Magisterarbeit, 2014
104 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele
1.2.1 Forschungsfragen
1.2.2 Struktur und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Literaturrecherche
2.2 Familien – System Theorie
2.2.1 Kernfamilie
2.2.2 Systemtheorie
2.3 Konzept der familien- und umweltbezogenen Pflege
2.4 Information versus Kommunikation
2.4.1 Kommunikation als System
2.4.2 Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Angehörigen
2.4.3 Menschliche Bedürfnisse
2.4.4 Bedürfnis – Turm
2.5 Pflegefachkompetenz
2.5.1 Stufe 1: Neuling
2.5.2 Stufe 2. Fortgeschrittener Anfänger
2.5.3 Stufe 3: Kompetente Pflegende
2.5.4 Stufe 4: Erfahrene Pflegende
2.5.5 Stufe 5: Pflegeexpertin
2.6 Angehörigenbetreuung
2.6.1 Familien auf einer Intensivstation
2.6.2 Bedürfnisse der Angehörigen eines Intensivpatienten
2.6.3 Aufklärungs- und Informationsgespräche
2.6.4 Bedürfnis nach Information
2.6.5 Betreuungskonzepte
3 Methodik
3.1 Qualitative Forschung
3.1.1 Phänomenologie in der qualitativen Forschung
3.1.2 Gütekriterien qualitativer Forschung
3.1.3 Ethische Aspekte
3.1.4 Population und Stichprobe
3.1.5 Ein- und Ausschlusskriterien
3.1.6 Problemzentriertes Interview als Messinstrument
3.1.7 Halbstrukturierter Interviewleitfaden
3.1.8 Transkription
3.1.9 Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2008)
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der Ergebnisse
4.1.1 Warteraum vor der Intensivstation
4.1.2 Ganzheitliche Pflege
4.1.3 Bedürfnisse
4.1.4 Emotionen
4.1.5 Empfinden
4.1.6 Erleben
4.1.7 Verbesserungspotential
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion mit Limitationen und Ausblick
5.1 Limitation
5.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Erleben von Belastungssituationen bei Angehörigen von Patienten auf einer Intensivstation zu untersuchen und deren spezifische Informationsbedürfnisse zu identifizieren, um das Pflegepersonal bei der Gestaltung einer adäquaten Angehörigenbetreuung zu unterstützen.
Warteraum vor der Intensivstation
Diese Hauptkategorie beinhaltet fünf Subkategorien. Hier werden die Gefühle, welche die befragten Personen bei der Ankunft im Warteraum haben, beschrieben. Außerdem wird in den Subkategorien erläutert, wie die einzelnen Interviewpartner von den jeweiligen Pflegepersonen empfangen werden, welche Gedanken sich im Kopf der befragten Personen abspielen und wie sie die Zeit im Warteraum erlebt haben. Zusätzlich wird in der Subkategorie Stellung genommen, ob die Teilnehmer Informationen bei längeren Wartezeiten von den Pflegepersonen erhalten haben. Der Warteraum vor der Intensivstation hat eine große Bedeutung für die Angehörigen. Hier erfolgt die erste Begegnung mit dem Pflegepersonal und dieser Kontakt ist oft entscheidend für eine vertrauensvolle Beziehung. Die Haltung der Pflegeperson gegenüber den Angehörigen zeigt sich schon in wenigen Worten und Gesten. Beim Erstkontakt erfahren Angehörige, ob sie vom Pflegepersonal ernst genommen werden.
Gefühle bei der Ankunft im Warteraum
Alle befragten Personen (n= 8) erzählen, dass sie große Angst bei der Ankunft im Warteraum vor der Intensivstation hatten, sehr nervös waren und gemischte Gefühle hatten. Keiner der Teilnehmer hatte zuvor eine Intensivstation gesehen und somit wusste niemand was ihn vor Ort erwarten würde. Die befragten Personen machten sich große Sorgen um den Gesundheitszustand der erkrankten Familienmitglieder. Das Gefühl der Hilflosigkeit zu diesem Zeitpunkt empfanden die Teilnehmer als sehr belastend.
1 Einleitung: Beleuchtung der Relevanz der Angehörigenbetreuung als Teil einer ganzheitlichen, systemorientierten Pflege in der Intensivmedizin.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Darstellung der Familien-System Theorie und des Konzepts der familien- und umweltbezogenen Pflege, sowie Erläuterung der Bedeutung von Kommunikation und Pflegefachkompetenz.
3 Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes mittels problemzentrierter Interviews sowie der Datenauswertung nach Mayring.
4 Ergebnisse: Analyse und Präsentation der zentralen Kategorien, die das Erleben, die Bedürfnisse und die Belastungen der Angehörigen auf der Intensivstation widerspiegeln.
5 Diskussion mit Limitationen und Ausblick: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse im Kontext aktueller Literatur sowie Identifikation von Implikationen für die pflegerische Praxis.
Angehörigenbetreuung, Intensivstation, Patienten, Pflegepersonal, Kommunikation, Informationsbedürfnisse, Familien, Belastungssituationen, Ganzheitliche Pflege, Krisensituation, Angehörigenintegration, Stress, Qualitative Forschung.
Die Arbeit untersucht das Erleben und die Bedürfnisse von Angehörigen, deren Familienmitglieder auf einer Intensivstation behandelt werden.
Im Zentrum stehen die Belastungssituationen der Angehörigen, ihre spezifischen Bedürfnisse nach Informationen sowie die Rolle der Kommunikation und Pflegebetreuung.
Das Ziel ist es, dem Pflegepersonal einen Einblick in die Betroffenenperspektive zu geben, um die Angehörigenbetreuung auf Intensivstationen reflektiert und zielgerichtet zu verbessern.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem problemzentrierte Interviews mit acht Angehörigen geführt und mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Systemtheorien und Pflegekompetenz sowie die detaillierte empirische Auswertung der Interviews in Kategorien wie "Warteraum", "Ganzheitliche Pflege" und "Verbesserungspotential".
Kernbegriffe sind Angehörigenbetreuung, Intensivstation, Informationsbedürfnis, Krisenbewältigung und ganzheitliche pflegerische Versorgung.
Der Warteraum wird als kritische Schnittstelle identifiziert, an der der Erstkontakt zum Personal stattfindet, welcher maßgeblich das Vertrauensverhältnis und das Sicherheitsgefühl der Angehörigen beeinflusst.
Das Pflegepersonal wird als entscheidende Schnittstelle wahrgenommen; kompetente und einfühlsame Interaktionen werden von Angehörigen als wesentliche Entlastung in ihrer existenziellen Krise erlebt.
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