Masterarbeit, 2004
103 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
Teil I
2. Innovationen - der Schlüssel zum langfristigen Erfolg
2.1 Bedeutung von Innovationen und die Abgrenzung des Begriffs Innovation
2.2 Die Differenzierung von Innovationen
2.3 Abhängigkeit der Innovationen von ihrem Umfeld und den gegebenen Rahmenbedingungen
2.4 Die häufigsten Ursachen für Misserfolge von Innovationen
3. Das Innovationsmanagement - Instrument für erfolgreiche Innovationen
3.1 Die Bedeutung des Innovationsmanagements für den Erfolg von Innovationen
3.2 Die Einflussfaktoren im Innovationsmanagement
3.2.1 Das Innovationsmanagement aus der Prozessbetrachtung
3.2.2 Innovationsziele
3.2.3 Das Bekenntnis zur Innovation
3.2.4 Promotoren für Innovationen
3.2.5 Projektmanagement
3.2.6 Innovationsstrategien
3.2.7 Portfolio-Management
3.2.8 Informations-/Kommunikationspolitik und Wissensmanagement
3.2.9 Kompetenz der Mitarbeiter
3.2.10 Schnittstellenmanagement
3.2.11 Finanzielle Ressourcen für Innovationen
3.3 Zwischenfazit
4. Die Bewertung von Innovationen
4.1 Funktionen der Bewertung und die verschiedenen Bewertungsverfahren
4.2 Die Bewertung von Innovationen in der erfolgsorientierten Investitionsrechnung
4.2.1 Voraussetzungen für die Behandlung von Innovationen im Rechnungswesen
4.2.2 Probleme hinsichtlich der erfolgsorientierten Investitionsrechnung
4.2.3 Prozessbegleitende Innovationsergebnisrechnung
5. Die Balanced Scorecard als Kennzahlensystem zur Leistungsbeurteilung von organisatorischen Einheiten
5.1 Perspektiven und Aufbau der Balanced Scorecard
5.2 Ursache-Wirkung-Ketten (Strategy Map)
5.3 Implementierung der Balanced Scorecard
5.3.1 Grundlagen
5.3.2 Die Strategiefokussierte Organisation
5.3.3 Die Entwicklung eines BSC-Template
5.3.4 Bisherige Erfahrungen mit der Balanced Scorecard
5.3.5 Auswirkungen - Bedeutung für die Praxis
Teil II
6. Entwicklung eines BSC-Template
6.1 Vorgehensweise, Methodik und Recherche
6.2 Auswahlkriterien
6.3 Definition der Informationsquellen
6.4 Die Synthese
7. Die Automobilindustrie
7.1 Allgemeine Situation der Automobilindustrie
7.1.1 Industrieanalyse
7.1.2 Research
7.2 Das BSC-Template für die Automobilindustrie
7.2.1 Mission und Vision
7.2.2 Strategie
7.2.3 Die Finanzperspektive
7.2.4 Die Kundenperspektive
7.2.5 Die Interne Prozessperspektive
7.2.6 Lern- und Entwicklungsperspektive
7.3 Zusammenfassung und Ausblick
8. Das Bankwesen
8.1 Allgemeine Situation des Bankwesens
8.1.1 Analyse des Bankenwesens
8.1.2 Research
8.2. Das BSC-Template
8.2.1 Mission und Vision des Bankenwesens
8.2.2 Strategie
8.2.3 Die Finanz-Perspektive
8.2.4 Die Kundenperspektive
8.2.5 Die Innere Prozess-Perspektive
8.2.6 Lern- und Entwicklungsperspektive
8.3 Zusammenfassung und Ausblick
9. Schlussbetrachtung
10. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Erfolgsmessung von Innovationen im Unternehmen und analysiert dabei das Potenzial der Balanced Scorecard (BSC) als Steuerungsinstrument, um eine Brücke zwischen strategischer Ausrichtung und operativer Umsetzung zu schlagen.
3.2.4 Promotoren für Innovationen
Empirische Studien belegen, dass „innovative Entscheidungsprobleme nur durch komplexe multipersonale und multioperationale Entscheidungsprozesse bewältigt werden können“.49 Der Innovationsprozess als Entscheidungs- und Durchsetzungsprozess ist von der traditionellen betriebswirtschaftlichen Sichtweise zu trennen. Die Komplexität, der Konfliktgehalt und die Unsicherheit von Innovationen erfordern neue Methoden und eine Veränderung bzw. Anpassung der bisherigen Routinekonzepte. Klassische Managementkonzepte greifen hier nicht mehr. An ihrer Stelle wird die persönliche Koordination durch Menschen, die für „ihre“ Innovation eintreten, für den Erfolg wichtig.50
Die Widerstände gegen Innovationen resultieren aus dem „Nicht Wissen“ und „Nicht Wollen“ bestimmter Personen. Die Überwindung dieser Widerstände ist abhängig von Personen, den sog. Energieträgern. Diejenigen, die einen Innovationsprozess aktiv und intensiv fördern, werden als „Promotoren“ bezeichnet.51 Gegen das „Nicht Wissen“ muss spezifisches Fachwissen von einem sog. Fachpromotor vermittelt werden, um Kollegen oder Kunden zu überzeugen. Gegen den psychischen Widerstand des „Nicht Wollens“ muss die Kraft des sog. Machtpromotors eingesetzt werden. Er setzt sein hierarchisches Potenzial ein, um Innovationen vor Gegnern abzuschirmen und gegen Widerstände durchzusetzen. Der Fachpromotor und der Machtpromotor arbeiten eng zusammen und setzen sich für neue Ideen ein.52 Das von Witte im Jahre 1973 entwickelte Promotoren-Modell lässt sich in folgende Kernaussagen zusammenfassen:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Innovationen ein und definiert das Ziel, Erfolgskriterien mittels der Balanced Scorecard für das Innovationsmanagement zu entwickeln.
2. Innovationen - der Schlüssel zum langfristigen Erfolg: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Innovationen im dynamischen Wettbewerbsumfeld und differenziert verschiedene Innovationsarten sowie deren Rahmenbedingungen.
3. Das Innovationsmanagement - Instrument für erfolgreiche Innovationen: Das Kapitel beschreibt zentrale Einflussfaktoren wie Prozessgestaltung, Projektmanagement und die Rolle von Promotoren, die für den Erfolg von Innovationsprojekten essenziell sind.
4. Die Bewertung von Innovationen: Es werden verschiedene qualitative und quantitative Bewertungsverfahren vorgestellt und die Schwierigkeiten bei der erfolgsorientierten Investitionsrechnung für Innovationen analysiert.
5. Die Balanced Scorecard als Kennzahlensystem zur Leistungsbeurteilung von organisatorischen Einheiten: Die Balanced Scorecard wird als strategisches Managementsystem eingeführt, das qualitative und quantitative Messgrößen zur Leistungssteuerung verknüpft.
6. Entwicklung eines BSC-Template: In diesem Kapitel wird die Methodik zur Erstellung von BSC-Templates für Branchen dargelegt, basierend auf einer Analyse von Jahresberichten und strategischen Unternehmensdaten.
7. Die Automobilindustrie: Das Kapitel bietet eine Branchenanalyse und entwickelt ein spezifisches BSC-Template für Automobilhersteller und Zulieferer zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
8. Das Bankwesen: Hier erfolgt die Analyse des Bankensektors, gefolgt von der Erstellung eines BSC-Templates, das auf die Besonderheiten von Finanzdienstleistern und deren strategische Zielsetzungen eingeht.
9. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass die BSC ein geeignetes, jedoch individuell anzupassendes Instrument zur Steuerung von Innovationsprozessen darstellt.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen, Fachpublikationen und Internetquellen, die für die wissenschaftliche Fundierung herangezogen wurden.
Innovation, Innovationsmanagement, Balanced Scorecard, Unternehmenserfolg, Strategische Planung, Prozessmanagement, Investitionsrechnung, Automobilindustrie, Bankwesen, Promotoren-Modell, Leistungsmessung, Wettbewerbsfähigkeit, Wissensmanagement, Kennzahlensystem, Projektmanagement
Die Arbeit behandelt die Herausforderung, Innovationserfolge in Unternehmen systematisch zu messen und durch den Einsatz der Balanced Scorecard effizient zu steuern.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Innovationsmanagements, Bewertungsverfahren für Innovationen sowie die praktische Anwendung und Anpassung von Balanced-Scorecard-Systemen.
Das Ziel besteht darin, ein Bewertungs- und Steuerungssystem zu finden, das die Mehrdimensionalität von Innovationszielen berücksichtigt und diese mit der Unternehmensstrategie verbindet.
Es erfolgt eine Literaturanalyse zu Innovationsmanagement und BSC, ergänzt durch eine empirische Untersuchung von Unternehmenspublikationen zur Ableitung von branchenspezifischen BSC-Templates.
Der Hauptteil analysiert theoretische Aspekte des Innovationsmanagements, Instrumente zur Erfolgsbewertung sowie die konkrete Entwicklung und Anwendung von BSC-Templates in der Automobil- und Bankenbranche.
Kernbegriffe sind Innovation, Balanced Scorecard, Innovationsmanagement, Unternehmenserfolg, Strategieimplementierung und Leistungsmessung.
Während in der Automobilindustrie technische Produktinnovationen und Produktionsprozesse im Vordergrund stehen, fokussiert sich das Bankwesen stärker auf Dienstleistungsinnovationen und Risikomanagement.
Die BSC wird als geeignet erachtet, da sie nicht nur quantitative Kennzahlen betrachtet, sondern durch ihre vier Perspektiven eine ganzheitliche Steuerung ermöglicht und die Verbindung zwischen Strategie und operativer Umsetzung herstellt.
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