Examensarbeit, 2004
47 Seiten, Note: 1.0
1 ENGLISCHUNTERRICHT AN DER GRUNDSCHULE
1.1 Aufgaben und Bereiche
1.2 Prinzipien der Unterrichtsgestaltung
1.3 Methodische Prinzipien
1.4 Verbindliche Anforderungen
1.5 Leistungsbewertung
2 ENGLISCHUNTERRICHT AN DER PRIMARSTUFE FÜR KINDER MIT FÖRDERBEDARF IM BEREICH SPRACHE
2.1 Englisch im Primarbereich von Sonderschulen
2.2 Die Frage nach dem Sinn des Englischunterrichts für Schüler mit Förderbedarf im Bereich Sprache
2.3 Gibt es sie, die sprachheilpädagogische Didaktik für den Englischunterricht?
2.4 Formen therapieimmanenten Englischunterrichts
3 ZUR AUSGANGSLAGE
3.1 Organisatorisches
3.1.1 Personelle Ressourcen
3.1.2 Räumliche Ressourcen
3.1.3 Mediale Ressourcen
3.1.4 Zeitplan
3.2 Beschreibung der Lernvoraussetzungen der Schüler einer dritten Jahrgangsstufe
4 KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZUM ENGLISCHUNTERRICHT EINER DRITTEN JAHRGANGSSTUFE
4.1 Reflexion und Adaption bestehender Konzepte für die Grundschule
4.1.1 Aufgaben und Bereiche des Faches Englisch
4.1.2 Prinzipien der Unterrichtsgestaltung
4.1.3 Methodische Prinzipien
4.1.4 Verbindliche Anforderungen am Ende der dritten Klasse
4.1.5 Möglichkeiten zur Leistungsbewertung
4.2 Möglichkeiten der sprachheilpädagogischen Förderung im Englischunterricht
4.2.1 Sprachliche Bereiche
4.2.2 Sprachtragende Bereiche
4.3 Planung von Englischunterricht
4.3.1 Planung eines Themas
4.3.2 Auswahl von – aus sprachheilpädagogischer Sicht – geeignetem Material
4.4 Evaluation
4.4.1 Evaluation der Lernstände von Englisch und Sprachenlernen
4.4.2 Evaluation sprachlicher Förderung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für den Englischunterricht an der Erich Kästner-Schule (Sonderschule für Kinder mit Sprachförderbedarf) in Münster zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sprachlich beeinträchtigte Kinder Englisch lernen können, ohne überfordert zu werden, und inwiefern der Englischunterricht zur sprachheilpädagogischen Förderung genutzt werden kann.
Prinzip des entdeckenden und experimentierenden Umgangs mit Sprache
Der Englischunterricht wird besonders dann erfolgreich sein, wenn die Gelegenheit geboten wird, die neue Sprache zu erkunden und mit einzelnen Bausteinen dieser Sprache zu experimentieren. Die Schüler können so wiederkehrende Muster und auch Parallelen und Unterschiede zur deutschen Sprache erkennen. Dieses Prinzip arbeitet nahe am Ziel der language awareness (s. Kap. 1.1).
Ein weiteres Prinzip, auf das an dieser Stelle hingewiesen werden muss, da es in sämtliche der anderen Punkte hineinspielt, ist das des Primats des Mündlichen. Die vier sprachlichen Fertigkeiten Hörverstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben sind im modernen Fremdsprachenunterricht nicht gleich zu gewichten. Wie im muttersprachlichen ist auch im fremdsprachlichen Lernen das Hörverstehen von grundlegender Bedeutung. So ist zu Beginn des Fremdsprachenunterrichts eine sog. silent period, eine Zeitspanne, in welcher die Schüler sich scheuen zu sprechen, aber in einem aktiven Lernprozess rezeptives Wissen aufbauen, nichts Ungewöhnliches (vgl. Schmid-Schönbein 2001, 63ff). Eng damit verbunden ist natürlich das Sprechen. Die Gewichtung dieser beiden Grundfertigkeiten im Gegensatz zu den schriftlichen Kompetenzen (Lesen und Schreiben) bilden dann den Primat des Mündlichen. Wenn also von entdeckendem und experimentellem Umgang mit Sprache die Rede ist, dann ist hier m.E. primär die mündliche Sprache gemeint.
1 ENGLISCHUNTERRICHT AN DER GRUNDSCHULE: Dieses Kapitel erläutert die fachdidaktischen Grundlagen, Aufgaben und Prinzipien des Englischunterrichts in der Primarstufe, basierend auf dem aktuellen Lehrplan.
2 ENGLISCHUNTERRICHT AN DER PRIMARSTUFE FÜR KINDER MIT FÖRDERBEDARF IM BEREICH SPRACHE: Hier wird die Eignung des Englischunterrichts für Kinder mit sprachlichen Beeinträchtigungen diskutiert und die Notwendigkeit einer sprachheilpädagogisch adaptierten Didaktik begründet.
3 ZUR AUSGANGSLAGE: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen personellen, räumlichen und medialen Rahmenbedingungen an der Erich Kästner-Schule sowie die Lernvoraussetzungen der Schülerschaft.
4 KONZEPTIONELLE ÜBERLEGUNGEN ZUM ENGLISCHUNTERRICHT EINER DRITTEN JAHRGANGSSTUFE: Das Kernstück der Arbeit, in dem Konzepte für die Planung, methodische Gestaltung, Leistungsbewertung und Evaluation eines förderorientierten Englischunterrichts entwickelt werden.
Englischunterricht, Sonderpädagogik, Sprachheilpädagogik, Primarstufe, Sprachförderbedarf, Sprachbewusstheit, Frühbeginn, Konzeptentwicklung, Unterrichtsplanung, Hörverstehen, Spracherwerb, Integrativer Unterricht, Lernstrategien.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeptionierung von Englischunterricht an einer Sonderschule für sprachbehinderte Kinder der dritten Jahrgangsstufe.
Zentrale Themen sind die Adaption grundschuldidaktischer Prinzipien für den sonderpädagogischen Bereich, die Organisation des Unterrichts an der Erich Kästner-Schule sowie die Förderung sprachtragender Bereiche wie Wahrnehmung und Kognition.
Das Hauptziel ist es, ein praktikables Konzept zu erstellen, das Kindern mit sprachlichen Beeinträchtigungen Englischunterricht ermöglicht, ohne diese zu überfordern, und gleichzeitig die therapeutischen Möglichkeiten des Faches zu nutzen.
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse, die auf die spezifischen schulpraktischen Gegebenheiten der Erich Kästner-Schule angewandt und dort reflektiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der Ausgangslage sowie in die Erarbeitung konzeptioneller Überlegungen zu methodischen Prinzipien, Materialauswahl, Leistungsbewertung und Evaluation.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Sonderpädagogik, Fremdsprachenerwerb, Sprachheilpädagogik, Inklusion/Integration und Sprachbewusstheit charakterisieren.
Aufgrund der spezifischen Schwierigkeiten wird empfohlen, den Schülern der dritten Klasse – zumindest im ersten Halbjahr – konsequent keine Schriftsprache anzubieten, um den Festigungsprozess der deutschen Schriftsprache nicht zu gefährden.
Das EIS-Prinzip (enaktiv, ikonisch, symbolisch) wird als Orientierungshilfe für die methodische Planung genutzt, um die Darbietung von Lerninhalten schrittweise von konkreten Handlungen hin zu symbolischen Repräsentationen zu führen.
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