Bachelorarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 5.5
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Ziele der Arbeit und Methodenwahl
2 Lebensphase Jugend
2.1 Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen
2.1.1 Psychische Entwicklungen („Qualifizieren“)
2.1.2 Physische Entwicklungen („Binden“)
2.1.3 Emotionale Entwicklung („Konsumieren“)
2.1.4 Soziale Entwicklung („Partizipieren“)
3 Offene Kinder- und Jugendarbeit als Antwort auf jugendliche Entwicklungsaufgaben
3.1 Gesetzliche Verankerung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
3.2 Funktion und Leistung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4 Mensch und Hund - Wechselwirkungen
4.1 Der Mensch und der Hund – zufällige Begegnung?
4.2 Erklärungsmodelle zur Mensch-Tierbeziehung
4.2.1 Du-Evidenz
4.2.2 Bindungstheorie
4.2.3 Biophilie-Hypothese
4.3 Einflüsse von Tieren auf Kinder und Jugendliche
4.4 Verstehen sie uns?
5 Tiergestützte Interventionen als Methode der Sozialen Arbeit
5.1 Historische Entwicklung der tiergestützten Interventionen
5.1.1 Tiergestützte Aktivität
5.1.2 Tiergestützte Pädagogik
5.1.3 Tiergestützte Therapie
5.2 Potenziale tiergestützter Pädagogik nutzen
6 Hunde in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
6.1 Voraussetzungen der jugendlichen Klientin oder des jugendlichen Klienten
6.2 Rahmenbedingungen
6.3 Voraussetzungen des Hundes
6.4 Voraussetzungen der Hundeführerin oder des Hundeführers
6.5 Nutzen und Grenzen
6.5.1 Psychischen Entwicklung („Qualifizieren“)
6.5.2 Physischen Entwicklung („Binden“)
6.5.3 Emotionalen Entwicklung („Konsumieren“)
6.5.4 Sozialen Entwicklung („Partizipieren“)
6.6 Mögliche Einsatzgebiete in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
7 Fazit und Anforderungen an die Soziale Arbeit
7.1 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage
7.2 Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Potenzial tiergestützter Interventionen, insbesondere den Einsatz von Hunden, als unterstützende Methode in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie Hunde bei der Bewältigung zentraler Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen im Rahmen der OKJA wirken können, um ihre soziale und emotionale Kompetenz zu fördern.
4.4 Verstehen sie uns?
Die jahrhundertealte Beziehung von Mensch und Hund hat die Kommunikation verfeinert. Wie sehr, beschreibt Fenzel (2009) in ihrem Artikel von diversen Studien des Leipziger Max Planck Instituts für evolutionäre Anthropologie.
Hunde können durch einen Fingerzeig des Menschen erkennen, wo Futter versteckt ist, egal wie alt sie sind. Die Fähigkeit, menschliche Gesten zu deuten, scheint ihnen angeboren zu sein. Sie heben sich dadurch von anderen Tieren ab, denn weder Wölfe noch Affen zeigen diese Fähigkeit auch nur annähernd so ausgeprägt.
Hunde verstehen Menschen, manchmal sogar besser als ihre eigenen Artgenossen. Für den Menschen bleibt es jedoch wissenschaftlich ungeklärt, ob wir Menschen die Hunde ebenfalls verstehen, da das Verstehen ein Begreifen eines Sachverhaltes erfordert. Der jeweilige Sachverhalt lässt sich jedoch nicht überprüfen. Wir werden niemals genau wissen, ob unsere Annahmen wirklich der Wahrheit entsprechen, der Hundekopf bleibt uns verschlossen und die sprachliche Verständigung ist weiterhin nicht möglich.
Fenzel (2009) beschrieb jedoch noch weitere verblüffende Studienergebnisse. So verhalten sich Hunde verschieden, je nachdem, ob sie vom Menschen angesehen werden oder nicht. Der Mensch konnte im Versuch die Hunde durch ein „Aus“-Signal daran hindern, Wurst vom Boden zu fressen. Doch sobald sich die Person umdrehte und die Hunde unbeobachtet waren, zögerten sie nicht lange und frassen die Wurst trotz des „Verbotes“.
1 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Arbeit und legt die Forschungsfrage zur Wirkung von Hunden in der OKJA fest.
2 Lebensphase Jugend: Es werden die zentralen Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen nach Hurrelmann & Quenzel theoretisch fundiert dargestellt.
3 Offene Kinder- und Jugendarbeit als Antwort auf jugendliche Entwicklungsaufgaben: Dieses Kapitel erläutert den Auftrag und die gesetzliche Verankerung der OKJA sowie deren Funktion in der Unterstützung Jugendlicher.
4 Mensch und Hund - Wechselwirkungen: Die historischen und biologischen Hintergründe der Mensch-Hund-Beziehung werden dargelegt, um das Potenzial tiergestützter Interventionen zu verdeutlichen.
5 Tiergestützte Interventionen als Methode der Sozialen Arbeit: Es erfolgt eine wissenschaftliche Differenzierung der Interventionsbereiche (Aktivität, Pädagogik, Therapie) und deren Anwendung in der Sozialen Arbeit.
6 Hunde in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Dieses Kapitel behandelt die konkreten Anforderungen, Rahmenbedingungen und Einsatzgebiete für Hunde im Kontext der OKJA.
7 Fazit und Anforderungen an die Soziale Arbeit: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, die Forschungsfrage beantwortet und Anforderungen an die Professionalisierung formuliert.
Offene Kinder- und Jugendarbeit, OKJA, tiergestützte Pädagogik, Mensch-Hund-Beziehung, Entwicklungsaufgaben, Adoleszenz, Soziale Arbeit, Bindungstheorie, Biophilie, Stressreduktion, soziale Kompetenz, Professionalisierung, Interventionsformen, Jugendtreff, Hundetraining.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Hunden in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als Methode, um Jugendliche in ihrer Entwicklung ganzheitlich zu unterstützen.
Die Themen umfassen die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, die Grundlagen der OKJA, die Mensch-Tier-Beziehung sowie die Theorie und Praxis der tiergestützten Pädagogik.
Die Hauptfragestellung lautet, wie Hunde in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gezielt auf die Entwicklung von Jugendlichen einwirken können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Studien, Theorien und empirische Erkenntnisse analysiert, um eine fundierte Grundlage für tiergestützte Interventionen zu schaffen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Jugendphase, Erklärungsmodelle zur Mensch-Hund-Beziehung, Methoden der tiergestützten Intervention und eine spezifische Anwendung für den Jugendtreff-Kontext.
Die zentralen Begriffe sind Offene Kinder- und Jugendarbeit, tiergestützte Pädagogik, Sozialarbeit, Entwicklungsaufgaben und Mensch-Hund-Interaktion.
Ein Hund fungiert als „sozialer Katalysator“, der Hemmungen abbaut, den Erstkontakt zu den Jugendarbeitenden erleichtert und als neutrales Gesprächsthema dient.
Neben einer entsprechenden Ausbildung des Hundes sind die psychische Stabilität der Fachperson, das Wohlbefinden des Tieres und die freiwillige Akzeptanz durch die Jugendlichen entscheidend.
Die Autorin betont, dass eine wissenschaftliche Fundierung notwendig ist, um die Methode professionell zu legitimieren, staatliche Anerkennung zu erlangen und die Qualität der Angebote zu sichern.
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