Examensarbeit, 2014
100 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Musiktherapie
2.1 Zur Wirkung von Musik
2.2 Definition von Musiktherapie
2.3 Historische Betrachtung der Musiktherapie
2.4 Arbeitsfelder der Musiktherapie
2.5 Allgemeine Ziele der Musiktherapie
2.6 Musiktherapeutische Ansätze, Formen und Methoden
2.6.1 Musiktherapeutische Ansätze
2.6.2 Einzel - und Gruppentherapie
2.6.3 Rezeptive und Aktive Musiktherapie
3. Improvisation als Methode der Musiktherapie
3.1 Einführung
3.1.1 Improvisation im Alltag
3.1.2 Definition von Improvisation
3.1.3 Geschichtlicher Hintergrund zur musiktherapeutischen Improvisation
3.2 Formen und Ansätze der Improvisation
3.3 Voraussetzungen und Ziele einer Improvisation
3.4. Arbeitsmittel und Elemente einer Improvisation
3.5 Ablauf und Ausführung einer Gruppenimprovisation
3.5.1 Experimentierphase
3.5.2 Musizierphase
3.5.3 Reflexionsphase
3.6 Kontaktstörungen
4. Musiktherapeutisches Arbeiten im Musikunterricht
4.1 Zur Abgrenzung von Musiktherapie und Musikpädagogik
4.2 Musiktherapie als Arbeitsfeld in Schulen
4.2.1 Erfahrungen
4.2.2 Legitimation für Musiktherapie im Lebensraum Schule
4.3 Ziele musiktherapeutischen Arbeitens im Musikunterricht
4.4. Voraussetzungen, Mittel und Arbeitsprinzipien
4.4.1 Voraussetzungen und Aufgaben der Institution Schule
4.4.2 Voraussetzungen und Aufgaben der Schüler
4.4.3 Voraussetzungen und Aufgaben des Lehrers
5. Projektbeschreibung
5.1 Vorbereitung
5.2 Zielformulierung
5.3 Durchführung
5.4 Abschließende Einschätzung
6. Resumée
Die Arbeit untersucht das Potenzial musiktherapeutischer Methoden, insbesondere der Improvisation, als ergänzendes Instrument im Musikunterricht der Grundschule. Das Hauptziel ist die Förderung einer positiven Klassengemeinschaft und sozialer Kompetenzen durch kreative Prozesse, wobei die Persönlichkeitsstärkung der Schüler im Vordergrund steht.
3.1.2 Definition von Improvisation
Allgemein wird Improvisation als ein "unvermutetes, unvorbereitetes, [...] unvorhergesehenes Handeln" (HMT 2014) oder Ereignis beschrieben.
Improvisation als "das gleichzeitige Erfinden und Ausführen von Musik ohne offenkundige unmittelbare Vorbereitung" (Flotzinger 2013) unterscheidet sich musikalisch gesehen "von traditionell fixierter Komposition" (HMT 2014) dadurch, dass es weder eine Vorlage noch eine Erwartungshaltung gibt. Während eine Komposition geplant und konstruiert ist, soll in der Improvisation etwas Neues, Natürliches und Organisches geschaffen werden. Improvisation als wichtigste Methode der aktiven Musiktherapie zeigt im Prozess "des Experimentierens, Gestaltens und Reflektierens" (Körber 2013, S.84) "eine Zwischenwelt [...], in de[r] Ungeplantes, Unvorhergesehenes geschehen darf" (Mahns 1997, S.85).
Mahns beschreibt eine Improvisation als "ein Experiment der Selbstwahrnehmung und Grenzüberschreitung" (ebd., S.86), durch die der Patient "seine Identität [...] beleuchten, [...] Konflikte besser [...] verstehen und [in] ein neues Gleichgewicht" (ebd.) bringen kann. Als "ein bewegtes ´Abbild´ seelischen Geschehens" (DV 2000, S.329) deckt Improvisation "frühe Erfahrungen auf und bringt sie hörbar mit ´ins Spiel´" (Tüpker 2008, S.6).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die motivierende Wirkung von Musik und begründet das Anliegen, musiktherapeutische Methoden für den Schulalltag zu adaptieren.
2. Musiktherapie: Dieses Kapitel definiert Musiktherapie, betrachtet ihre historische Entwicklung und beleuchtet Ansätze, Arbeitsfelder sowie allgemeine Ziele.
3. Improvisation als Methode der Musiktherapie: Es wird die Bedeutung der Improvisation für den Ausdruck innerer Prozesse untersucht, einschließlich ihrer Formen, Ziele und der notwendigen Rahmenbedingungen.
4. Musiktherapeutisches Arbeiten im Musikunterricht: Dieses Kapitel differenziert Musiktherapie von der Musikpädagogik und diskutiert die Herausforderungen und Voraussetzungen für ihre Anwendung in der Schule.
5. Projektbeschreibung: Hier wird ein in der Praxis erprobtes Projekt an einer Grundschule detailliert beschrieben, einschließlich Vorbereitung, Durchführung und einer abschließenden Reflexion.
6. Resumée: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer zukünftigen, schrittweisen Integration musiktherapeutischer Elemente in den Schulalltag.
Musiktherapie, Improvisation, Musikunterricht, Grundschule, Klassengemeinschaft, Gruppendynamik, Sozialkompetenz, Selbsterfahrung, Musikpädagogik, Kontaktstörungen, Persönlichkeitsstärkung, Resonanz, emotionaler Ausdruck.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Einsatzmöglichkeiten musiktherapeutischer Ansätze, speziell der Improvisation, in regulären Grundschulklassen zur Förderung der Klassengemeinschaft.
Die Arbeit verknüpft die theoretischen Grundlagen der Musiktherapie mit pädagogischen Anforderungen und reflektiert deren praktische Umsetzung im Musikunterricht.
Das Hauptziel ist die Verbesserung der Klassengemeinschaft und Gruppendynamik, indem Schüler durch Improvisation ihre Persönlichkeit stärken und soziale Kompetenzen erwerben.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie auf eine projektbezogene, qualitative Fallstudie in einer vierten Klasse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Musiktherapie, das Verständnis der Improvisation, die Abgrenzung zur Musikpädagogik und die praktische Projektdurchführung.
Musiktherapie, Improvisation, Musikunterricht, Klassengemeinschaft, Sozialkompetenz und Selbsterfahrung stehen im Zentrum der Untersuchung.
Die Lehrkraft nimmt eine Doppelrolle als Pädagoge und therapeutischer Begleiter ein, was hohe Anforderungen an Authentizität, Flexibilität und Abgrenzungsfähigkeit stellt.
Die Schüler zeigen sich grundsätzlich offen, können jedoch anfänglich durch die ungewohnte Freiheit ohne explizite Leistungsziele überfordert sein, was eine sensible Begleitung erfordert.
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