Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Lebensphase Adoleszenz aus psychoanalytischer Sicht
2.1 Der Begriff „Adoleszenz“ aus psychoanalytischer Sicht
2.2 Phasen und zeitliche Einordnung der Adoleszenz
2.2.1 Die Phase der Präadoleszenz
2.2.2 Die Phase der Frühadoleszenz
2.2.3 Die Phase der eigentlichen Adoleszenz
2.2.4 Die Phase der Spätadoleszenz
2.2.5 Die Phase der Postadoleszenz
2.3 Hauptaufgaben der Adoleszenz
2.3.1 Ablösung der Bindung an die Eltern
2.3.2 Die veränderte neue körperliche Erscheinung akzeptieren
2.3.3 Geschlechtsrolle und Geschlechtlichkeit in einer modernisierten Gesellschaft
2.3.4 Bildung der Ich-Identität
2.3.5 Planung einer beruflichen Zukunft
2.3.6 Sich in der Welt der Gleichaltrigen zurechtzufinden
2.3.7 Zur Bedeutung von Objektbeziehungen in der Adoleszenz
2.3.8 Identitätsentwicklung
3. Der Umgang mit der Schule in der Adoleszenz
3.1 Überlegungen zum Lernverhalten in der Adoleszenz
3.1.1 Lernmotivation
4. Ausblick auf die eigene berufliche Zukunft als Berufsschullehrer
4.1 institutionelle Rahmenbedingung
4.2 Familiäre Rahmenbedingungen
4.3 Der Einfluss von Gleichaltrigen
4.4 Anforderungen der Lehrerpersönlichkeit
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Lebensphase der Adoleszenz aus einer psychoanalytischen Perspektive und analysiert deren Auswirkungen auf das Lernverhalten von Schülern und Schülerinnen, um daraus fundierte Konsequenzen für das professionelle Lehrerhandeln an berufsbildenden Schulen abzuleiten.
2.3.2 Die veränderte neue körperliche Erscheinung akzeptieren
Die innere und äußere Veränderung des eigenen Körpers ist wohl eine der wichtigsten und bedeutendsten für die Jugendlichen. Sie bekommen von der Natur einen „neuen“ Körper und müssen erst lernen, ihn „zu bewohnen“, mit ihm umzugehen. Dazu gehört vor allem auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Geschlecht, da die meisten Veränderungen des Körpers geschlechtsspezifisch geschehen. Zugleich kann dieser Entwicklungsbereich auch ein sehr problematischer sein, da nirgendwo sonst in der Adoleszenz kontextuelle Rahmenbedingungen so entscheidend sind wie im Bereich der körperlichen Entwicklung. Die Jugendlichen sind mit „künstlich zusammengesetzten“ Schönheitsidealen konfrontiert, deren Vergleich mit dem eigenen, realen Körper nahezu unmöglich erscheint (Fend, 2005, S.225). Ebenso entstehen in dieser Phase der Veränderungen auch Ängste, die aus der ständigen Selbstbeobachtung der Jugendlichen und der damit einhergehenden Fragen „Bin ich normal?“ resultieren.
Die Konsequenzen aus diesen und anderen sozialen Rahmenbedingungen für den Umgang mit dem „neuen“ Körper sollen im Folgenden kurz umschrieben werden.
Fend geht zunächst davon aus, dass die körperliche Veränderung als bewusste Entwicklungsaufgabe durch die Jugendlichen gestaltet wird. Diese Gestaltung liegt bestimmten Merkmalen der Verarbeitung zugrunde, die er in der unten stehenden Grafik veranschaulicht hat. Die Wechselbeziehungen aller Merkmale werden auf den ersten Blick deutlich:
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der Pubertät und Adoleszenz im schulischen Kontext und betont die Bedeutung einer fundierten Vorbereitung auf den Lehrerberuf.
2. Die Lebensphase Adoleszenz aus psychoanalytischer Sicht: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Adoleszenz, unterteilt den Prozess in spezifische Entwicklungsphasen nach Peter Blos und analysiert die wesentlichen Hauptaufgaben wie Identitätsentwicklung und körperliche Akzeptanz.
3. Der Umgang mit der Schule in der Adoleszenz: Hier wird untersucht, wie Jugendliche in der Adoleszenz schulische Anforderungen verarbeiten und welche Rolle die Lernmotivation in diesem Prozess spielt.
4. Ausblick auf die eigene berufliche Zukunft als Berufsschullehrer: Dieser Teil betrachtet die institutionellen Rahmenbedingungen sowie den Einfluss von Familie und Gleichaltrigen auf den schulischen Erfolg und definiert die Anforderungen an die Lehrerpersönlichkeit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Adoleszenz zusammen und leitet daraus die Relevanz für ein Verständnis der Schüler für effektives pädagogisches Handeln ab.
Adoleszenz, Psychoanalyse, Identitätsentwicklung, Lernmotivation, Berufsschullehrer, Pubertät, Entwicklungsaufgaben, Sozialisation, Lehrerpersönlichkeit, Selbstbild, Ich-Identität, Objektbeziehungen, Schüler, Körperarbeit, Schulerfolg.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der psychischen Lebensphase der Adoleszenz und deren direkten Auswirkungen auf das Lernverhalten und die schulische Leistung von Jugendlichen auseinander.
Die Arbeit behandelt die Entwicklungsphasen der Adoleszenz, die zentralen psychischen Herausforderungen wie die Identitätsbildung und Ablösung von den Eltern sowie die spezifischen Bedingungen des schulischen Lernens.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die psychoanalytischen Hintergründe des Jugendlichen zu entwickeln, um daraus Konsequenzen für ein professionelles und unterstützendes Lehrerhandeln an berufsbildenden Schulen abzuleiten.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung psychoanalytischer Fachliteratur sowie entwicklungspsychologischer Modelle, insbesondere von Autoren wie Peter Blos und Helmut Fend, basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Phasen der Adoleszenz, den damit verbundenen Hauptaufgaben des Jugendlichen sowie eine spezifische Analyse der schulischen Lernsituation und der Rolle des Lehrers.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adoleszenz, Identitätsarbeit, Lernmotivation, psychoanalytische Perspektive und die Rolle der Lehrerpersönlichkeit im beruflichen Bildungswesen charakterisiert.
Die Arbeit stellt fest, dass Jungen bei der Ablösung von der Mutter oft einen Generationenkonflikt durchlaufen, während Mädchen häufiger eine „beste Freundin“ als Bindungsersatz nutzen und sich früher körperlich-psychisch weiterentwickeln.
Die Peergruppe dient als notwendige Emanzipationshilfe von den Eltern, bietet ein neues Bezugssystem für Werte und Normen und hilft dem Jugendlichen dabei, Identität außerhalb des Elternhauses zu festigen.
Da Jugendliche im Berufsschulalter in einer Phase der Identitätskrise stecken, kann ein Lehrer, der diese Prozesse versteht, effektiver auf Motivationsmangel oder Lernschwierigkeiten reagieren und eine unterstützende Lernatmosphäre schaffen.
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