Bachelorarbeit, 2014
69 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
2 Musik im Social Media: Erscheinungsformen und Kommunikationsinstrumente
2.1 Massennetzwerke
2.1.1 Facebook
2.1.2 YouTube
2.1.3 Google+
2.1.4 Twitter
2.1.5 Instagram
2.2 Netzwerke mit thematischem Schwerpunkt auf Musik
2.2.1 Last.fm
2.2.2 MySpace
2.2.3 SoundCloud
2.2.4 Audio-Streamingdienste
2.3 Blogs
2.3.1 Musikblogs
2.3.2 Musikblog-Aggregatoren
2.4 Verknüpfung der Kommunikationskanäle
3 Social Media und die nicht-ökonomischen Kommunikationsziele der Musikindustrie: Einflüsse und Erfolgsfaktoren
3.1 Marketingwert von Social Media
3.2 Grundlegende Notwendigkeit zur Teilnahme an Social Media
3.3 Engagement und Einbindung von Fans
3.4 Mundpropaganda und Word-of-Mouth-Marketing
3.5 Verlagerung der Machtverhältnisse
3.6 Besseres Verständnis von Konsumentenbedürfnissen und Märkten
3.7 Social Media als erster Kontaktpunkt zwischen Konsument und Produkt
3.8 Social Media für Nicht-Mainstream-Künstler
3.8.1 Nischenmusik
3.8.2 Independent-Künstler
3.9 Social Media als Plattform für Newcomer
3.10 Die Künstlermarke und Social Media
3.10.1 Der Künstler: Keine Marke wie jede andere
3.10.2 Markenaufbau: Bekanntmachung und Imagebildung
3.10.3 Markenführung: Fallbeispiel Katy Perry
3.10.4 Authentizität der Künstlermarke
3.10.4.1 Absender der Social-Media-Beiträge in Künstlerprofilen
3.10.4.2 Band-Profile und individuelle Künstlerprofile
3.10.4.3 Genrespezifische Social-Media-Strategien
3.11 Die Label-Marke und Social Media
4 Social Media und die ökonomischen Kommunikationsziele der Musikindustrie: Einflüsse und Erfolgsfaktoren
4.1 Social Media und Musikverkäufe
4.1.1 Social-Media-Wirkung der erfolgreichsten Singles 2013
4.1.2 Blog-Buzz und Musikverkäufe
4.1.3 Abschwächung von Musikpiraterie
4.1.3.1 Piraterie-Rückgang durch Audio-Streamingdienste
4.1.3.2 Mäßigung von Piraterie-Effekten durch Brand Usage und Brand Endorsement
4.1.4 Marketingeffektivität
4.1.5 Kennzahlen sozialer Netzwerke und Musikverkäufe
4.1.6 Fallbeispiel Lady Gaga
4.2 Social Media und das Live-Geschäft
4.2.1 Effektivitätssteigerung im Ticketgeschäft
4.2.2 Effizienzsteigerung im Ticketgeschäft
4.2.3 Sonstige Umsätze im Live-Geschäft
4.3 YouTube und Einnahmen der Musikindustrie
4.3.1 Negativer Einfluss auf Musikverkäufe
4.3.2 Fehlen eines verkaufsfördernden Werbeeffekts für Musik
4.3.3 Monetarisierung lizenzierter YouTube-Videos
4.4 Markenkooperationen
5 Social Media, traditionelle Medien und die Kommunikationsziele der Musikindustrie
6 Social Media und die Organisation der Kommunikation der Musikindustrie: Einflüsse und Erfolgsfaktoren
6.1 Veränderungen in der Firmenstruktur
6.2 Personalentwicklung und -bedarf
6.3 Risiko von Outsourcing und Zusammenarbeit mit dem Künstler
6.4 Relevanz von Major-Labels
7 Best Practice: Erfolgreiche Kampagnen aus der Praxis
7.1 Avicii: „True“
7.2 Katy Perry: „PRISM“
7.3 Daft Punk: „Random Access Memories“
7.4 Beyoncé: „BEYONCÉ“
8 Zusammenfassung
9 Anhang
Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Social Media innerhalb der Musikindustrie, insbesondere unter der Fragestellung, ob diese Plattformen als Erfolgsgarant für Künstler und Labels fungieren oder lediglich ein überschätztes Wundermittel darstellen. Dabei analysiert der Autor die Kommunikationsmöglichkeiten, den Einfluss auf Marketingstrategien, das Markenmanagement sowie die Auswirkungen auf ökonomische Kennzahlen wie Musikverkäufe und das Live-Geschäft.
3.10.1 Der Künstler: Keine Marke wie jede andere
Collard verdeutlicht, dass Fans rund um den Globus durch Social Media erstmals jederzeit in direkten Kontakt mit Künstlern treten können. Dabei attestiert er speziell den sehr direkten Konversationen auf Twitter die Fähigkeit, die Beziehung zwischen Musikern und deren Anhängern zu intensivieren. 1
Weiterhin vergleicht der Autor den Kontakt, den ein Konsument via Social Media zu klassischen Markenunternehmen aufnehmen kann mit dem zu Künstlern. Dabei stellt er fest, dass in beiden Fällen eine Art persönliche Beziehung zur Marke gesucht wird und der Absender der Marke bei ihrem Erfolg behilflich sein möchte. Der fundamentale Unterschied bei der Künstlermarke ist jedoch, dass der Fan das Gefühl hat, mit der Person direkt in Verbindung zu stehen statt mit einem ggf. sogar anonymen Unternehmensvertreter. Dies ebnet den Weg, mit der Künstlermarke eine stärkere Social-Media-Beziehung eingehen zu können als zu einer klassischen Konsumgütermarke. 2 Der Effekt ist auch im Audio-Streaming beobachtbar. Chris Lin, Gründer des Spotify-ähnlichen Anbieters KKBox in Asien, erklärt den Vorteil seines Dienstes gegenüber YouTube und Musikpiraterie: Durch die mögliche Interaktion fühlen sich Konsumenten dem Künstler näher. 3
Eine ähnliche Parallele findet sich in der Bemühung von Marken, zur Selbstdefinition eines Menschen beizutragen. Auch hier sieht Collard die Chance, dass sich Fans einer Künstlermarke im Vergleich zu anderen Marken intensiver und hingabevoller widmen, da sich Musiker gerade durch ihre kreativen Leistungen persönlich definieren. 4
Letztendlich macht Collard jedoch auch deutlich, dass der Erfolg einer Künstlermarke wie auch bei jeder anderen Verbrauchermarke von der Kenntnis des eigenen Produkts, des Marktes, der Zielgruppe und den verfügbaren Handlungsalternativen abhängt. Botschaften und Strategien müssen im Einklang mit den Kommunikations- und Marketingzielen der Künstlermarke stehen. 5
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des digitalen Wandels der Musikindustrie ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Relevanz von Social Media als Erfolgsfaktor.
2 Musik im Social Media: Erscheinungsformen und Kommunikationsinstrumente: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über relevante Plattformen wie Facebook, YouTube und Streamingdienste sowie deren spezifische Nutzungsmöglichkeiten durch die Musikindustrie.
3 Social Media und die nicht-ökonomischen Kommunikationsziele der Musikindustrie: Einflüsse und Erfolgsfaktoren: Der Autor untersucht hier, wie Social Media zur Fanbindung, Markenführung von Künstlern und zum besseren Verständnis von Konsumentenbedürfnissen beiträgt.
4 Social Media und die ökonomischen Kommunikationsziele der Musikindustrie: Einflüsse und Erfolgsfaktoren: In diesem Teil stehen die wirtschaftlichen Auswirkungen im Fokus, insbesondere die Korrelation zwischen Social-Media-Aktivitäten, Musikverkäufen, Live-Umsätzen und dem Umgang mit Musikpiraterie.
5 Social Media, traditionelle Medien und die Kommunikationsziele der Musikindustrie: Dieses Kapitel beleuchtet das Zusammenspiel von digitalen und klassischen Medien, wobei die anhaltende Bedeutung des Radios für den Mainstream-Erfolg hervorgehoben wird.
6 Social Media und die Organisation der Kommunikation der Musikindustrie: Einflüsse und Erfolgsfaktoren: Hier werden organisatorische Aspekte diskutiert, darunter die Notwendigkeit von spezialisierten Digitalmarketing-Teams und die veränderte Relevanz von Major-Labels.
7 Best Practice: Erfolgreiche Kampagnen aus der Praxis: Anhand von vier prominenten Beispielen – Avicii, Katy Perry, Daft Punk und Beyoncé – werden in der Praxis bewährte Social-Media-Strategien konkret analysiert.
8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und beantwortet die Ausgangsfrage nach der Rolle von Social Media als Erfolgsgarant oder Wundermittel.
9 Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Tabellen zu den YouTube-Kanälen mit den meisten Videoabrufen zur Unterstützung der Ausführungen im Hauptteil.
Musikindustrie, Social Media, Markenmanagement, Künstlermarke, Fan-Engagement, Word-of-Mouth, Musikverkäufe, Digitaler Wandel, Streamingdienste, Marketingstrategie, Musikpiraterie, Major-Labels, Live-Geschäft, YouTube, Fan-Community
Die Arbeit analysiert, wie die Musikindustrie soziale Medien für ihre Kommunikation und ihr Markenmanagement einsetzt und welche Auswirkungen diese Plattformen auf den geschäftlichen Erfolg von Künstlern und Labels haben.
Zu den zentralen Themen zählen die verschiedenen Social-Media-Plattformen, der Aufbau von Künstlermarken, die Fan-Interaktion, der Einfluss auf Ticketverkäufe sowie die ökonomischen Aspekte von Streaming und Piraterie.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Social Media für die Musikwirtschaft ein verlässlicher Erfolgsgarant ist oder lediglich als überschätztes Wundermittel wahrgenommen werden sollte.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, Branchenberichten (z. B. Billboard, MusikWoche) und wissenschaftlichen Studien, die durch aktuelle Fallbeispiele aus der Musikpraxis ergänzt und validiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Kanäle, eine Analyse der nicht-ökonomischen Kommunikationsziele, eine Untersuchung der wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren sowie eine organisatorische Betrachtung und praktische Fallstudien.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Markenmanagement in der Musikindustrie, Social-Media-Marketing, Fan-Engagement, digitale Transformation, Musikstreaming und Künstlermarketing charakterisieren.
Die Arbeit warnt vor der Überschätzung reiner Reichweiten-Kennzahlen, da gefälschte Follower-Zahlen insbesondere auf Plattformen wie Twitter die tatsächliche Relevanz und den Marketingwert eines Künstlers verfälschen können.
Während Mainstream-Künstler häufig von der Marketingexpertise und den Vertriebsnetzwerken der Major-Labels profitieren, bietet Social Media für Independent-Künstler vor allem kostengünstige "Do-it-yourself"-Möglichkeiten zur direkten Fanbindung und eigenständigen Reichweitenentwicklung.
Beyoncé zeigt, dass der gezielte Verzicht auf klassische Promotion zugunsten einer durch Social Media verstärkten "Überraschungsstrategie" bei etablierten Marken sehr wirkungsvoll sein kann, sofern eine hohe Erwartungshaltung beim Publikum bereits besteht.
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