Diplomarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen von Basel II
2.1 Definition des operationellen Risikos
2.1.1 Technische Risiken
2.1.2 Externe Risiken
2.1.3 Personelle Risiken
2.1.4 Weitere Risiken
2.2 Säulenkonzept
2.2.1 Marktdisziplin (3. Säule)
2.2.2 Bankenaufsicht (2. Säule)
2.2.3 Eigenkapitalanforderungen (1. Säule)
2.2.3.1 Basisindikatoransatz
2.2.3.2 Standardansatz
2.2.3.3 Ambitionierte Messansätze
2.2.3.3.1 Der interne Bemessungsansatz
2.2.3.3.2 Der Verlustverteilungsansatz
2.2.3.3.3 Der Scorecardansatz
2.3 Zusammenfassung
3. Das IT-Risikomanagement
3.1 Grundlagen des IT-Risikomanagements
3.1.1 Vertraulichkeit
3.1.2 Integrität
3.1.3 Verfügbarkeit
3.1.4 Identifikation
3.1.5 Authentizität
3.2 Einführung in das IT-Risikomanagement
3.3 Identifikation von IT-Risiken
3.3.1 Checklisten
3.3.2 Methode der kritischen Erfolgsfaktoren
3.3.3 Nutzwertanalyse
3.3.3 Früherkennungssystem
3.3.4 Fehlerbaum-Analyse
3.4 Analyse von IT-Risiken
3.4.1 Quantitative Analysemethoden
3.4.1.1 Einfache Schätzverfahren
3.4.1.2 Operational Value-at-Risk
3.4.1.3 Extremwert-Theorie
3.4.1.4 Fuzzy-Logic-Systeme
3.4.1.5 Kausal-Methoden
3.4.2 Qualitative Analysetechniken
3.4.2.1 Szenario-Technik
3.4.2.2 Delphi-Methode
3.5 Steuerung der IT-Risiken
3.5.1 Risikopolitische Instrumente
3.5.1.1 Risikovermeidung
3.5.1.2 Risikoverminderung
3.5.1.3 Risikoüberwälzung
3.5.1.4 Risikoselbsttragung
3.5.2 Risikopolitische Methoden
3.5.2.1 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
3.5.2.2 Katastrophenmanagement
3.5.2.3 Balanced Scorecard
3.6 Überwachung von IT-Risiken
3.6.1 Berichtswesen
3.6.2 ABC-Analyse
3.6.3 GAP-Analyse
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Implementierung eines IT-Risikomanagementsystems in Kreditinstituten im Kontext der regulatorischen Anforderungen von Basel II, mit dem primären Ziel, ein praktikables Vorgehensmodell für die Identifikation, Analyse, Steuerung und Überwachung IT-spezifischer Risiken zu entwickeln.
3.1.1 Vertraulichkeit
Der Verlust der Vertraulichkeit bedeutet das Risiko des unbefugten Informationsgewinns. Vertrauliche Informationen müssen vor unbefugtem Zugriff durch unautorisierte Personen oder Diebstahl, durch alle Instanzen, Systeme oder Prozesse geschützt werden. Zu den vertraulichen Daten zählen alle in einer Unternehmung anfallenden Daten wie
• persönliche Informationen über Kunden
• sensible Daten des Managements wie Statistiken und Kennzahlen
• Informationen über das Personal
• Preisbildung und interne Zinsrechnungen
• Informationen über externe Partner eines Kreditinstitutes.
Die Vertraulichkeit kann zudem unterteilt werden in die Datenvertraulichkeit, eine generelle Geheimhaltung von Daten für Unbefugte, und Verkehrsvertraulichkeit. Letzte regelt den Tatbestand, ob überhaupt und an wen Daten übermittelt werden. Angriffe auf die Vertraulichkeit haben das Ziel, Informationen zu erhalten, ohne diese zu verändern. Das Gebiet der Vertraulichkeit von Daten ist ein höchst schützenswertes Gut. Sofern vor allem Kundendaten in die Hände Dritter gelangen, bestehen enorme Reputationsrisiken. Dies ist vor allem bei der in dieser Arbeit betrachteten Finanzdienstleistungsbranche der Fall, denn sofern die Reputation geschädigt ist, können die Kunden ihre Geschäfte mit dem Kreditinstitut vorzeitig beenden und somit die Existenz durch Liquiditätsengpässe gefährden.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Abhängigkeit der Kreditinstitute von Informationstechnologie und leitet die Notwendigkeit eines IT-Risikomanagementsystems vor dem Hintergrund von Basel II ab.
2. Grundlagen von Basel II: Definiert operationelle Risiken und erläutert das Säulenkonzept von Basel II inklusive der verschiedenen Messansätze für Eigenkapitalanforderungen.
3. Das IT-Risikomanagement: Analysiert IT-spezifische Kernrisiken, führt das Risikomanagement ein und stellt detaillierte Identifikations-, Analyse-, Steuerungs- und Überwachungsmethoden vor.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer institutsspezifischen Implementierung von IT-Risikomanagement-Methoden unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen.
IT-Risikomanagement, Basel II, operationelle Risiken, Kreditinstitute, Eigenkapitalunterlegung, Risikoanalyse, Risikosteuerung, Informationssicherheit, Fehlerbaum-Analyse, Nutzwertanalyse, Fuzzy-Logic, Szenario-Technik, Balanced Scorecard, Value-at-Risk.
Die Arbeit behandelt die Implementierung eines IT-Risikomanagementsystems in Kreditinstituten, um den Herausforderungen durch technologische Abhängigkeiten und regulatorische Vorgaben, insbesondere Basel II, zu begegnen.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Risikomanagement der Informationstechnologie, die Definition und Messung operationeller Risiken sowie die Anwendung quantitativer und qualitativer Analysemethoden zur Sicherung des Bankbetriebs.
Das Hauptziel ist die Ausarbeitung von Vorschlägen für ein IT-Risikomanagementsystem, das speziell auf die Bedürfnisse von Kreditinstituten zugeschnitten ist und die Anforderungen von Basel II unterstützt.
Es wird eine literaturgestützte, strukturierte Vorgehensweise gewählt, die bestehende betriebswirtschaftliche Modelle und Methoden (z. B. Nutzwertanalyse, Fehlerbaum-Analyse, Fuzzy-Logic) auf den Bereich IT-Risiken transferiert.
Im Hauptteil werden IT-Kernrisiken definiert, Prozessstufen des Risikomanagements (Identifikation, Analyse, Steuerung, Überwachung) detailliert analysiert und entsprechende Managementinstrumente vorgestellt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem IT-Risikomanagement, Basel II, operationelle Risiken, Value-at-Risk, Risikosteuerung und Prozessüberwachung.
Der Basisindikatoransatz ist eine einfache, pauschale Schätzung ohne echte Risikomessung, während der AMA fortgeschrittene, bankindividuelle Verfahren erfordert, die jedoch bei erfolgreicher Implementierung einen Bonus in Form reduzierter Eigenkapitalanforderungen bieten.
Die BSC fungiert als strategisches Führungsinstrument, das eine Schnittstelle zwischen Strategieformulierung und -umsetzung bildet und durch die Einbeziehung einer Risikoperspektive eine ganzheitliche Steuerung über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg ermöglicht.
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