Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Kredit und Kreditrisiken
3 Asset Backed Securities
3.1 Grundstruktur von Asset Backed Securities
3.1.1 Originator
3.1.2 Investor
3.1.3 Zweckgesellschaft
3.1.4 Prinzip der Tranchierung
3.1.5 Informationsasymmetrien
4 Asset Backed Securities inhärente Risiken
5 Sicherungsinstrumente
5.1 Allgemeine Strukturelemente
5.1.1 Selektion
5.1.2 Übernahme der Erstverlustposition
5.1.3 Back-up Servicer
5.2 Sonstige Strukturelemente
5.2.1 Interner Sicherungsinstrumente
5.2.2 Garantien / Rückkaufzusage
5.2.3 Übersicherung
5.2.4 Reservekonto
5.2.5 Spreadkonto
5.3 Externe Sicherungsinstrumente
5.3.1 Versicherungen
5.3.2 Akkreditiv
5.3.3 Verpfändete Geldeinlagen
6 Zahlungsstrommanagement
6.1 Pass-Through Struktur
6.2 Pay-Through Struktur
7 Rating von Asset Backed Securities
7.1 Kritik an Ratingagenturen
8 Bilaterale Vorteilhaftigkeitsanalyse
8.1 Vorteilhaftigkeitsanalyse aus Sicht des Investors
8.2 Vorteilhaftigkeitsanalyse aus Sicht des Originators
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise von Asset Backed Securities (ABS) und analysiert deren Vorteilhaftigkeit in einer bilateralen Betrachtung. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit ABS-Transaktionen einen Mehrwert für Originatoren und Investoren stiften können, insbesondere unter Berücksichtigung von Risikomanagement und regulatorischen Anforderungen.
3.1.5 Informationsasymmetrien
Auf Basis der Principal-Agent-Theorie sollen die der Informationsasymmetrie geschuldeten Agency-Kosten kurz dargestellt werden. Anlässlich dieser Informationsasymmetrien kann es zu opportunistischen Verhaltensweisen der Beteiligten kommen. Insbesondere wenn beispielsweise eine Originate-to-Distribute Strategie verfolgt wird. Diese sogenannten Agency-Kosten setzen sich aus den Kosten für Signaling und Screening zusammen. Jegliche vom Forderungsveräußerer ergriffene Maßnahmen zur Kommunikation der guten Qualität seiner verbrieften Forderungen und somit zur Reduzierung der Informationsasymmetrie werden dem Signaling zugerechnet. Diese Maßnahmen erlangen jedoch erst dann an Glaubwürdigkeit, wenn das Kreditportfoliorisiko und die Maßnahmenkosten positiv miteinander korrelieren. Es muss außerdem deutlich werden, dass der Originator ein eigenes Interesse an der Auswahl qualitätsbetonter Forderungen hat. Widrigenfalls würde es auf Seiten des Originators zur adverser Selektion kommen während Anleger gar nicht oder nur durch Zahlung einer hohen Risikoprämie zum Investment bereit wären. Tritt der Originator ebenfalls als Serviceagent auf, dann besteht zusätzlich, aufgrund der Gefahr der mangelnden Überwachung der Forderungen, das Risiko des sogenannten Moral Hazard. Neben der Einbehaltung einer Erstverlustposition und dem Einholen eines Ratings, kann beispielsweise der zusätzliche Aufbau einer Reputation für den Forderungsverkäufer nutzenmaximierend wirken.
Kosten für das Screening entstehen durch die Überwachung des Originators. Dazu versucht der Investor selbst oder durch Nutzung des Services einer Ratingagentur bzw. eines Treuhänders mehr Informationen über das Forderungsportfolio beziehungsweise den Originator zu gewinnen. Außer Acht gelassen werden darf hier jedoch nicht, dass die Einschaltung einer Dritten Partei ebenfalls mit einer Informationsasymmetrie behaftet ist. Der Investor ist somit von seiner Pflicht zur ständigen Kontrolle nicht befreit. Die Möglichkeiten dieser Kontrolle sind jedoch gesetzmäßig begrenzt, weshalb weitere Maßnahmen zur Lösung des Principal-Agent-Problems erforderlich sind. Eine bedeutende Maßnahme stellt die Vertragsgestaltung dar. Diese soll möglichst so gestaltet werden, dass der Anreiz zu einem opportunistischen Verhalten gering gehalten wird.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Asset Backed Securities ein, erläutert die Auswirkungen der Subprime-Krise und definiert das Ziel, den Mehrwert von ABS-Transaktionen für Originator und Investor zu untersuchen.
2 Kredit und Kreditrisiken: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe von Kredit und Kreditrisiko, unterscheidet zwischen erwarteten und unerwarteten Verlusten und stellt das Basismodell zur Risikoberechnung vor.
3 Asset Backed Securities: Es erfolgt eine grundlegende Beschreibung der ABS-Struktur, der involvierten Akteure, der Funktionsweise der Zweckgesellschaft sowie des Prinzips der Tranchierung und der Problematik von Informationsasymmetrien.
4 Asset Backed Securities inhärente Risiken: Hier werden die spezifischen Risiken von ABS in Forderungs- und Strukturierungsrisiken unterteilt und näher erläutert, um die Notwendigkeit von Sicherungsmaßnahmen aufzuzeigen.
5 Sicherungsinstrumente: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen internen und externen Sicherungsinstrumente, die zur Bonitätsverbesserung und Risikominimierung eingesetzt werden, um die Investorenbedürfnisse zu erfüllen.
6 Zahlungsstrommanagement: Der Fokus liegt hier auf der methodischen Weiterleitung der Zahlungen aus dem Forderungspool an die Investoren, wobei zwischen Pass-Through- und Pay-Through-Strukturen unterschieden wird.
7 Rating von Asset Backed Securities: Die Bedeutung des Ratings für die Markttransparenz und die Finanzierungskosten wird erläutert, ergänzt durch eine kritische Betrachtung der Rolle und Leistung von Ratingagenturen.
8 Bilaterale Vorteilhaftigkeitsanalyse: Basierend auf den vorherigen Kapiteln wird der Nutzen von ABS aus Sicht der Investoren und Originatoren gegenübergestellt und bewertet.
9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Instrumentes, der Erkenntnis zur Performance während der Krise und einem Ausblick auf zukünftige regulatorische Anforderungen.
Asset Backed Securities, ABS, Verbriefung, Kreditrisiko, Zweckgesellschaft, SPV, Tranchierung, Originator, Investor, Rating, Sicherungsinstrumente, Informationsasymmetrie, Zahlungsstrommanagement, Eigenkapitalentlastung, Finanzkrise.
Die Arbeit analysiert die Funktionsweise von Asset Backed Securities (ABS) und untersucht deren Vorteilhaftigkeit aus Sicht von Investoren und originierenden Banken unter Berücksichtigung von Risikomanagement und Marktbedingungen.
Zentrale Themen sind die Struktur von ABS-Transaktionen, die Identifikation und Absicherung von Kreditrisiken sowie die Rolle von Ratings und die Auswirkungen regulatorischer Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, zu klären, ob und inwieweit ABS-Transaktionen einen messbaren Mehrwert für Originatoren und Investoren schaffen können.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Untersuchung von Finanzinstrumenten, um die Vor- und Nachteile von ABS sowie deren ökonomische Vorteilhaftigkeit bilateral zu beleuchten.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung von Kreditrisiken, der ABS-Struktur (inkl. Akteuren), Sicherungsinstrumenten (Credit Enhancement), dem Zahlungsstrommanagement, Ratingprozessen sowie einer anschließenden Vorteilhaftigkeitsanalyse für beide Parteien.
Die wichtigsten Schlagworte sind Asset Backed Securities (ABS), Zweckgesellschaft (SPV), Tranchierung, Kreditrisikotransfer, Informationsasymmetrie und Bonitätsverbesserung.
Bei der Pass-Through-Struktur werden Zins- und Tilgungszahlungen kongruent an Investoren weitergeleitet, während bei der Pay-Through-Struktur die Zahlungsströme umstrukturiert werden, um den Bedürfnissen der Investoren besser zu entsprechen.
Die Tranchierung ermöglicht es, ein Portfolio in verschiedene Risikoklassen aufzuteilen, wodurch Wertpapiere mit unterschiedlichen Bonitätsprofilen entstehen und eine höhere Investorennachfrage bedient werden kann.
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