Bachelorarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definition und Einordnung der Begriffe
2.1 Hedgefonds
2.1.1 Abgrenzung zu „klassischen“ Fonds
2.1.2 Entwicklung der Branche
2.2 Schattenbanken
2.2.1 Tätigkeitsbereiche
2.2.2 Sind Hedgefonds dem Schattenbanksystem zuzuordnen?
3 Prozess der öffentlichen Meinungsbildung
3.1 Öffentliche Meinung
3.2 Theorien der öffentlichen Meinung
3.2.1 Schweigespirale
3.2.2 Meinungsführerschaft
3.3 Massenmedien
3.4 Hypothese
4 Empirische Untersuchungen
4.1 Tageszeitungen (2007-2008)
4.1.1 Bild
4.1.2 Süddeutsche Zeitung
4.1.3 The Times
4.2 Heuschrecken-Debatte
4.3 Ansichten der Zentralbanken
4.3.1 Deutschland
4.3.2 Großbritannien
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der öffentlichen Meinungsbildung auf die Wahrnehmung von Hedgefonds in Deutschland und Großbritannien, insbesondere im Kontext der Finanzkrise und der sogenannten „Heuschrecken-Debatte“. Ziel ist es, die Rolle von Medien und Politikern bei der negativen Stigmatisierung dieser Anlageklasse zu identifizieren und empirisch zu überprüfen, ob eine systematische Beeinflussung der öffentlichen Meinung stattfand.
2.1.1 Abgrenzung zu „klassischen“ Fonds
Nun soll mit der Definition des Begriffs Hedgefonds fortgefahren werden. Allerdings treten schon bei der Definition des Begriffs Hedgefonds einige Probleme auf. Erstens gibt es keine Legaldefinition von Hedgefonds. Zweitens führen sie vorrangig Geschäfte durch, die denen traditioneller Investmentfonds ähneln. Es werden nämlich, wie bei anderen Fonds auch, Gelder von Investoren eingesammelt und dieses Geld wird auf den internationalen Finanzmärkten investiert.
Es muss an dieser Stelle also auf spezielle Charakteristika eingegangen werden, um Hedgefonds eindeutig von anderen Fonds unterscheiden zu können. So kann z. B. auf den Fremdkapitalanteil eines Hedgefonds im Verhältnis zu seinem Gesamtkapital Bezug genommen werden. Dies ist einer der fundamentalen Unterschiede von Hedgefonds gegenüber „klassischen“ Investmentfonds. Dadurch, dass Hedgefonds einen hohen Fremdkapitalanteil aufweisen, nutzen sie den Hebeleffekt (Leverage-Effekt), welcher durch die vorrangige Investition in Hebelprodukte bspw. Finanzderivate zusätzlich verstärkt wird. Hedgefonds ändern sehr schnell und sehr häufig die von ihnen aufgebauten Geschäftspositionen. Sie sind an keine Anlageklasse, -region oder -instrumente gebunden und verfügen somit über große Freiheiten in ihren Anlageentscheidungen.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der öffentlichen Wahrnehmung von Hedgefonds und Formulierung der Forschungsfragen.
2 Definition und Einordnung der Begriffe: Klärt die Merkmale von Hedgefonds im Vergleich zu klassischen Fonds sowie das Konzept der Schattenbanken.
3 Prozess der öffentlichen Meinungsbildung: Erläutert theoretische Modelle wie die Schweigespirale und die Bedeutung der Meinungsführerschaft durch Medien.
4 Empirische Untersuchungen: Analysiert quantitative Medienberichte und die Heuschrecken-Debatte sowie die Perspektiven der Zentralbanken.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Erkenntnisse zur negativen Beeinflussung durch Meinungsführer.
Hedgefonds, Schattenbanken, öffentliche Meinung, Schweigespirale, Heuschrecken-Debatte, Finanzkrise, Medienanalyse, Finanzstabilität, Zentralbanken, Investmentfonds, Leverage-Effekt, Markteffizienz, Politik, Massenmedien, Kapitalismus.
Die Arbeit befasst sich mit der negativen öffentlichen Wahrnehmung von Hedgefonds in Deutschland und der EU und untersucht, ob und wie diese durch Medien und politische Debatten beeinflusst wurde.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Finanzbegriffen, der Kommunikationstheorie zur Meinungsbildung und der empirischen Analyse von Zeitungsberichten.
Das Hauptziel ist es zu identifizieren, welche Diskussionen in der Öffentlichkeit die negative Einstellung gegenüber Hedgefonds entscheidend geprägt haben.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Tageszeitungen und offiziellen Finanzberichten durchgeführt, um die Art und Häufigkeit der Berichterstattung zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsabgrenzung, die Darstellung von Meinungsbildungstheorien und eine detaillierte empirische Auswertung von Medieninhalten sowie Zentralbank-Ansichten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hedgefonds, Heuschrecken-Debatte, öffentliche Meinung, Finanzkrise und Medienanalyse charakterisiert.
Die Analyse bestätigte, dass die Metapher durch politische Initiatoren (insbesondere Franz Müntefering) geprägt wurde und durch intensive Medienberichterstattung maßgeblich zur Stigmatisierung von Hedgefonds beitrug.
Während beide Zentralbanken ähnliche systemische Risiken sehen, betont die Bank of England stärker die positiven Aspekte von Hedgefonds, wie deren Beitrag zur Markteffizienz und Liquidität.
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