Examensarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
1.1 Anlass und Problemstellung
1.2 Fragestellungen
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Begriffsdefinierung
2.2 Beschreibung des Störungsbildes
2.2.1 Aufmerksamkeitsdefizit
2.2.2 Hyperaktivität
2.2.3 Impulsivität
2.3 Komorbidität
2.4 Klassifikation
2.4.1 ICD-10
2.4.2 DSM-IV
2.5 Krankheitsverlauf
2.6 Geschlechtsspezifische Unterschiede
2.7 Ätiologische Faktoren und Erklärungsmodelle
2.7.1 Genetische Faktoren
2.7.2 Neurophysiologische Faktoren
2.7.3 Neuropsychologische Faktoren
2.7.4 Psychosoziale Faktoren
2.8 Diagnose
2.8.1 Exploration
2.8.2 Standardisiertes Fragebogenverfahren
2.8.3 Testpsychologische Untersuchungen
2.8.4 Körperliche und neurologische Untersuchungen
2.8.5 Verlaufskontrolle
2.8.6 Differenzialdiagnose
2.9 Lehrerverhalten bei Verdacht auf AD(H)S
2.10 Behandlungsverfahren
2.10.1 Multimodales Behandlungskonzept
2.10.2 Psychoedukation
2.10.3 Eltern- und familienzentrierte Ansätze
2.10.4 Interventionen in der Schule
2.10.4.1 Kooperation
2.10.4.2 Verstärker
2.10.4.3 Unterrichtsorganisation
2.10.5 Kognitive Verhaltenstherapien
2.10.5.1 Selbstinstruktionstraining
2.10.5.2 Selbstmanagement-Methoden
2.10.6 Medikamentöse Therapie
3 Empirischer Teil
3.1 Ziel und Vorgehensweise der Untersuchung
3.1.1 Leitfadeninterview als Forschungsmethode
3.1.2 Auswertung
3.1.3 Qualitative Inhaltsanalyse
3.1.4 Gütekriterien
3.1.5 Transkriptionsregeln
3.2 Datenerhebung
3.2.1 Festlegung des Materials
3.2.2 Analyse der Entstehungssituation
3.2.3 Formale Charakteristika des Materials
3.2.4 Richtung der Analyse
3.2.5 Theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung
3.2.6 Bestimmung der Analysetechnik
3.3 Ablauf der inhaltlichen Strukturierung
3.4 Datenauswertung
3.5 Darstellung der Ergebnisse
3.6 Interpretation der Ergebnisse
3.7 Reflexion und Rücküberprüfung der Gütekriterien
4 Diskussion
5 Resümee
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen von Lehrkräften bei der Förderung von Kindern mit AD(H)S. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche diagnostischen Unterstützungsbeiträge Lehrer leisten können und welche pädagogischen Fördermaßnahmen im Unterrichtsalltag effektiv sind, um den betroffenen Kindern zu helfen.
2.10.4.3 Unterrichtsorganisation
Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder sind auf einen gut strukturierten und vorwiegend straffen Unterricht angewiesen. Da eine gründliche Strukturierung viel Aufwand erfordert und es fast unmöglich erscheint, für den betroffenen Schüler eine individuelle Unterrichtsplanung gegenüber der restlichen Klasse vorzunehmen, kann es von Vorteil sein, viele dieser Unterrichtsstrukturierungen für die gesamte Klasse anzuwenden. Neben ADHS-betroffenen Kindern gibt es auch schwache und Schüler mit anderen Problemen, die von den Strukturen profitieren können. Im Folgenden werden Prinzipien für eine Unterrichtsgestaltung nach Imhof, Skrodzki und Urzinger (2011) vorgestellt, die optimal an ADHS-Schüler, aber auch für die gesamte Klasse angepasst sind. Diese müssen selbstverständlich dem jeweiligen Alter des betroffenen Kindes und der Klassensituation angeglichen werden (vgl. S. 35-49):
Rituale im Unterricht sind äußerst wichtig für ADHS-Schüler, um sich daran zu orientieren und zu wissen, was sie zu erwarten haben. Damit sind Vorgehensweisen gemeint, die jeden Schultag oder regelmäßig vonstatten gehen, wie beispielsweise Begrüßung, Morgenkreis, Verabschiedung etc. Tagespläne sind daher unerlässlich, falls an dem jeweiligen Tag etwas Neues ansteht. Eingeübte Verfahren, wie etwas Bestimmtes ausgeführt wird und Zeichen, die angeben, wie man sich momentan zu verhalten hat, gehören ebenfalls dazu.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der AD(H)S-Problematik in der Schule und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das pädagogische Unterstützungspotenzial zu untersuchen.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert das medizinische und psychologische Fundament zum Störungsbild, den Diagnoseleitlinien und den therapeutischen sowie schulischen Interventionsmöglichkeiten.
3 Empirischer Teil: Hier wird die qualitative Interviewstudie mit vier Grundschullehrerinnen detailliert methodisch hergeleitet, durchgeführt und ausgewertet, um deren Wissens- und Erfahrungsstand zu beleuchten.
4 Diskussion: In diesem Teil werden die empirischen Ergebnisse mit der Literatur kritisch gegenübergestellt und argumentativ bewertet.
5 Resümee: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine intensivere Ausbildung von Lehrkräften im Bereich AD(H)S.
AD(H)S, Grundschule, Lehrkräfte, Unterrichtsorganisation, Förderung, Diagnose, Lehrer-Schüler-Beziehung, Kooperation, Elternhaus, Verhaltensauffälligkeiten, Inklusion, pädagogische Intervention, qualitative Inhaltsanalyse, Störungsbild, Schulentwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Lehrkraft bei der Unterstützung von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (AD(H)S) und den damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen des Störungsbildes, die diagnostischen Leitlinien, schulische Interventionsmöglichkeiten sowie der aktuelle Kenntnis- und Erfahrungsstand praktizierender Grundschullehrkräfte.
Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, welche Verfahren Lehrkräfte bei Verdacht auf AD(H)S anwenden können und welche spezifischen Fördermaßnahmen sie im Unterrichtsalltag einsetzen, um betroffene Schüler gezielt zu unterstützen.
Die Autorin nutzt qualitative Leitfadeninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden, um die subjektiven Erfahrungen der Lehrkräfte zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Überblick über AD(H)S-Behandlungsverfahren und einen empirischen Abschnitt, in dem die Interviews mit Lehrkräften analysiert und interpretiert werden.
Wesentliche Begriffe sind AD(H)S, Lehrkraft, Unterrichtsorganisation, Förderung, Kooperation (Eltern/Kollegium) sowie die pädagogische Diagnoseunterstützung.
Die Kooperation mit den Eltern wird als essenziell eingestuft, wobei die Ergebnisse jedoch zeigen, dass es in der Praxis oft an einer tiefgehenden, verbindlichen Zusammenarbeit mangelt.
Die Autorin betont, dass eine effektive Förderung von AD(H)S-Kindern Teamarbeit im Kollegium erfordert, um konsistente Strukturen und Verhaltensregeln zu gewährleisten und den einzelnen Lehrer bei der Förderung zu entlasten.
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