Examensarbeit, 2004
108 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Lebensbedingungen heute aufwachsender Kinder
3 Die Ganztagsgrundschule
3.1 Die Entwicklung der Ganztagsgrundschule in der Bundesrepublik Deutschland
3.1.1 Erste Überlegungen zur Einrichtung von Ganztagschulen
3.1.2 Erste Schulversuche
3.2 Die Neubestimmung und Definition der verschiedenen Typen von Ganztagsschule
3.3 Grundstruktur von Ganztagsschulen
3.4 Die heutige Situation der Ganztagsgrundschule
4 Die Bewegungsangebote der Ganztagsgrundschule
4.1 Die außerschulischen Bewegungsangebote und Schulsport
4.2 Zu den Inhalten der außerschulischen Bewegungsangebote
5 Der Verein
5.1 Die Entwicklung des Vereins in Deutschland
5.2 Der Versuch einer Definition des Vereins
5.3 Die Vereinsmitglieder
5.4 Mitgliedsstrukturen
5.5 Leitideen und Zugänge der Vereinsmitglieder
5.6 Veränderungen in der Vereinsstruktur
5.6.1 Veränderungen in der Struktur der Mitglieder
5.6.2 Die Struktur des Sportangebots
5.6.3 Zur Finanzierung der Vereinsarbeit
6 Die Kooperation von Schule und Verein
6.1 Motive für eine Kooperation von Schule und Verein
6.2 Historische Grundlagen einer Kooperation
6.3 Zu den heutigen Rahmenbedingungen der Kooperation von Schule und Verein
6.4 Zielsetzungen und Möglichkeiten der Kooperation
6.4.1 Allgemeine Zielsetzungen
6.4.2 Ziele und Motive der Schule zur Kooperation
6.4.3 Ziele und Motive des Vereins zur Kooperation
6.5 Offizielle Aussagen der Verbände zu den Chancen und Risiken einer Kooperation
6.5.1 Risiken und Nachteile
6.5.2 Chancen und Vorteile
6.6 Zusammenfassung des theoretischen Bezugrahmens
7 Zur empirischen Untersuchung
7.1 Die Aufgabenstellung der Untersuchung
7.2 Zu den Fragestellungen der Untersuchung
7.2.1 Der Fragebogen für den Übungsleiter
7.2.2 Der Fragebogen für die Kontaktperson an der Schule
7.3 Die Vorgehensweise und Kontaktaufnahme zur Datenerhebung
8 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
8.1 Zur Struktur der untersuchten Kooperationen
8.1.1 Grundlegende Ergebnisse
8.1.2 Die Inhalte der Angebote
8.2 Strukturelle Größen
8.2.1 Größe des kooperierenden Vereins
8.2.2 Zur Struktur der betreuten Gruppe
8.3 Merkmale der befragten Personen
8.3.1 Das Alter und Geschlecht der Übungsleiter
8.3.2 Die Qualifizierung der Übungsleiter in der Kooperation
8.3.3 Zu den Vertretern der Kooperation an der Schule
8.4 Zum Verhältnis von Schule und Verein innerhalb der Kooperation
8.4.1 Zur Kontaktaufnahme mit dem späteren Kooperationspartner
8.4.2 Zum Verhältnis der Kooperationspartner aus Sicht des Vereins
8.4.2.1 Die Bewertung der eigenen Tätigkeit als Übungsleiter in der Kooperation
8.4.2.2 Unterstützung des Übungsleiters durch die Schule
8.4.2.3 Die Ausrichtung der Kooperation aus Sicht des Vereins
8.4.3 Aspekte der Zufriedenheit beider Partner mit der Kooperation
8.4.3.1 Die Zufriedenheit mit der bestehenden Kooperation im Allgemeinen
8.4.3.2 Zufriedenheit mit dem Übungsleiter des Vereins
8.4.3.3 Zufriedenheit mit der fachlichen Qualifikation des Übungsleiters
8.4.3.4 Die Zufriedenheit mit der angebotenen Sportart
8.4.4 Die Ziele und Erwartungen der Schule und des Vereins an die Kooperation
8.4.4.1 Die Kooperationsziele des Vereins aus der Sicht der Übungsleiter und Schulvertreter
8.4.4.2 Ziele und Erwartungen der Schule an die Kooperation
8.4.5 Zur Kooperation von Schule und Verein im Raum Dortmund – Allgemein
8.4.6 Offene Fragestellungen zur Kooperation
9 Schlussbetrachtung
9.1 Abschließende Feststellungen, Folgerungen und Perspektiven
9.2 Schlusswort
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Kooperationspraxis zwischen Ganztagsgrundschulen und Sportvereinen im Raum Dortmund. Das primäre Ziel ist eine Bestandserhebung, um zu klären, wie viele Schulen Sportvereine in ihre Bewegungsangebote einbinden und welche Ziele, Motive sowie Erwartungen die Kooperationspartner mit dieser Zusammenarbeit verbinden.
Die heutige Situation der Ganztagsgrundschule
Zu Beginn des Schuljahres 2003/04 erfährt die offene Ganztagsschule speziell im Primarbereich einen regelrechten Schub. Ausschlaggebend dafür ist das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung" der Bundesregierung. Zusammen mit dem Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 12. 2. 2003 mit dem Titel „Offene Ganztagsschule im Primarbereich" hat es dafür gesorgt, dass zu Beginn des Schuljahres 2003/04 über 235 offene Ganztagsgrundschulen in NRW ihre Arbeit aufnehmen konnten.
Der Runderlass setzt dabei die Ziele und Grundsätze der offenen Ganztagsschule sowie deren Organisationsstruktur fest. Zudem regelt er unter anderem den Versicherungsschutz und den Einsatz des zusätzlichen Personals, welches für die hinzukommenden Angebote benötigt wird.
Mit diesem Programm sollen nun vorhandene Ganztagsangebote aus der Kinder- und Jugendhilfe (Horte, Kinderhäuser) und Schule (Schule von acht bis eins, dreizehn plus) unter dem Dach der Schule zu einem kohärenten Ganztagssystem zusammengeführt werden. Dabei entwickelt sich ein ganz neues Verständnis von Schule, indem wiederum die Ganztagsschule für eine neue Lernkultur sorgt.
Die Landesregierung NRW verfolgt damit drei übergeordnete Ziele: • die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf • die Verbesserung von Bildungsqualität und Chancengleichheit, Förderung von leistungsschwachen und leistungsstarken Kindern • Ganztag aus einer Hand, das heißt ein Ort der Anmeldung, eine Finanzierung zur einfacheren Orientierung für Eltern (MSJK, 2003).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der ganztägigen Betreuung ein und erläutert die Relevanz der Kooperation von Schule und Verein vor dem Hintergrund bildungspolitischer Entwicklungen in Dortmund.
2 Lebensbedingungen heute aufwachsender Kinder: Es wird dargelegt, wie sich die veränderte Lebenswelt von Kindern und Familien auf den Bedarf an ganztägiger Betreuung auswirkt.
3 Die Ganztagsgrundschule: Dieses Kapitel gibt einen historischen Rückblick auf die Entwicklung der Ganztagsschule und definiert verschiedene Betreuungstypen sowie deren Grundstrukturen.
4 Die Bewegungsangebote der Ganztagsgrundschule: Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport innerhalb der Ganztagsschule und deren inhaltlicher Gestaltung.
5 Der Verein: Es wird die historische Entwicklung des Vereinswesens in Deutschland sowie dessen Struktur, Leitideen und Bedeutung für die Mitglieder beleuchtet.
6 Die Kooperation von Schule und Verein: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Motive, historische Grundlagen, Rahmenbedingungen sowie Chancen und Risiken der Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen.
7 Zur empirischen Untersuchung: Hier werden die methodische Vorgehensweise, die Aufgabenstellung und die entwickelten Fragebögen für die Bestandserhebung vorgestellt.
8 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Die erhobenen Daten aus den Dortmunder Ganztagsgrundschulen werden analysiert und hinsichtlich Struktur, Zufriedenheit und Zielsetzungen interpretiert.
9 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, Folgerungen und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsperspektiven.
Ganztagsgrundschule, Kooperation, Sportverein, Bewegungsangebot, Schulsport, Bestandserhebung, Dortmund, Bildungsqualität, Vereinssport, Übungsleiter, Talentförderung, Ganztagsbetreuung, Jugendhilfe, Schulentwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kooperation zwischen Grundschulen und Sportvereinen im Rahmen des ganztägigen Bildungsangebots in Dortmund.
Die zentralen Felder sind die historische und strukturelle Entwicklung von Ganztagsschulen und Sportvereinen, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kooperation sowie die empirische Analyse der bestehenden Praxis in Dortmunder Schulen.
Ziel ist eine Bestandserhebung, die aufzeigt, welche Dortmunder Ganztagsgrundschulen mit Vereinen kooperieren und welche Motive und Erwartungen die beteiligten Akteure damit verbinden.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Bestandserhebung mittels standardisierter Fragebögen für Übungsleiter und Kontaktpersonen an den Schulen, ergänzt durch persönliche Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Ganztagsschulen und Vereine sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung zu Strukturen, Qualifikationen, Zufriedenheit und Zielen ausgewertet werden.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Ganztagsgrundschule, Kooperation, Sportverein, Bewegungsangebot, Schulsport und Bestandserhebung.
Die Untersuchung zeigt, dass der Großteil der Übungsleiter über eine fachliche Qualifikation (meist C-Lizenz) verfügt, was die Schulen positiv bewerten.
Die befragten Vertreter der Schulen äußern sich überwiegend positiv zur Kooperation mit den Vereinen und befürworten einhellig eine Ausweitung der Zusammenarbeit.
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