Masterarbeit, 2012
78 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Diabetes mellitus
2.1 Etymologie von Diabetes mellitus
2.2 Pathophysiologie von Diabetes
2.3 Erscheinungsformen von Diabetes mellitus
2.3.1 Typ-1-Diabetes
2.3.2 Typ-2-Diabetes
2.4 Psychologische Faktoren bei Diabetes
2.5 Diabetes und Ernährung
2.6 Diabetes und Sport
2.7 Diabetes mellitus als Zivilisationskrankheit
3 Stress
3.1 Entstehungsformen von Stress
3.2 Mögliche Ursachen und Stressoren
3.3 Stresssignale und -folgen
3.4 Stresstheoretische Modelle
3.4.1 Reaktionsorientierte Stressmodelle
3.4.2 Reizorientiertes Stressmodell
3.4.3 Die klassische kognitiv-transaktionale Stresstheorie
4 Auswirkungen von Stress auf die Zivilisationskrankheit Diabetes
5 Stressprävention und Coping
5.1 Stressprävention
5.2 Bewältigungsstrategien und Copingmodelle
5.2.1 Problemorientierte Stressbewältigung
5.2.2 Emotionsorientierte Stressbewältigung
5.3 Stressbewältigung durch Sport
5.4 Progressive Muskelentspannung
5.5 Ressourcenmanagement
6 Hypothesen zur Auswirkung von Stressempfinden und Stressbewältigung auf die Körperzusammensetzung von Diabetikern und Nicht-Diabetikern
6.1 Die Körperzusammensetzung des Menschen
6.2 Hypothesenformulierung
6.2.1 Sportverhalten bezüglich der Gesundheit im Allgemeinen
6.2.2 Sportverhalten bezüglich des Stressempfindens und der Stressbewältigung
6.2.3 Hypothesen bezüglich der Auswirkungen von Stressempfinden und Stressbewältigung auf die Körperzusammensetzung
7 Messinstrumente zur Erfassung der Körperzusammensetzung und des Stressempfindens
7.1 Bioelektrische Impedanzmessung
7.2 Fragebogen
8 Auswertung der Ergebnisse der bioelektrischen Impedanzmessungen und der Fragebögen im Hinblick auf die formulierten Hypothesen
8.1 Auswertung der Hypothesen zum Sportverhalten bezüglich der Gesundheit im Allgemeinen
8.2 Auswertung der Hypothesen zum Sportverhalten bezüglich des Stressempfindens und der Stressbewältigung
8.3 Auswertung der Hypothesen bezüglich der Auswirkungen von Stressempfinden und Stressbewältigung auf die Körperzusammensetzung
9 Fazit
Die vorliegende Master-Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen Stressempfinden, Stressbewältigung und der körperlichen Zusammensetzung bei Diabetikern sowie Nicht-Diabetikern. Ziel ist es, wissenschaftlich zu analysieren, ob und wie sportliche Betätigung als Bewältigungsstrategie Einfluss auf physiologische Körperwerte und das subjektive Stresserleben nimmt.
3.4.3 Die klassische kognitiv-transaktionale Stresstheorie
„Im kognitiv-transaktionalen Verständnis wird eine Stresswahrnehmung durch subjektive Einschätzungen beeinflusst, die prozesshaft und wechselseitig zwischen Person und Umwelt vermitteln“ (Gerber, 2008, S. 119). Die Anforderungshöhe einer Stressempfindung setzt sich in der von Richard S. Lazarus entwickelten Theorie sowohl aus dem Stresspotential innerhalb des Umweltereignisses, als auch aus einer individuellen Personenvariablen zusammen (vgl. Gerber, 2008, S. 120). Lazarus und Folkman (1984) gehen von einem phänomenologischen Aspekt innerhalb der Psychologie aus, nach dem die Bedeutung, die einem Ereignis zugemessen wird, von den emotionalen und behavioristischen Reaktionen des Betroffenen geprägt ist. Dieses Konzept wird mit dem Begriff der kognitiven Bewertung beschrieben, wonach sich bei der Einschätzung eines Umweltereignisses hinsichtlich seiner Stressrelevanz auf evaluative erkenntnismäßige Prozesse bezogen wird. Diese Bewertung erfolgt in drei Phasen (vgl. Lazarus & Folkman, 1984, S. 25ff.):
Eine primäre Beurteilung unterscheidet die Reize bezüglich ihrer Stressgenerierung in irrelevant, positiv und stressrelevant. Hat eine Begegnung keinen Einfluss auf das Wohlbefinden der betreffenden Person, so ist sie der Kategorie der Irrelevanz zuzuordnen. Ereignisse, die Freude, Liebe oder Frieden auslösen, erfahren eine positive Bewertung und dienen somit dem Wohlbefinden. Bedrohungen, Leid oder Verlust generieren ein negatives Stressempfinden und gefährden das Wohlergehen des Betroffenen. Gleichermaßen können bedeutsame Herausforderungen, deren Konsequenzen Einfluss auf Gewinn oder Macht ausüben, der Auslöser einer Stresssituation sein (vgl. Lazarus et al., 1984, S. 32ff.).
Neben der Ergebniswahrnehmung ist die Einschätzung des Stresspotentials eines Ereignisses in einer sekundären Bewertung auch von den persönlichen Ressourcen abhängig (vgl. Gerber, 2008, S. 121). Demnach entsteht ein Stressleiden, wenn eine Anforderung so eingeschätzt wird, dass man sie mit den verfügbaren Ressourcen möglicherweise nicht bewältigen kann (vgl. Bernhard et al., 2011, S. 12). Ist dies der Fall, so wird eine bestimmte Bewältigungsstrategie oder eine Auswahl an Strategien hervorgerufen, die es dem Organismus ermöglicht, mit der Stresssituation umzugehen. Diese Handlungsalternativen sind individuell verschieden und gewinnen mit zunehmender Erfahrung an Souveränität (vgl. Lazarus et al., 1984, S. 35ff.).
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Stress in der heutigen Gesellschaft und Hinführung zur Fragestellung der Auswirkungen auf die Diabeteserkrankung.
2 Diabetes mellitus: Erläuterung der medizinischen Grundlagen, Formen und psychosozialen Faktoren der Stoffwechselerkrankung.
3 Stress: Theoretische Auseinandersetzung mit Stressursachen, Signalen und verschiedenen wissenschaftlichen Modellen zur Stressforschung.
4 Auswirkungen von Stress auf die Zivilisationskrankheit Diabetes: Analyse der Wechselwirkungen zwischen Stresshormonen, Stoffwechsel und Blutzuckerwerten.
5 Stressprävention und Coping: Darstellung verschiedener Bewältigungsstrategien mit besonderem Fokus auf sportliche Aktivität und Entspannungsmethoden.
6 Hypothesen zur Auswirkung von Stressempfinden und Stressbewältigung auf die Körperzusammensetzung von Diabetikern und Nicht-Diabetikern: Definition der Untersuchungsgrundlagen und Formulierung spezifischer Forschungshypothesen.
7 Messinstrumente zur Erfassung der Körperzusammensetzung und des Stressempfindens: Beschreibung der angewandten Methoden, insbesondere der bioelektrischen Impedanzanalyse und standardisierter Fragebögen.
8 Auswertung der Ergebnisse der bioelektrischen Impedanzmessungen und der Fragebögen im Hinblick auf die formulierten Hypothesen: Detaillierte Darstellung und statistische Analyse der erhobenen Daten.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Limitierungen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Diabetes mellitus, Stressbewältigung, Coping, Sportwissenschaft, Bioelektrische Impedanzmessung, Körperzusammensetzung, Stressempfinden, Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes, Gesundheitswissenschaft, Stressprävention, WHO-5-Fragebogen, metabolische Gesundheit, Stressoren, körperliche Leistungsfähigkeit.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Stress auf den menschlichen Organismus, insbesondere im Hinblick auf die Diabeteserkrankung und die körperliche Zusammensetzung der Betroffenen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Diabetologie, der Stressforschung, sportwissenschaftlichen Aspekten der Stressbewältigung und der physiologischen Messung der Körperzusammensetzung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Sport als Coping-Strategie bei Stress einen messbaren positiven Effekt auf die Körperzusammensetzung bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern hat.
Es wurde eine empirische Datenerhebung durchgeführt, die objektive bioelektrische Impedanzanalysen (BIA) mit subjektiven Daten aus psychologischen Fragebögen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Diabetes und Stress, eine Methodik zur Datenerfassung und die detaillierte Auswertung der Hypothesen anhand der erhobenen Probandendaten.
Zentral sind die Begriffe Diabetes mellitus, Stressempfinden, Coping, Sporttherapie und die Körperzusammensetzung (Körperfettanteil, fettfreie Masse).
Die Studie beleuchtet, wie die tägliche Bewältigung der Stoffwechselerkrankung als zusätzlicher Stressfaktor wirkt und welche Rolle die Compliance bei der Behandlung dabei spielt.
Sport wird nicht nur als physische Ertüchtigung, sondern explizit als Instrument des Ressourcenmanagements und der Stressbewältigung betrachtet, das nachweislich Einfluss auf das viszerale Fett und das Wohlbefinden hat.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass regelmäßige sportliche Aktivität eine positive Wirkung auf die Körperzusammensetzung und das subjektive Stressempfinden ausübt, was insbesondere für die Therapieplanung von Diabetikern von Bedeutung ist.
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