. Die Aktienkurse fielen in nur kurzer Zeit um 44 Prozent im Durchschnitt. Über 18.000 Unternehmen in den USA müssen Konkurs anmelden und insbesondere der Eisenbahnbau geriet ins Stocken, der das Rückgrat der Industrialisierung bildete. Als Grund für die Krise lassen sich zwei Brandherde ausmachen. Der Aufschwung in den USA, welcher durch das Ende des Bürgerkrieges ausgelöst worden ist, geht zu Ende. Auf der anderen Seite haben unter anderem die französischen Reparationszahlungen nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 Börsenspekulationen angeheizt, bis 1873 diese Spekulationsblase platzt.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globalen Auswirkungen der Finanzkrise ab 2007 und stellt die Forschungsfrage nach den zugrundeliegenden systemischen Problemen im Finanzwesen.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung vergangener Weltwirtschaftskrisen und analysiert kritisch das zinsbasierte Geldsystem sowie die Zusammenhänge von Außenhandel und Globalisierung.
3. Die Europäische Finanzkrise und Alternativen: Der Hauptteil untersucht detailliert den Verlauf der europäischen Krise, analysiert Lösungsansätze wie die Bankenunion oder eine Insolvenzordnung für Staaten und integriert eine philosophische Systemkritik.
4. Schluss: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Verflechtung von Schulden und Vermögen zusammen und reflektiert kritisch über die Notwendigkeit, ökonomische Probleme aus einer breiteren Perspektive zu betrachten.
Weltfinanzkrise, Staatsverschuldung, Schuldgeldsystem, Giralgeldschöpfung, Zinseszins, Globalisierung, Freihandel, Exportnation Deutschland, Eurokrise, Bankenunion, Rating-Agenturen, Austeritätspolitik, Parallelwährung, Finanztransaktionssteuer, Wirtschaftsphilosophie
Die Arbeit analysiert die Ursachen globaler Finanzkrisen und der europäischen Schuldenproblematik unter besonderer Berücksichtigung des bestehenden zinsbasierten Geldsystems.
Die Themen umfassen die Geschichte des Geldes, die Mechanismen der Geldschöpfung, die Auswirkungen des Freihandels sowie Lösungsansätze für die europäische Finanzkrise.
Das Ziel ist es, die Entwicklung des Geldes und die europäische Finanzkrise kritisch zu beleuchten, um zu hinterfragen, ob grundlegende systemische Fehler an der Misere beteiligt sind.
Es handelt sich um eine literaturorientierte Arbeit mit einem normativen Vorgehen, das darauf abzielt, mögliche Lösungsansätze für die untersuchten Probleme zu präsentieren.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die europäische Finanzkrise, analysiert den Status Quo und diskutiert Alternativen zur Schuldentilgung sowie ordnungspolitische Reformvorschläge.
Begriffe wie Schuldgeldsystem, Giralgeldschöpfung, Zinseszins, Exportüberschüsse und Parallelwährung sind zentral für das Verständnis der Argumentation.
Der Autor argumentiert, dass das System des Zinseszinses zu einem exponentiellen Wachstum führt, das in einer endlichen Welt zwangsläufig in die Krise führen muss und eine Umverteilung von Fleißig zu Reich begünstigt.
Es ist ein Reformvorschlag, bei dem nationale Währungen neben dem Euro als parallele Zahlungsmittel existieren, um über Wechselkursanpassungen wirtschaftliche Flexibilität zu gewinnen, ohne den Euro aufzugeben.
Sie werden kritisch gesehen, da sie eine oligopolistische Macht ausüben, intransparent arbeiten und durch enge Verflechtungen zur Wall Street Interessenkonflikte provozieren.
Er hinterfragt den Status als "Exportweltmeister" kritisch und argumentiert, dass dieser Wohlstand oft durch Lohnzurückhaltung und externe Vorleistungen erkauft wird, während die Binnenwirtschaft leidet.
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