Masterarbeit, 2013
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Stochastische Modelle zur Betrachtung von Markt- oder Kreditrisiken
2.1. Einfaktormodell für aggregierte Kreditrisiken
2.2. Einfaktormodell für aggregierte Marktrisiken
2.3. Einfaktormodell für aggregierte Markt- und Kreditrisiken
3. Asymptotische Bewertung aggregierter Markt- und Kreditrisiken für ein homogenes Kreditportfolio
3.1. Das ARSF-Modell
3.1.1. Homogene und perfekt diversifizierte Kreditportfolios
3.1.2. Konvergenzbegriffe
3.1.3. Portfolioverlustsverteilung
3.2. Abhängigkeitsstruktur zwischen Markt- und Kreditrisiken in einem ARSF-Modell
3.3. Aggregierte Markt- und Kreditrisikoverteilung
4. Mindestkapitalanforderung in einem Einfaktormodell mit integriertem Markt- und Kreditrisiko
4.1. Mindestkapitalanforderung und der Value-at-Risk
4.2. Konvergenzordnung
5. Zusammenfassung
6. Ausblick
A. Anhang
A.1. Ausgewählte Themen aus der Wahrscheinlichkeitstheorie
A.2. Einige Hilfssätze und Beweise
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Bemessung von aggregierten Markt- und Kreditrisiken für ein Kreditportfolio mittels eines stochastischen Modells mit integrierter Betrachtungsweise. Dabei wird untersucht, wie die Abhängigkeiten zwischen den Risikoarten die Berechnung der Mindestkapitalanforderung beeinflussen, um eine präzisere Risikomessung als in herkömmlichen, isolierten Modellen zu ermöglichen.
1. Einleitung
Nach der Deregulierung der Finanzmärkte und den daraus resultierenden Finanzkrisen hat die Mindestkapitalanforderung durch die verschiedenen Vorschriften des Baseler Ausschusses eine noch zentralere Rolle in der Aufsicht von Banken eingenommen. Diese gesetzliche Verpflichtung für Kreditinstitute besteht darin, eine minimale Kapitalreserve gegenüber Verlusten sogenannter Finanzrisiken (Markt-, Kreditrisiko, systemisches Risiko) zu bilden. Diese Kapitalreserve hat außerdem eine Garantiefunktion oder Haftungsfunktion im Liquidationsfall. Da sich bei Banken oder Kreditinstitute die Finanzrisiken meist in den verschiedenen Portfolios verbergen, über die sie verfügen, ist dieses aufsichtsrechtliche Kapital an diesen Portfolios orientiert.
Seit Basel II besteht der Mindestkapitalbedarf für ein Kreditportfolio aus drei Komponenten: Einer Kapitalanforderung für Marktrisiken, einer Kapitalanforderung für Kreditrisiken und einer Kapitalanforderung für operationelle Risiken. Der Mindestkapitalbedarf wird generell wie folgt bestimmt:
• Zunächst werden alle Einzelrisiken für das Kreditportfolio erfasst und den drei oben genannten Finanzrisiken zugeordnet;
• Dann werden die Risiken gleicher Art in einem entsprechenden und dafür geeigneten stochastischen Modell aggregiert und bemessen;
• Anschließend werden die Risikokennzahlen aus den drei Risikoarten aggregiert, um die Mindestkapitalanforderung für das Portfolio zu berechnen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung von Finanzrisiken und definiert das Ziel, aggregierte Markt- und Kreditrisiken innerhalb eines stochastischen Modells zu bemessen.
2. Stochastische Modelle zur Betrachtung von Markt- oder Kreditrisiken: Hier werden die mathematischen Rahmenbedingungen für die Modellierung von Kredit- und Marktrisiken durch Einfaktormodelle geschaffen.
3. Asymptotische Bewertung aggregierter Markt- und Kreditrisiken für ein homogenes Kreditportfolio: Das Kapitel befasst sich mit der Verteilung des Portfolioverlusts bei einer wachsenden Anzahl von Darlehen und der Abhängigkeitsstruktur zwischen Markt- und Kreditrisiken.
4. Mindestkapitalanforderung in einem Einfaktormodell mit integriertem Markt- und Kreditrisiko: Die Arbeit berechnet hier die Mindestkapitalanforderung unter Verwendung des Value-at-Risk und untersucht die Konvergenzordnungen der Approximation.
5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert die Modellierungsschritte und die erzielten Ergebnisse bezüglich der Konvergenz der Risikomaße.
6. Ausblick: Es werden mögliche Erweiterungen diskutiert, wie etwa die Anwendung auf heterogene Portfolios oder alternative Modellstrukturen jenseits der Gauß-Copula.
A. Anhang: Der Anhang enthält notwendige mathematische Hilfssätze, Beweise und Ergänzungen zur Wahrscheinlichkeitstheorie.
Kreditportfolio, Marktrisiko, Kreditrisiko, Mindestkapitalanforderung, Stochastisches Modell, Einfaktormodell, ARSF-Modell, Value-at-Risk, Gauß-Copula, Risikomanagement, Finanzkrise, Abhängigkeitsstruktur, Konvergenzordnung, Portfolioverlust, Basel II.
Die Arbeit befasst sich mit der mathematischen Quantifizierung und Bemessung von aggregierten Finanzrisiken, insbesondere der Kombination von Markt- und Kreditrisiken für Kreditportfolios.
Die zentralen Felder sind die stochastische Modellierung, die mathematische Analyse von Abhängigkeitsstrukturen (Copulas) und die aufsichtsrechtliche Berechnung von Kapitalanforderungen.
Ziel ist es, die Mindestkapitalanforderung durch ein integriertes stochastisches Modell besser zu bestimmen als durch bisherige, isolierte Ansätze, um so genauere Risikomessungen zu ermöglichen.
Es werden probabilistische Methoden, insbesondere stochastische Einfaktormodelle sowie asymptotische Analysen und Konvergenzbetrachtungen von Zufallsvariablen genutzt.
Der Hauptteil widmet sich der Modellentwicklung für Markt- und Kreditrisiken, der asymptotischen Verteilungsanalyse für homogene Portfolios und der Anwendung des Value-at-Risk zur Bestimmung des Kapitalbedarfs.
Wichtige Begriffe sind Kreditportfolio, Markt- und Kreditrisiko, Mindestkapitalanforderung, ARSF-Modell, Value-at-Risk und Gauß-Copula.
Wie die Finanzkrise gezeigt hat, können isolierte Betrachtungen von Risikoarten zu fehlerhaften Risikomessungen führen, da makroökonomische Faktoren verschiedene Risiken miteinander korrelieren lassen.
Die Gauß-Copula dient dazu, die Abhängigkeitsstruktur zwischen dem systematischen Marktfaktor und dem Kreditrisikofaktor mathematisch präzise abzubilden.
Die Arbeit zeigt, dass die Approximation der Mindestkapitalanforderung mittels des Value-at-Risk mit einer Rate in der Nähe von n^-1 konvergiert.
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