Bachelorarbeit, 2012
68 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Gang der Arbeit
2. Grundlagen, Funktionen und Abläufe des Ratings
2.1 Definitionen, Ratingarten und deren Aussagegehalt
2.2 Der Ratingmarkt in Historie und Gegenwart
2.2.1 Geschichtlicher Entwicklungsprozess
2.2.2 Die Institutionalisierung der Ratingagenturen
2.2.3 Der Ratingmarkt – ein beschränktes Oligopol
2.3 Der Ratingprozess generell
2.3.1 Ablauf/Grundsätzliche Verfahrensweisen
2.3.2 Das Ratingurteil
2.4 Nutzen von Ratings für die Marktteilnehmer
2.4.1 Aus Sicht des Emittenten
2.4.2 Aus Sicht der Investoren
2.4.3 Aus Sicht der Aufsichtsbehörden
2.5 Zusammenfassung
3. Grundlagen von Collateralised Debt Obligations
3.1 Verbriefung – vom Risikoträger zum Risikohändler
3.1.1 Grundlagen der Verbriefung
3.1.2 Risiken einer Verbriefungstransaktion
3.2 Die Collateralised Debt Obligations als Form der Asset-Backed-Securities
3.3 Funktionsweise von CDOs
3.3.1 Die Strukturierung des Besicherungsportfolios
3.3.2 Credit Enhancements
3.4 Zusammenfassung
4. Die Bewertung von CDOs durch die Ratingagenturen
4.1 Der CDO-Ratingprozess
4.1.1 Die quantitative Phase
4.1.2 Die qualitative Phase
4.2 Maßstäbe und Kriterien des Ratings
4.2.1 Qualität des Besicherungsportfolios
4.2.2 Risikogehalt der Tranchen
4.2.3 Hedging Instrumente
4.3 Die Ratingmodelle
4.4 Das Modellrisiko
4.5 CDO Rating-Dynamik
4.5 Zusammenfassung
5. Bewertung und Ausblick
5.1 Grundsätzliche Probleme bei der Ratingpraxis
5.1.1 Die Oligopolstruktur des Ratingmarktes
5.1.2 Interessenkonflikte
5.1.3 „Rateshopping“
5.1.4 Auftragslose Ratings
5.1.5 Mangelndes Personal
5.2 Spezielle Probleme bei der Bewertung von CDOs
5.2.1 Die Dominanz statistischer Modelle
5.2.2 Transparenz des CDO-Ratingverfahrens
5.2.3 Vergleichbarkeit von CDO-Ratings
5.3 Regulierungsansätze
5.3.1 Modelle zur Selbstregulierung
5.3.2 Anerkennungsverfahren für Ratingagenturen im Bankenbereich
5.3.3 Anerkennungsverfahren im Rahmen von Basel II
5.3.4 Regulierungsmaßnahmen in den Vereinigten Staaten
5.4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Rolle von Ratingagenturen bei der Strukturierung von Collateralised Debt Obligations (CDOs) und untersucht deren Einfluss auf die Finanzmärkte sowie die Problematik der Bewertungsmethodiken, insbesondere im Kontext der Finanzmarktkrise.
3.1 Verbriefung – vom Risikoträger zum Risikohändler
Bei einer Verbriefungstransaktion werden illiquide, nicht handelbare Aktiva in handelbare Wertpapiere umgewandelt. So besteht für eine Bank die Möglichkeit aus Krediten und Kreditrisiken handelbare Wertpapiere zu erzeugen. Durch die Verbriefung fließt dem Verkäufer einerseits Liquidität zu, andererseits verringert er seine Risikoposition, da er das Risiko auf den Käufer der Wertpapiere überträgt. Prinzipiell können alle Institutionen Verbriefungen vornehmen, solange sie über einen hinreichend diversifizierten Pool an Aktiva verfügen. So kann auch ein Unternehmen seinen illiquiden Forderungsbestand liquide machen. Im Folgenden sollen die Grundlagen und Funktionsweisen von Verbriefungen näher beschrieben und erläutert werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Ratingagenturen an Finanzmärkten ein und erläutert die Relevanz komplexer Finanzprodukte wie CDOs im Kontext der Finanzmarktkrise.
2. Grundlagen, Funktionen und Abläufe des Ratings: Das Kapitel definiert den Ratingbegriff, beschreibt die historische Entwicklung zum Oligopol der drei großen Agenturen und erläutert den formalen Ablauf eines Ratingprozesses.
3. Grundlagen von Collateralised Debt Obligations: Hier werden die Funktionsweise von Verbriefungstransaktionen, die Einordnung von CDOs als ABS und die Bedeutung der Tranchierung sowie der Absicherung durch Credit Enhancements behandelt.
4. Die Bewertung von CDOs durch die Ratingagenturen: Dieses Kapitel analysiert den speziellen Ratingprozess für CDOs, beleuchtet die angewandten quantitativen sowie qualitativen Methoden und thematisiert das Modellrisiko sowie die Rating-Dynamik.
5. Bewertung und Ausblick: Die abschließende kritische Auseinandersetzung erörtert die Probleme der Ratingpraxis, wie Interessenkonflikte und Oligopolstrukturen, und diskutiert aktuelle Regulierungsansätze zur Stärkung der Ratingqualität.
Ratingagenturen, Collateralised Debt Obligations, CDO, Verbriefung, Finanzmarktkrise, Kreditrisiko, Asset-Backed Securities, Ratingprozess, Tranchierung, Modellrisiko, Interessenkonflikte, Regulierung, Basel II, Bonitätsanalyse, Finanzmarkt.
Die Arbeit untersucht die zentrale Funktion von Ratingagenturen bei der Strukturierung und Bewertung von komplexen Finanzprodukten, insbesondere von Collateralised Debt Obligations (CDOs), und hinterfragt deren Rolle im Vorfeld der Finanzmarktkrise.
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise des Ratingmarktes, den technischen Details von Verbriefungsprozessen, den Bewertungsmodellen der Ratingagenturen sowie der regulatorischen Aufarbeitung und Kritik der Ratingpraxis.
Ziel ist es, die Bedeutung von Ratingagenturen bei der Strukturierung von CDOs zu erfassen und die Schwachstellen in deren Bewertungsmethodiken sowie die daraus resultierenden Probleme für Anleger und Aufsichtsbehörden aufzuzeigen.
Der Autor führt eine tiefgehende theoretische Analyse durch, basierend auf einer Auswertung von Fachliteratur, den Prozessen der großen Ratingagenturen sowie einer kritischen Prüfung der internationalen Regulierungsansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Ratinggrundlagen, die Erläuterung der CDO-Strukturierung (einschließlich Tranchierung und Coverage Tests) und die detaillierte Analyse der speziellen Bewertungsverfahren für CDOs.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ratingoligopol, Verbriefung, Tranchierung, Modellrisiko, Interessenkonflikte und Finanzmarktregulierung geprägt.
Die Tranchierung ermöglicht es, ein Besicherungsportfolio in verschiedene Wertpapierklassen mit unterschiedlichen Risikoprofilen zu unterteilen, um so gezielt Ratings zu steuern und unterschiedliche Investorengruppen anzusprechen.
Beim Rateshopping suchen sich Emittenten gezielt jene Ratingagentur aus, die das beste Rating für ihre Emission verspricht, was den Wettbewerb verzerrt und Anreize für Agenturen schafft, ihre Bewertungsmaßstäbe zu senken.
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