Bachelorarbeit, 2014
96 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Fragestellung
1.2 Methodik
2 Integration von Shopping-Centern unterschiedlicher Generationen in innerstädtischen Lagen
2.1 Entwicklung und Generationen von Shopping-Centern
2.2 Integration von Shopping-Centern in innerstädtischen Lagen
2.3 Zusammenfassung der theoretischen Überlegungen
3 Das Fallbeispiel Recklinghausen
3.1 Shopping-Center in Recklinghausen
3.1.1 Integration des Löhrhof-Centers
3.1.2 Integration des Palais Vest
3.2 Analyse und Schlussfolgerung
4 Fazit
Die Arbeit untersucht die Integration von Shopping-Centern unterschiedlicher Generationen in bestehende innerstädtische Strukturen am Beispiel der Stadt Recklinghausen. Ziel ist es, Methoden einer erfolgreichen Integration darzustellen und die Auswirkungen sowie die städtebauliche Einbindung der Generationen zwei und fünf zu vergleichen.
Raumstrukturelle und städtebauliche Einbindung
Bei der Wahl des Standorts sollten einerseits die räumliche Integration anhand von baulichen und städtebaulichen Zusammenhängen und andererseits die funktionale Integration anhand der Funktion und Nutzungsstruktur beachtet werden (Schulte 2011: 134) (Abbildung 2). Weiterhin sind vor allen Dingen die Faktoren Entfernung zu und Verbindung mit dem Hauptgeschäftsbereich bedeutende Einflussgrößen (Junker et al. 2011: 19). Bei Entfernungen von mehr als 100 m zum Hauptgeschäftsbereich können Kopplungseffekte zwischen Innenstadt und Center stark abgeschwächt werden, wobei verschiedene Autoren Werte zwischen 50 m und 250 m als kritischen Abstand von Shopping-Centern zu den bestehenden Geschäftsbereichen identifizieren und als negativ für die Austauschbeziehungen bewerten (Heinritz et al. 2003: 72; Mayer-Dukart 2010: 82-83; Popp 2002: 142). Der Verbindung mit dem Hauptgeschäftsbereich und der Öffnung des Centers zu diesem wird jedoch mehr Bedeutung beigemessen. Das bedeutet, dass attraktive Wegeverbindungen und optische sowie funktionale Öffnungen des Centers eine höhere Entfernung zu den Hauptgeschäftsbereichen ausgleichen können (Heinritz 2009: 139).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Strukturwandel des deutschen Einzelhandels und die damit verbundene Notwendigkeit, Shopping-Center städtebaulich in bestehende Innenstadtlagen zu integrieren.
2 Integration von Shopping-Centern unterschiedlicher Generationen in innerstädtischen Lagen: Dieses Kapitel stellt theoretische Grundlagen, Entwicklungstrends und Kriterien für eine erfolgreiche Integration von Shopping-Centern in städtische Kontexte dar.
3 Das Fallbeispiel Recklinghausen: Das Kapitel analysiert die Integration des historischen Löhrhof-Centers und des neuen Palais Vest anhand spezifischer raumstruktureller, funktionaler und architektonischer Faktoren.
4 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Leitfragen der Arbeit bezüglich der Integration unterschiedlicher Shopping-Center-Generationen.
Shopping-Center, Innenstadt, Stadtentwicklung, Integration, Recklinghausen, Palais Vest, Löhrhof-Center, Einzelhandel, Städtebau, Standortwettbewerb, Kaufkraft, Nutzungsstruktur, Architektur, Branchenmix, Funktionsqualität
Die Arbeit untersucht, wie sich Shopping-Center verschiedener Generationen in bestehende Innenstädte einfügen lassen und welche Faktoren für eine erfolgreiche städtebauliche Integration entscheidend sind.
Die Arbeit thematisiert die historische Entwicklung von Shopping-Centern, die Kriterien für eine gelungene Integration in den Stadtraum sowie die Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel.
Das Ziel ist es, Methoden einer erfolgreichen Integration darzustellen und anhand der These zu prüfen, ob sich das neue "Palais Vest" besser in die Innenstadt von Recklinghausen integriert als das frühere Löhrhof-Center.
Die Autorin nutzt qualitative Methoden, insbesondere problemzentrierte Expertengespräche, die durch eine umfangreiche Literaturrecherche ergänzt werden.
Im Hauptteil werden theoretische Integrationsmodelle erarbeitet und anschließend auf das konkrete Fallbeispiel Recklinghausen angewendet, wobei beide Center intensiv analysiert und verglichen werden.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Integration, Innenstadtverträglichkeit, Shopping-Center-Generationen, räumliche Einbindung und städtisches Marketing.
Die Stadt bietet eine ideale Vergleichsmöglichkeit, da an demselben Mikrostandort nacheinander zwei unterschiedliche Shopping-Center-Generationen realisiert wurden, was eine direkte Vergleichbarkeit der Integrationserfolge ermöglicht.
Das Palais Vest repräsentiert die fünfte Generation von Shopping-Centern und wird hinsichtlich seiner modernen städtebaulichen Konzeption und seiner Bemühungen zur Integration in das Handlungskonzept Altstadt untersucht.
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