Magisterarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit analysiert Junot Díaz' Roman "La maravillosa vida breve de Óscar Wao" (2007) aus postkolonialer Perspektive. Ziel ist es, die Auswirkungen des kolonialen Erbes auf die kulturelle Identität der Dominikanischen Republik und ihrer Diaspora in den USA zu untersuchen. Der Roman beleuchtet die komplexe Verflechtung von Geschichte, Kultur und Identität im Kontext der kolonialen Vergangenheit und der Migration.
Die Einleitung führt in das Thema der kulturellen Identität im postkolonialen Kontext ein und stellt den Roman "La maravillosa vida breve de Óscar Wao" als Fallbeispiel vor. Das zweite Kapitel beleuchtet die Konzeptualisierung der kulturellen Identität aus postkolonialer Perspektive, wobei die Entstehung der Dichotomie von Kolonisator und Kolonisiertem, die Bedeutung der Nation und der Diaspora sowie die Intersektionalität von "Rasse", Geschlecht und Klasse im Fokus stehen.
Kapitel 3 widmet sich der postkolonialen Neuinterpretation der Kaliban-Figur aus Shakespeares "The Tempest". Die subversive Neuinterpretation der Figur durch Fernández Retamar und Torres-Saillant im Kontext der hispanisch-karibischen Identität wird beleuchtet.
Kapitel 4 analysiert den Roman "La maravillosa vida breve de Óscar Wao" und untersucht die Auswirkungen des kolonialen Erbes, der Diaspora und der Identitätsproblematik auf die Figuren. Die historische Dimension des Romans, der Fluch "fukú" und die Erfahrungen der ersten und zweiten Generation der Familie werden beleuchtet.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Kolonialismus, die kulturelle Identität, die Dominikanische Republik, die Diaspora, die hispanisch-karibische Literatur, die Kaliban-Figur, "Rasse", Geschlecht, Klasse, Intersektionalität, Junot Díaz, "La maravillosa vida breve de Óscar Wao", postkoloniale Theorie.
Der Roman von Junot Díaz thematisiert das Leben von Óscar, einem übergewichtigen Nerd in der dominikanischen Diaspora, und verknüpft seine Geschichte mit der gewaltvollen Vergangenheit der Dominikanischen Republik unter Trujillo.
"Fukú" wird im Roman als ein generationenübergreifender Fluch beschrieben, der symbolisch für das koloniale Erbe und die Leiden unter der Diktatur steht.
Die Migration in die USA führt zu einer hybriden Identität, bei der die Charaktere zwischen der dominikanischen Herkunftskultur und der US-amerikanischen Lebensrealität stehen.
Kaliban aus Shakespeares "Der Sturm" wird in der postkolonialen Theorie oft als Allegorie des Widerstands des Kolonisierten gegen den Kolonisator neu interpretiert.
Die Arbeit untersucht, wie "Rasse", Geschlecht und soziale Klasse zusammenwirken, um die Identität und die Diskriminierungserfahrungen der Protagonisten zu formen.
Ziel ist es, die Machtstrukturen des kolonialen Diskurses aufzudecken, die auch nach dem Ende der formalen Kolonialzeit in nationalen Doktrinen und Identitätskonstrukten fortwirken.
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