Forschungsarbeit, 1999
52 Seiten
Vorwort
1 Einführung
2 Ortsname und das historische Umfeld
3 übersicht der adligen Grundbesitzer
4 Von der Ortsgründung bis zum Ende des Adelsbesitzes
5 Vor und während des Zweiten Weltkrieges, sowie die Aussiedlung der deutschen Bewohner
6 Nachkriegszeit und die kommunistische Ära
7 Nach der "Samtenen Revolution"
8 Statistische Angaben
9 Adlige Grundbesitzer und ihre Adelsgeschlechter
10 Adelswappen
Epilog
Die vorliegende Chronik verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Bewusstwerdung der gemeinsam erlebten Geschichte von Tschechen und Deutschen zu leisten. Anhand der Historie des Dorfes Radimovice, das im Laufe der Zeit von beiden Bevölkerungsgruppen bewohnt wurde, untersucht die Arbeit die Entwicklung eines ländlichen Raums, die Veränderungen von Besitzverhältnissen sowie die soziopolitischen Auswirkungen auf die Bewohner im Kontext der europäischen Geschichte.
4 Von der Ortsgründung bis zum Ende des Adelsbesitzes
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann davon ausgegangen werden, daß die Ortsgründung (vor 1263) auf dem Gelände des heutigen Anwesens Nr. 35 ihren Anfang nahm. Dafür spricht der Umstand, daß im Laufe der Jahrhunderte sich auf diesem Gelände das Landgut befand. Nun soll etwas näher auf dessen Bausubstanz eingegangen werden. Die Architektur des Stallgebäudes (mit böhmischenGewölben) erbaut. In das Stallgebäude zeigt deutlich die barocke Silepoche und und wurde sehr wahrscheinlich vor 1654 erbaut. In das Stallgebäude ist seitlich eine zweistöckige Wochnung integriert, in der möglicherweise die adlige Familie von Harnach bis nach 1690 wohnte. Es kann davon ausgegangen werden, daß die meisten Gebäude des Anwesens die ältesten Bauwerke im gesamten Ort sind. Das alte Speichergebäude hat schießschaftenähnliche Fensteröffnungen, sowie eine alte verrostete Eisentür. Das Erdgeschoß ist erhöht, gut 1,5 m höher als die Umgebung. Offesichtlich konnte dieses Gebäude nötigenfalls auch verteidigt werden ("tvrz" ). Wahrscheinlich stammt es noch aus der Zeit vor
Vorwort: Einführung in die Thematik der deutsch-tschechischen Geschichte und Danksagung an die beteiligten Archive und Personen.
1 Einführung: Erläuterung der Redewendung "böhmische Dörfer" und Hinführung zur historischen und heraldischen Bedeutung von befestigten Herrensitzen in Böhmen.
2 Ortsname und das historische Umfeld: Geografische Einordnung von Radimovice und erste urkundliche Erwähnung des Ortes im Jahr 1263.
3 übersicht der adligen Grundbesitzer: Chronologische Aufstellung der historischen Adelsbesitzer des Dorfes und des Gutshofes.
4 Von der Ortsgründung bis zum Ende des Adelsbesitzes: Untersuchung der baulichen Entwicklung des Landgutes und der architektonischen Besonderheiten der Gebäude.
5 Vor und während des Zweiten Weltkrieges, sowie die Aussiedlung der deutschen Bewohner: Darstellung der politischen Ereignisse im Zuge der deutschen Okkupation und der späteren Aussiedlung.
6 Nachkriegszeit und die kommunistische Ära: Analyse der Enteignungen und der Umwandlung der Höfe in staatliche landwirtschaftliche Genossenschaften nach 1948.
7 Nach der "Samtenen Revolution": Dokumentation der Rückgabe von Grundeigentum durch das Gesetz Nr. 229/1991 Sb. und die spätere Umnutzung der Gebäude.
8 Statistische Angaben: Zusammenstellung von Daten zur Bodenfläche, Häuserzahlen und Besiedelungsentwicklung über mehrere Jahrhunderte.
9 Adlige Grundbesitzer und ihre Adelsgeschlechter: Detaillierte genealogische und historische Erläuterungen zu den einflussreichen Adelsfamilien der Region.
10 Adelswappen: Präsentation der Wappen der Grundbesitzer inklusive blasonierender Beschreibungen.
Epilog: Abschließende Reflexion zur Bedeutung der Chronik und zum kulturellen Austausch.
Radimovice, Böhmen, Dorfchronik, Adelsgeschlechter, Grundbesitz, Landesgeschichte, Zweiter Weltkrieg, Kommunismus, Samtene Revolution, Wappenkunde, Heraldik, Siedlungsgeschichte, Restitution, Landwirtschaft, Tschechisch-Deutsche Geschichte.
Die Arbeit dokumentiert die Chronik des böhmischen Dorfes Radimovice und die wechselvolle Geschichte seines ehemaligen Landgutes unter verschiedenen Adelsbesitzern und politischen Systemen.
Die zentralen Felder umfassen die Genealogie adliger Familien, die bauliche Entwicklung, die Auswirkungen der Weltkriege sowie die politischen Veränderungen in der Tschechoslowakei im 20. Jahrhundert.
Ziel ist es, die gemeinsam erlebte Geschichte von Tschechen und Deutschen an einem konkreten Fallbeispiel aufzuarbeiten und die historische Identität des Ortes zu bewahren.
Der Autor nutzt historische Quellen, Archivmaterial, Katastereinträge und Zeitzeugenaussagen, um eine chronologische und genealogische Aufarbeitung der Dorf- und Gutshistorie zu erstellen.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Adelsbesitzer, die architektonische Entwicklung des Gutes sowie die sozio-politischen Umbrüche vom Mittelalter bis in die Nachkriegszeit detailliert analysiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Radimovice, Adelsgeschichte, Wappenkunde, Restitution und deutsch-tschechische Regionalgeschichte charakterisieren.
Die Bodenreform führte zur Enteignung größerer Landbesitze über 150 Hektar, wodurch das Gut Radimovice und die zugehörigen Restgüter enteignet und letztlich verkauft wurden.
Nach der Restitution an die Erben wurden die Gebäude teils renoviert, als Kunstgalerie und Atelier genutzt, wodurch die Gebäude des ehemaligen Gutshofes wieder in einen gemeinsamen Besitz übergingen.
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