Diplomarbeit, 2012
130 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Relevanz und Komplexität der Optimierung im öffentlichen Personenverkehr
1.2. Gliederung der Arbeit
2. Planungsbereiche im Eisenbahnverkehr
2.1. Einblick in den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr
2.2. Einzelne Planungsprobleme im Eisenbahnverkehr
2.2.1. Netzwerkdesign bzw.-planung
2.2.2. Linienplanung
2.2.3. Fahrplanung bzw. Fahrlagenplanung
2.2.4. Fahrpreisplanung
2.2.5. Fahrzeugeinsatzplanung
2.2.6. Personaleinsatzplanung
2.2.7. Delay Management
2.2.8. Zusammenfassung für das Planungssystem im Eisenbahnverkehr
3. Planung von Bahnhaltestellen im Eisenbahnverkehr
3.1. Planungen von Bahnhaltestellen als Standortbestimmung
3.2. Theoretische anwendbare Optimierungsmodelle in der Bahnhofsplanung
3.2.1. Das p-Median Problem bzw. Minisum-Problem
3.2.2. Das p-Zentren Problem bzw. Minimax-Problem
3.2.3. Überdeckungsmodelle bzw. Set Covering Problem
3.2.4. Sonstige anwendbare Modelle in der Planung von Bahnhaltstellen
3.3. Das Maximum Covering Location Problem (MCLP)
3.3.1. Formulierung des mathematischen Optimierungsmodells
3.3.2. Literaturüberblick über einzelne Standortplanungsprobleme
4. Praxisbeispiel: Bahnstrecke Weimar – Jena in Thüringen
4.1. Die Vorgehensweise der Untersuchung
4.2. Ein Überblick über die ausgewählte Bahnstreck Weimar – Jena
4.3. Methoden zur Schätzung der potentiellen Fahrgäste aus Siedlungspunkten
4.3.1. Befragungen bzw. Interviews
4.3.2. Schätzung auf Basis der Daten aus der Vergangenheit
4.4. Berechnungen der aktuellen Überdeckung
4.5. Berechnungen der optimalen Lösungen für das Praxisbeispiel
4.5.1. Eine endliche Menge als sinnvolle Kandidaten-Haltestellen
4.5.2. Berechnung der optimalen Lösungen bei variierenden Parametern
4.5.2.1. Vorgehensweise der dynamischen Programmierung
4.5.2.2. Berechnungen der optimalen Lösungen bei variierenden Radien
4.6. Diskussionen über die Berechnungsergebnisse des Praxisbeispiels
4.6.1. Interpretation der Berechnungsergebnisse
4.6.2. Diskussion über die Tauglichkeit der Annahmen bei der Modellierung
4.6.3. Eine realitätsnaher R für die Planung – eine Umfrage unter Fahrgästen
4.6.4. Handlungsempfehlung für die ausgewählte Bahnstrecke
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Optimierung der Standortplanung von Bahnhaltestellen im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr am konkreten Beispiel der Bahnstrecke Weimar-Jena. Das Hauptziel besteht darin, unter Anwendung mathematischer Optimierungsmodelle, insbesondere des "Maximum Covering Location Problem" (MCLP), eine effiziente Anzahl und Lage von Haltestellen zu ermitteln, die das potentielle Fahrgastaufkommen maximieren.
3.2.1. Das p-Median Problem bzw. Minisum-Problem
In Bezug auf die Planung im öffentlichen Verkehrswesen kann man verschiedene Optimierungsmodelle anwenden, selbst dasselbe Modell kann je nach Einsatzgebiet für unterschiedliche Szenarien verwendet werden. Das p-Meidan Problem bzw. Minisum-Lokalisierungsproblem ist ein klassisches Modell (Hakimi 1964/1965) im Netzwerkdesign. Gegeben sind eine Menge J von Nachfragekonten j mit jeweiliger Nachfragemenge bj und eine Menge I von Logistikknoten i, zugleich ist die Anzahl der zu platzierenden Einrichtungen auf eine vorgeschriebene Zahl n beschränkt. Die Distanz zwischen einem Nachfrageknoten j und einem potentiellen Standort i ist hier als dij zu bezeichnen. Die Zielsetzung ist also die Minimierung der gesamten Summe der mit der Nachfragemenge bj gewichteten Transportdistanz zwischen jeweiligem Nachfrageknoten j und seiner nächsten gelegenen Einrichtung i.
Das Ziel der Funktion (1) ist also die Minimierung der Summe der mit der Nachfrage gewichteten Transportdistanz. Die Nebenbedingen (2) beutet darauf hin, dass jeder Nachfrageknoten j genau von einem Standort i versorgt wird. Durch die Nebenbedingung (3) wird die Anzahl der zu platzierenden Standorte festgeschrieben. Die Nebenbedingungen (4) bedeutet, dass ein Standort nur vorhanden ist, wenn ihm ein Nachfrageknoten zugeordnet ist. Die letzten zwei Bedingungen bestimmen die Wertbereiche der zweier Variablen. Hierbei handelt es sich um ein binäres lineares Optimierungsproblem.
1. Einleitung: Erläutert die Relevanz der Verkehrsplanung sowie die Gliederung der Arbeit anhand eines Beispiels.
2. Planungsbereiche im Eisenbahnverkehr: Gibt einen Überblick über wichtige Planungsaufgaben wie Netzwerkdesign, Linienplanung, Fahrplanung und das Verspätungsmanagement.
3. Planung von Bahnhaltestellen im Eisenbahnverkehr: Stellt mathematische Optimierungsmodelle für die Standortplanung vor, mit Fokus auf dem Maximum Covering Location Problem (MCLP).
4. Praxisbeispiel: Bahnstrecke Weimar – Jena in Thüringen: Wendet die theoretischen Modelle auf die reale Strecke an, schätzt Fahrgastpotenziale und führt Optimierungsberechnungen mittels Dynamischer Programmierung durch.
5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die methodische Vorgehensweise.
Standortplanung, Bahnhaltestellen, Eisenbahnverkehr, MCLP, Maximum Covering Location Problem, Dynamische Programmierung, Fahrgastvolumen, Überdeckung, Verkehrsplanung, Optimierungsmodelle, Schienenpersonennahverkehr, SPNV, Infrastrukturplanung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der methodischen Optimierung der Haltestellenstandorte auf der Bahnstrecke Weimar-Jena, um die Anbindung der Fahrgäste zu verbessern.
Zentral sind die strategische Verkehrsplanung im Eisenbahnsektor, die Anwendung mathematischer Standortplanungsprobleme und die Analyse von Fahrgastströmen.
Ziel ist die Maximierung des abgedeckten Fahrgastpotenzials durch eine optimale Wahl der Haltestellenstandorte auf der Strecke Weimar-Jena unter Berücksichtigung eines Einzugsradius.
Es werden klassische Standortplanungsmodelle wie das Set Covering Problem und das Maximum Covering Location Problem (MCLP) genutzt und mittels Dynamischer Programmierung gelöst.
Der Hauptteil widmet sich der Modellierung des MCLP, der Datenerhebung für das Praxisbeispiel und der algorithmischen Berechnung der optimalen Standorte.
Standortplanung, MCLP, Bahnhaltestellen, Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Dynamische Programmierung sind die zentralen Begriffe.
Der Autor führt eine ergänzende Fahrgastbefragung durch, um die reale Akzeptanz von Distanzen zwischen Wohnort und Haltestelle kritisch zu hinterfragen.
Der Autor empfiehlt aus Kosten-Nutzen-Gründen den Einsatz von drei Haltestellen und schlägt einen Einzugsradius von 3 km für die zukünftige Planung vor.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

