Bachelorarbeit, 2011
64 Seiten, Note: 1,6
1 Einführung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Themenwahl / Verwendete Methoden
2 Internationales Olympisches Komitee
2.1 Allgemeines
2.2 Gründung
2.3 Wichtige Organe und ihre Aufgaben
2.3.1 IOC-Session
2.3.2 Die IOC-Mitgliedschaft
2.3.3 Die Olympische Charta
2.3.4 Die Olympische Bewegung
2.3.5 Die Kommissionen
2.4 Kritik am IOC
3 Olympische Spiele als Franchise-Unternehmen
4 Finanzierung der Olympischen Sommerspiele
4.1 Einführung
4.2 Finanzierung durch staatliche Zuschüsse und Spenden
4.2.1 Einführung
4.2.2 Athen 1896
4.2.3 Rom 1960
4.2.4 Montreal 1976
4.2.5 Atlanta 1996
4.3 Finanzierung durch Sponsoren
4.3.1 Einführung
4.3.2 Athen 1896
4.3.3 Rom 1960
4.3.4 Montreal 1976
4.3.5 Atlanta 1996
4.3.6 Sponsoringbeispiel
4.3.7 TOP-Programm
4.3.8 Inlandssponsoring
4.4 Finanzierung durch Berichterstattung/Medien
4.4.1 Allgemein
4.4.2 Athen 1896
4.4.3 Rom 1960
4.4.4 Montreal 1976
4.4.5 Atlanta 1996
4.4.6 Kosten für Übertragungsrechte
5 Zahlenübersicht
6 Schlussbemerkung
6.1 Aktuelle Situation
6.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Finanzierungsstrukturen der Olympischen Sommerspiele. Ziel ist es, die Kommerzialisierung dieser Sportgroßveranstaltung im zeitlichen Verlauf – von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur modernen Ära – kritisch zu hinterfragen und die Bedeutung der finanziellen Abhängigkeit von Sponsoren, Medienrechten und öffentlichen Mitteln anhand konkreter Beispiele darzulegen.
3 Olympische Spiele als Franchise-Unternehmen
Um das System der Olympischen Spiele zu verdeutlichen, lässt sich ein guter Vergleich mit einem Franchise-Unternehmen ziehen. Die Aufgabe der Austragungsstädte ist es, das Konzept der Olympischen Spiele mit all ihren Symbolen, Traditionen, Ritualen und Abläufen auf die jeweilige Stadt zu übertragen und dabei eine gewisse Konstanz zu gewährleisten. Im übertragenen Sinn ist der Ablauf ähnlich wie bei einer Fastfood-Kette. Nach festgelegter Rezeptur, im Fall der Spiele ist es die Olympische Charta, wird produziert.
Der Engländer Michael Payne war lange Zeit hauptamtlicher Marketingchef des IOC und hat Anfang der 80er Jahre, nachdem sich die Olympischen Spiele dem Kommerz geöffnet hatten, die Grundsätze der olympischen Vermarktung ausgearbeitet:
“Franchise ist eine sehr gute Beschreibung. Das IOC ist der Franchisegeber – die Organisationskomitees, Austragungstädte und -länder sind die Franchisenehmer. Das Geschäft der Vertragspartner besteht darin, erfolgreiche Olympische Spiele auszurichten. Ich habe das oft so beschrieben. Wenn man es einem Außenstehenden erklären soll, passt dieses Franchisemodell ziemlich genau.”
Im Vertrag mit dem Olympiaausrichter heißt es, dass der Franchisenehmer grundsätzlich das volle finanzielle Risiko trägt. Das IOC verlangt zum Beispiel folgendes:
• Die Verpflichtung, alle Sicherheits-, medizinischen-, Zoll- und andere regierungsbezogenen Dienstleistungen bereitzustellen, ohne dass dem Organisationskomitee (OCOG) Kosten entstehen.
• Die Verpflichtung, alle den öffentlichen Behörden gehörenden sportlichen und nicht-sportlichen Veranstaltungsorte dem OCOG zur Verfügung zu stellen, entweder kostenlos oder für Mietkosten, die vorher durch das IOC genehmigt werden müssen.
1 Einführung: Die Einleitung definiert den Fokus auf die Finanzierung, erläutert die methodische Vorgehensweise anhand ausgewählter historischer Beispiele und steckt den Rahmen der Bachelorarbeit ab.
2 Internationales Olympisches Komitee: Dieses Kapitel behandelt die Gründung, die Aufgaben der Organe wie die IOC-Session und die Kommissionen sowie die Rolle der Olympischen Charta und die Kritik an der Struktur des IOC.
3 Olympische Spiele als Franchise-Unternehmen: Hier wird das Franchise-Modell als analytischer Vergleich herangezogen, um das Geschäftsmodell der Olympischen Spiele zwischen dem IOC als Franchisegeber und den Gastgeberstädten als Franchisenehmer zu erklären.
4 Finanzierung der Olympischen Sommerspiele: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die drei Säulen der Finanzierung – öffentliche Zuschüsse/Spenden, Sponsoring und Medienrechte – anhand von Fallbeispielen in unterschiedlichen Dekaden.
5 Zahlenübersicht: Eine strukturierte Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben der untersuchten Spiele (Athen 1896 bis Atlanta 1996), die die finanzielle Entwicklung und Kommerzialisierung belegt.
6 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Betrachtung der aktuellen Situation der IOC-Finanzen und einem Ausblick auf zukünftige wirtschaftliche Herausforderungen der olympischen Bewegung.
Olympische Spiele, IOC, Finanzierung, Sponsoring, Medienrechte, Franchise, Kommerzialisierung, Olympische Charta, Sportmarketing, Olympiabudget, Sportgroßveranstaltung, Fernsehübertragung, TV-Rechte, Öffentliche Zuschüsse, Ökonomie im Sport.
Die Arbeit analysiert die historische und ökonomische Entwicklung der Finanzierung von Olympischen Sommerspielen, um zu verdeutlichen, wie sich diese Veranstaltung von einer ideellen Sportbewegung zu einem globalen Milliardengeschäft entwickelt hat.
Die Kernbereiche sind die Finanzierung durch staatliche Mittel, Sponsoring-Konzepte (insbesondere das TOP-Programm) und die enorme Bedeutung der Medienrechte für das heutige Geschäftsmodell.
Das Ziel ist es, die Komplexität der finanziellen Hintergründe von Olympischen Spielen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass hinter der sportlichen Show massive finanzielle Entscheidungen und Abhängigkeiten stehen.
Die Arbeit basiert auf einer thematischen Analyse und einem historischen Vergleich, wobei für die finanzielle Betrachtung vier spezifische Jahreszahlen (1896, 1960, 1976, 1996) als Vergleichspunkte dienen.
Im Hauptteil werden die Einnahmequellen detailliert aufgeschlüsselt, wobei insbesondere die Rolle von Sponsoren wie Coca-Cola oder IBM und die Entwicklung der TV-Rechte im Zentrum stehen.
Die zentralen Begriffe sind Olympische Spiele, IOC, Finanzierung, Kommerzialisierung, Franchise-Modell, Sponsoring und Medienrechte.
Montreal gilt als finanzielles Fiasko, da die hohen Schulden die Stadt über Jahrzehnte belasteten und das Scheitern der Kalkulation auf das Defizit-Risiko der Spiele hinweist.
Das TOP-Programm wurde eingeführt, um langfristige Partnerschaften mit internationalen Konzernen zu etablieren und die finanzielle Unabhängigkeit des IOC vom reinen TV-Rechte-Verkauf zu erhöhen.
Medienrechte sind zur wichtigsten Einnahmequelle geworden, da sie durch ihre globale Reichweite eine enorme Kapitalisierung ermöglichen und die wirtschaftliche Grundlage für die gesamte olympische Familie bilden.
Experten warnen vor einem übermäßigen Gigantismus und mahnen, dass die sportlichen Ideale nicht vollständig den Bedürfnissen der Werbewirtschaft untergeordnet werden dürfen, um den kulturellen Wert zu bewahren.
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