Bachelorarbeit, 2013
27 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Implizite vs. explizite Verträge
2 Lösungsansatz von Che/Yoo
2.1 Das Modell
2.1.1 Einmalige Zusammenarbeit
2.1.2 Wiederholte Zusammenarbeit
3 Lösungsansatz von Kvaløy/Olsen
3.1 Das Modell
3.1.1 Verifizierbarer Output
3.1.2 Nicht - verifizierbarer Output
3.1.3 Optimale Verträge für gegebenen Diskontfaktor
4 Vergleich der vorgestellten Lösungsansätze
5 Fazit
Die Arbeit analysiert ökonomische Anreizstrukturen in Team-Arbeitsbeziehungen, insbesondere unter Berücksichtigung von Langzeitbeziehungen und der Problematik des "moral hazard". Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Entlohnungsschemata wie Joint Performance Evaluation (JPE) und Relative Performance Evaluation (RPE) die Anstrengungsbereitschaft von Agenten beeinflussen und welche Rolle die Verifizierbarkeit des Outputs sowie die Kollusionsgefahr für die Gestaltung optimaler Verträge spielen.
1.2 Implizite vs. explizite Verträge
Implizite Verträge werden in der Literatur auch als relationale Verträge bezeichnet und synonym verwendet. Wobei in neueren Werken, wie zum Beispiel von Baker et al. (2002) oder Levin (2003) eher der Begriff relationale Verträge verwendet wird. Kvaløy und Olsen (2006) gebrauchen den Terminus implizit für verbale und informelle Absprachen zwischen Agenten, so wie es auch Che und Yoo (2001) handhaben. Bei Lohnverträgen zwischen Prinzipal und Agenten handelt es sich um offizielle, schriftlich festgehaltene Verträge, welche in der Arbeit von Kvaløy und Olsen (2006) als relationale Verträge betitelt werden.
Implizite beziehungsweise relationale Verträge unterscheiden sich von expliziten Verträgen in dem Punkt, dass es sich nur um Rahmenverträge handelt und nicht jegliches Detail festgehalten werden kann, aufgrund von hohen Transaktionskosten. Relationale Verträge werden primär bei langfristiger Zusammenarbeit abgeschlossen, da sich die Arbeitsbeziehung über die Zeit entwickelt und eventuell ex post Veränderungen im Vertrag vorgenommen werden müssen. Das beste Exempel für jene relationalen Verträge sind Arbeitsverträge zwischen Prinzipal und Agenten. In diesen Verträgen werden nur wenige Details, wie der Lohn oder die Arbeitszeit explizit festgehalten. Deswegen ist es schwierig bei Konflikten eine dritte Partei zur Rate zu ziehen, um mögliche Konflikte zwischen Prinzipal und Agenten zu lösen. Denn in solchen Situationen werden nicht nur die explizit vertraglich geregelten Details mit in Betracht gezogen, sondern müssen auch alle informellen, implizite Vertragsdetails, die ex post und im Laufe der Arbeitsbeziehung vereinbart wurden, berücksichtigt werden. Dabei handelt es sich meist um verbale Absprachen, welche nur selten nachträglich im Vertrag festgehalten werden. Aus diesem Grund ist eine Schlichtung durch eine dritte Partei, wie zum Beispiel einem Gericht, nur schwer umzusetzen, da nicht alle Vertragsdetails verifizierbar sind. Im Optimum müssen relationale Verträge selbst durchsetzend sein. Das heißt Agenten und Prinzipal dürfen keinen Anreiz haben, den Vertrag zu brechen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Teamarbeit, die Problematik von Anreizstrukturen (Moral Hazard) und die Abgrenzung von impliziten zu expliziten Verträgen.
2 Lösungsansatz von Che/Yoo: Untersuchung eines mehrperiodigen Prinzipal-Agenten-Modells mit verifizierbarem Output, das die Effektivität von JPE in dynamischen Zusammenhängen gegenüber statischen Modellen aufzeigt.
3 Lösungsansatz von Kvaløy/Olsen: Analyse von Anreizmechanismen unter Annahme eines nicht-verifizierbaren Outputs, wobei relationale Verträge und die Kollusionsgefahr bei der Vertragsgestaltung im Zentrum stehen.
4 Vergleich der vorgestellten Lösungsansätze: Synthese der beiden Ansätze mit Fokus auf die unterschiedlichen Annahmen zur Verifizierbarkeit des Outputs und deren Auswirkungen auf die Wahl des optimalen Anreizsystems.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der optimalen Anreizstrategien basierend auf der Dauer der Zusammenarbeit und der Notwendigkeit zur Vermeidung von Konkurrenzkampf oder Kollusion.
Prinzipal-Agent-Theorie, Teamarbeit, Anreizschema, Joint Performance Evaluation, Relative Performance Evaluation, Moral Hazard, Kollusion, Verifizierbarkeit, Relationale Verträge, Dynamische Arbeitsbeziehungen, Diskontfaktor, Arbeitsanstrengung, Eigenmittelbeschränkung, Peer Monitoring, Implementierung
Die Arbeit untersucht, wie Anreizsysteme in Teams gestaltet werden müssen, um eine hohe Leistungsbereitschaft der Teammitglieder zu fördern, insbesondere wenn die Arbeitsbeziehungen über mehrere Perioden andauern.
Die zentralen Felder sind die Theorie der Anreizgestaltung (Incentive Theory), der Vergleich von kollektiven vs. individuellen Leistungsbewertungen (JPE vs. RPE) sowie die Rolle von relationalen Verträgen in Umgebungen mit eingeschränkter Output-Verifizierbarkeit.
Das Ziel ist die Identifikation optimaler Entlohnungsschemata unter verschiedenen Rahmenbedingungen, wie der Dauer der Zusammenarbeit (Diskonto) und der Möglichkeit zur Verifizierung von Arbeitsergebnissen.
Die Arbeit nutzt die ökonomische Modellierung von Prinzipal-Agent-Beziehungen, um mathematisch optimale Lohnvektoren und Anreizbedingungen (Incentive Constraints) für verschiedene Szenarien herzuleiten.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Modelle von Che und Yoo sowie Kvaløy und Olsen, wobei statische und dynamische Anreizprobleme sowie die Gefahr der Kollusion gegenübergestellt werden.
Schlüsselbegriffe sind Joint Performance Evaluation (JPE), Relative Performance Evaluation (RPE), Moral Hazard, Kollusionssicherheit, Verifizierbarkeit und relationale Verträge.
Er beschreibt den Effekt, dass bei kollektiver Entlohnung Anreize für gegenseitige Kontrolle und Motivation entstehen, was die Kosten für den Prinzipal senkt, da die Agenten sich gegenseitig zu hoher Anstrengung anhalten.
Der Diskontfaktor repräsentiert die erwartete Dauer der zukünftigen Zusammenarbeit. Ein hoher Diskontfaktor ermöglicht die Implementierung von komplexeren, selbst durchsetzenden relationalen Verträgen, da zukünftige Bestrafungen bei Vertragsbruch eine größere Abschreckungswirkung entfalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

