Masterarbeit, 2013
96 Seiten, Note: 5.0 (gut)
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Problemstellung und Forschungsbedarf
2.1 Problemstellung
2.2 Forschungsbedarf
3 Theoretischer Teil
3.1 Begriffsanalyse Konfliktklärungssystem (KKS)
3.2 Begriffsanalyse Konfliktmanagementsystem (KMS)
3.3 Begriffsanalyse Partnering (PRNG)
3.4 Aussergerichtliche Konfliktlösungsmodelle
3.4.1 Mediation
3.4.2 Schlichtung
3.4.3 Schiedsgutachten
3.4.4 Adjudikation
3.4.5 Konfliktprävention
4 Forschungsgegenstand
4.1 Das Bauobjekt
4.2 Mögliches Konflikte
4.3 Thematik
4.4 Unterschiedliche Standpunkte
4.5 Rollen und Positionen der Beteiligten
4.6 Position des Baumediators im AeBiKa-Projekt
5 Forschungsansatz
5.1 Methode
5.2 Begriffserklärung zur Triangulation
5.3 Nähere Betrachtung zum Projektablauf im Zusammenhang mit der Forschung
6 Forschungsfragen und Hypothesen
7 Empirieteil
7.1 Fragebogen
7.1.1 Fragebogen Auswertung
7.2 Interview
7.2.1 Interviewauswertung
7.2.2 Schlüsselkategorien und -kodes
7.3 Beobachtung
7.4 Beurteilung der Auswertungen
7.4.1 Umgang auf der Baustelle
7.4.2 Kulturen und Religionen
7.4.3 Schwierige Situationen
7.5 Nutzen der Baumediation
7.5.1 Für die Mieter
7.5.2 Für die Bau-Ausführenden
7.5.3 Für die MEG und die Bewirtschaftung
8 Zusammenfassung
8.1 Fazit
8.2 Diskussion und kritische Reflexion
8.3 Ausblick
8.4 Dank
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Rolle und Tätigkeit eines Baumediators bei der Bausanierung im bewohnten Zustand zu untersuchen und ein systematisches Praxiskonzept zu etablieren, um Konflikte zwischen den beteiligten Parteien zu vermeiden oder zu reduzieren. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwieweit ein präsenter Baumediator dazu beitragen kann, belastende Situationen und Eskalationen zu verringern und dadurch Konfliktkosten zu vermeiden.
4.4 UNTERSCHIEDLICHE STANDPUNKTE
Für die einen ist der Bau ihr Heim, für die anderen ihr Job. Für die einen ist er Vermögensansammlung, für die anderen ein Fass ohne Boden. Er ist Selbstzweck oder Mittel zum Zweck. So zeichnen sich im Spannungsfeld zwischen Mieter und TU bereits schwierige Situationen ab. Eine Ausdehnung der Spannungsbeziehungen und Konflikte über das TU hinaus auf die weiteren Beteiligten ist zudem die Folge.
Bis jetzt wurde diesem Spannungsfeld Mieter einerseits und TU anderseits, mit allen anderen Beteiligten, noch keine grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Der Autor dieser Arbeit ist jedoch der Überzeugung, dass sich der Baumediator damit auseinandersetzen muss. Wird dabei im Spannungsfeld Mieter vs. TU mit allen Beteiligten ein systematischer Ansatz wie KKS, KMS oder PRNG zur Konfliktklärung auf der Baustelle zugrunde gelegt, so ist davon auszugehen, dass sich Konflikte und belastende Situationen reduzieren und teilweise vermeiden lassen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die hohe Relevanz von Konflikten auf Baustellen dar und begründet die Notwendigkeit eines systematischen Ansatzes zur Konfliktklärung durch einen Baumediator.
2 Problemstellung und Forschungsbedarf: Hier wird das Konfliktpotenzial bei Gebäudesanierungen im bewohnten Zustand beleuchtet und aufgezeigt, dass in diesem spezifischen Bereich wissenschaftliche Literatur bisher unterrepräsentiert ist.
3 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Konfliktklärungssystem (KKS), Konfliktmanagementsystem (KMS) und Partnering (PRNG) und stellt diverse aussergerichtliche Konfliktlösungsmodelle vor.
4 Forschungsgegenstand: Dieser Abschnitt beschreibt das spezifische Projekt AeBiKa und analysiert die Akteurskonstellationen sowie die komplexen Rollenverhältnisse der verschiedenen Beteiligten.
5 Forschungsansatz: Hier wird das methodische Design der Arbeit dargelegt, welches auf einem „Entwicklungs- und Implementierungsmodell der dauernden Anpassung“ sowie der Triangulation verschiedener qualitativer Methoden basiert.
6 Forschungsfragen und Hypothesen: Dieses Kapitel formuliert die leitenden Forschungsfragen und leitet daraus prüfbare Hypothesen bezüglich der Wirksamkeit der Baumediation ab.
7 Empirieteil: Dieser umfangreiche Teil präsentiert die Ergebnisse der Fragebogenaktion, der geführten Interviews und der teilnehmenden Beobachtung und wertet diese im Kontext der Mediatorentätigkeit aus.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, einem Fazit zur Wirksamkeit des Baumediators und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung mediativer Ansätze in der Baubranche.
Baumediation, Konfliktklärung, Konfliktmanagement, Bausanierung, AeBiKa, KKS, KMS, Partnering, Mieterschaft, Baustelle, Konfliktkosten, Mediation, Deeskalation, Kommunikation, qualitative Forschung
Die Arbeit untersucht die Implementierung eines systematischen Ansatzes zur Konfliktklärung durch einen Baumediator bei Gebäudesanierungen im bewohnten Zustand.
Die zentralen Themen sind Konfliktmanagement, Mediation, Stakeholder-Beziehungen im Baugewerbe und die qualitative Analyse von Mieterwahrnehmungen während Bauphasen.
Das primäre Ziel ist es zu erforschen, ob ein präsenter Baumediator Eskalationen bei Bauprojekten verhindern kann und welchen Nutzen ein solches System für alle Beteiligten bietet.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der auf der Triangulation von Fragebogenaktion, Experteninterviews und teilnehmender Beobachtung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsanalyse, die detaillierte Beschreibung des untersuchten Bauprojekts, die Erläuterung des methodischen Ansatzes sowie die umfangreiche empirische Auswertung.
Wichtige Schlagworte sind Baumediation, Konfliktklärung, Bausanierung, Konfliktmanagementsystem und Mieterzufriedenheit.
Eine frühzeitige Einbindung ermöglicht es, von Beginn an legitimierte Kommunikationswege zu etablieren und Konflikte präventiv zu bearbeiten, bevor sie eskalieren.
Die Arbeit zeigt, dass ein Baumediator, der über baufachliches Wissen verfügt, von den Baubeteiligten als kompetenterer Ansprechpartner anerkannt wird, was die Akzeptanz der Mediatorenschaft deutlich erhöht.
Die Kommunikation ist ein kritischer Erfolgsfaktor; eine mangelhafte Informationspolitik kann zu großer Verunsicherung und emotionalen Belastungen bei den Mietern führen.
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