Examensarbeit, 2005
66 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung: Literaturunterricht im Spannungsfeld analytisch- interpretierender und handlungsorientierter Zugangsformen
1. Planung des Vorhabens
1.1 Verortung des Themas in der Fachdidaktik
1.1.1 Handlungs- und Produktionsorientierung – Begriffsklärung und Lehrplanbezug
1.1.2 Der Konstruktivismus als theoretisches Fundament der Handlungsorientierung
1.1.3 Szenarien für einen handlungs- und produktionsorientierten Englischunterricht
1.2 Handlungs- und Produktionsorientierung im Literaturunterricht: Ein Szenario zur abschließenden Auseinandersetzung mit Shakespeare´s Macbeth
1.3 Handlungskompetenz als Voraussetzung und Ziel eines handlungs- orientierten Englischunterrichts
2. Die Unterrichtsreihe
2.1 Grobgliederung der Reihe und Begründung der Schwerpunktsetzung in der Dokumentation
2.2 Fokus I: Orientierungsphase
2.2.1 Evaluation
2.3 Fokus II: Erarbeitungsphase
2.3.1 Prozessseite
2.3.2 Produktseite
2.3.3 Evaluation
2.4 Fokus III: Präsentationsphase
2.4.1 Evaluation
3. Reflexion und Evaluation der Gesamtsequenz
3.1 Schüleraussagen im abschließenden Unterrichtsgespräch
3.2 Weitere Aussagen der Schülerfragebögen
3.3 Evaluation aus Lehrerperspektive
4. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit handlungs- und produktionsorientierte Verfahren im Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe eine motivierende und tiefgreifende Auseinandersetzung mit William Shakespeares Tragödie Macbeth ermöglichen. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines projektorientierten Konzepts, in dem Schüler durch die Konzeption von Filmtrailern zu einer abschließenden Synthese des Dramenstoffes gelangen.
Handlungskompetenz als Voraussetzung und Ziel eines handlungsorientierten Englischunterrichts
Der soeben skizzierte Handlungsvorschlag setzte bei den Schülern aufgrund seiner Komplexität besonders während der Erarbeitungs- und Präsentationsphase ein hohes Maß an Handlungskompetenz voraus. Zur Bewältigung der Aufgabenstellung griffen die Schüler des Leistungskurses auf bereits vorhandene Teilkompetenzen aus den Bereichen ‚Personale Teilkompetenzen‘, ‚Prozesskompetenz‘ und ‚Sachkompetenz‘ zurück (vgl. Abb. 3) und erweiterten diese Teilkompetenzen im Verlaufe der Unterrichtssequenz.
Insbesondere wurden den Schülern im Verlaufe der Unterrichtssequenz folgende Teilkompetenzen abverlangt (vgl. Legutke (2003: 100-105)):
1) Personale, interpersonale und soziale Teilkompetenzen
• Fähigkeit, eigene Begabungen in die Gruppe einzubringen und zum Nutzen des Teams zur Entfaltung zu bringen
• Risikobereitschaft, Selbstbewusstsein, Standvermögen, Fähigkeit, mit Ängsten umzugehen
• Fähigkeit, mit anderen Schülern / mit dem Lehrer Lernwege auszuhandeln, festzulegen und dabei gruppendynamische Spannungen produktiv zu meistern
2) Prozesskompetenzen
• Fähigkeit zum partiell bis völlig selbstbestimmten und autonomen Lernen
• Fähigkeit zur Reflexion des eigenen Lernprozesses
• Fähigkeit, sowohl in festen Arbeitsteams als auch in flexiblen Kleingruppen zu handeln, Verantwortung zu übernehmen, themen- bzw. aufgabenorientierte Entscheidungen zu treffen
• Fähigkeit, eigenes Wissen oder eigene Arbeitsergebnise an Gruppenmitglieder oder an die gesamte Lerngruppe weiterzugeben.
Einleitung: Literaturunterricht im Spannungsfeld analytisch- interpretierender und handlungsorientierter Zugangsformen: Die Einleitung thematisiert die Unzufriedenheit im Literaturunterricht aufgrund einseitiger analytischer Interpretationsansätze und begründet die Hinwendung zu handlungs- und produktionsorientierten Methoden.
Planung des Vorhabens: Dieses Kapitel verortet das Vorhaben fachdidaktisch, legt den konstruktivistischen Rahmen fest und erläutert das Szenario für die Auseinandersetzung mit Macbeth.
Die Unterrichtsreihe: Hier wird der vierphasige Aufbau der Reihe (Orientierung, Erarbeitung, Präsentation, Evaluation) systematisch dokumentiert und begründet.
Reflexion und Evaluation der Gesamtsequenz: Dieses Kapitel wertet die Schülerreaktionen sowie die Perspektive der Lehrkraft aus, um das Konzept kritisch zu reflektieren und Alternativen zu diskutieren.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg des Handlungsvorschlags hinsichtlich der Förderung von Kompetenzen und Motivation.
Macbeth, Literaturunterricht, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Filmtrailer, Shakespeare, Englischunterricht, Schüleraktivierung, Lernerautonomie, Filmanalyse, Projektorientierung, Kompetenzentwicklung, Medienkompetenz, Szenariendidaktik, Konstruktivismus.
Die Arbeit dokumentiert einen praxisorientierten Versuch, im Englischunterricht einer 13. Klasse eine handlungs- und produktionsorientierte Synthese zur Lektüre von Shakespeares Macbeth durch die Erstellung von Filmtrailern durchzuführen.
Die zentralen Themen sind die Fachdidaktik des Literaturunterrichts, die Förderung von Schülerautonomie, der Einsatz von Szenarien im Fremdsprachenunterricht und die mediengestützte Auseinandersetzung mit klassischen Dramen.
Ziel ist es zu untersuchen, wie durch eine handlungs- und produktionsorientierte Aufgabenstellung eine kreative und motivierende Auseinandersetzung mit Macbeth gefördert werden kann, die über rein analytische Methoden hinausgeht.
Der Autor nutzt eine methodenorientierte Dokumentation und Evaluation der Unterrichtssequenz, gestützt durch eine theoretische Fundierung (Konstruktivismus, Szenariendidaktik) und empirische Daten aus Schülerfragebögen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Planung, die praktische Dokumentation des vierphasigen Unterrichts (Orientierung, Erarbeitung, Präsentation) sowie die Evaluation der Ergebnisse aus Schüler- und Lehrersicht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Macbeth, Handlungsorientierung, Filmtrailer, Lernerautonomie, Filmanalyse und projektorientiertes Lernen charakterisiert.
Die meisten Schüler empfanden das Rollenspiel-Szenario als authentisch und motivierend, wobei der Wettbewerbscharakter bei einigen den Einsatz steigerte, während er bei anderen als zu künstlich empfunden wurde.
Die technische Umsetzung der Trailer ermöglichte einigen Gruppen eine tiefere kreative Auseinandersetzung, wobei die Nutzung von digitaler Software und die Funktion des Regisseurs als besonderer Lernzuwachs hervorgehoben wurden.
Die Jury diente als Experteninstanz, die mithilfe von erarbeiteten Checklisten die Trailer bewertete, was den Präsentationen einen authentischen, wettbewerbsorientierten Rahmen verlieh.
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