Masterarbeit, 2014
101 Seiten, Note: 2,2
Die Masterarbeit analysiert die kognitiven Gründe und die Verbreitung von Vorurteilen. Sie untersucht die psychologischen und sozialpsychologischen Ursachen, die nicht nur auf „anerzogene Dummheit“ zurückzuführen sind, sondern auch auf unterentwickelte personale Intelligenz, die mit Ängstlichkeit korreliert. Die Arbeit beleuchtet die Rolle von Schule, Bildung und Wissenschaft in Bezug auf Inklusion und kritisches Denken. Sie analysiert die Intersektorale Vorurteilsforschung und die Auswirkungen von Vorurteilen auf Ressourcenverteilung und soziale Normierung.
Das Vorwort beleuchtet den Alltag von Menschen mit Behinderung und stellt den Titel der Arbeit in den Kontext gesellschaftlicher Diskriminierung. Der erste Teil, „EXPOSITION“, widmet sich den Vorurteilsmustern nach Horkheimer, der Selbstwahrnehmung durch Andere, der wissenschaftstheoretischen Konstruktion von „Behinderung“ und dem Begriff des „Normalen“ bei Canguilhem. Der zweite Teil, „INDIVIDUALITÄT“, untersucht die psychologische Perspektive von Angst als Nährboden für Vorurteile, die Pathologie der Vermeidung und Lernen als Auseinandersetzung. Der dritte Teil, „IDENTIFIKATION“, analysiert die psycho-soziologischen Aspekte von Vorurteilen, die Vermeidung, Aggression und Dehumanisierung sowie den Konflikt zwischen Tokenism und Identifikation. Der vierte Teil, „WISSENSCHAFTSKRITISCHER EXKURS“, betrachtet die Objektivität und das Individuum als Objekt der Professionalisierung in Medizin und Pflege. Der fünfte Teil, „RESPONSIVITÄT“, behandelt die philosophische Kritik und die ideengeschichtlichen Verflechtungen des Gesundheitsbegriffs in der Medizin. Der „THEOLOGISCHER EPILOG“ betrachtet die Moral und Ethik im Kontext des Alten und Neuen Testaments.
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Vorurteile, Inklusion, Behinderung, Angst, Intelligenz, Bildung, Intersektorale Vorurteilsforschung, Tokenism, Dehumanisierung, Ressourcenverteilung, soziale Normierung, Medizin, Pflege, Philosophie, Theologie.
Vorurteile entstehen oft aus einer mangelnden Fähigkeit, komplexe Denkkategorien zu bilden. Dies korreliert häufig mit Ängstlichkeit und einer unterentwickelten personalen Intelligenz, die den Nährboden für diskriminierendes Denken bildet.
Tokeneffekte beschreiben Situationen, in denen Personen einer Minderheit nur als symbolische Repräsentanten ("Alibi-Mitglieder") wahrgenommen werden, was eine echte Identifikation und Revision von Vorurteilen verhindert.
Angst führt oft zu einer starren, bipolaren Einteilung in "gesund/normal" und "pathologisch/behindert". Ein Perspektivwechsel nach Canguilhem schlägt vor, das Pathologische eher als komplementäres Modell zur Norm zu sehen.
Benevolente (wohlwollende) Vorurteile adeln oft die Helfenden, festigen aber gleichzeitig die Hierarchie und die Abhängigkeit der Menschen mit Behinderung, statt echte Inklusion auf Augenhöhe zu fördern.
Durch die Interpretation biblischer Texte (Thora und Neues Testament) können soziale Hierarchisierungen überwunden werden, indem der Mensch als Ganzes und nicht über seine körperliche Unversehrtheit definiert wird.
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