Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
1. Einleitung
2. Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen
2.1 Semantische Prinzipien
2.1.1 Personenbezeichnungen
2.1.2 Tierbezeichnungen
2.1.3 Sachbezeichnungen
2.2 Morphologische Prinzipien
2.2.1 Komposition
2.2.2 Derivation
2.2.3 Konversion
2.2.4 Kürzung
2.3 Phonologische Prinzipien
2.3.1 Phonologische Prinzipien bei mehrsilbigen Substantiven
2.3.2 Phonologische Prinzipien bei einsilbigen Substantiven (Simplizia)
2.4 Prinzipien der Genuszuweisung bei Lehnwörtern
3. Empirische Untersuchung der morphologischen und phonologischen Prinzipien
3.1 Methodik
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Ergebnisse zu morphologischen Prinzipien
3.2.2 Ergebnisse zu phonologischen Prinzipien
4. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob die im theoretischen Teil beschriebenen semantischen, morphologischen und phonologischen Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen eine psychische Realität bei Muttersprachlern besitzen oder ob das Genus bei unbekannten Substantiven arbiträr vergeben wird. Hierzu wird in einer empirischen Untersuchung geprüft, ob Sprecher bei Kunstwörtern bewusst auf bekannte morphologische Suffixe und phonologische Wortausgänge zurückgreifen.
2.1 Semantische Prinzipien
Im heutigen Sprachgebrauch wird immer mehr akzentuiert, dass die Bezeichnungen für Menschen (im Singular sowie auch im Plural) sexusdifferenzierend sein sollen, z. B. Studenten/Studentinnen. Bei der Genuszuweisung spielen die semantischen Prinzipien bei Personen-, Tier- und Sachbezeichnungen eine Rolle.
Bei mehreren Substantiven, die männliche und weibliche Personen bezeichnen, wird das Sexus mit dem prototypischen Genus (Maskulinum für männlich, Femininum für weiblich) auf der lexikalischen Ebene ausgedrückt (Hoberg 2004:99f):
Verwandtschaftsbezeichnungen:
Mask.: Opa, Vater, Sohn usw.; Fem.: Oma, Mutter, Tochter usw.
Bezeichnungen, die ausdrücklich den Sexus der Personen markieren sollen:
Mask.: Mann, Bube, Herr, Bräutigam usw.; Fem.: Frau, Dame, Nonne, Braut usw.
1. Einleitung: Definition des Begriffs Genus und Einführung in die Fragestellung, ob Genuszuweisung motiviert oder arbiträr erfolgt.
2. Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen: Detaillierte Darstellung der semantischen, morphologischen und phonologischen Regeln, die das deutsche Genussystem beeinflussen.
3. Empirische Untersuchung der morphologischen und phonologischen Prinzipien: Beschreibung der Methodik mittels Fragebogen sowie Präsentation und Diskussion der Ergebnisse bei Kunstwörtern.
4. Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Resultate zur bewussten Anwendung von Genusregeln durch Sprecher.
Genuszuweisung, deutsches Genussystem, morphologische Prinzipien, phonologische Prinzipien, Pseudosuffixe, Derivation, Komposition, Konversion, Sprachwissenschaft, Empirische Untersuchung, Kunstwörter, Genusmarkierung, Sprachpraxis, Linguistik, Muttersprachler.
Die Arbeit untersucht die Prinzipien, nach denen Substantiven im Deutschen ihr grammatisches Geschlecht (Genus) zugewiesen wird, und hinterfragt, ob Sprecher diese Regeln bewusst anwenden.
Die Untersuchung konzentriert sich auf das Zusammenspiel von semantischen, morphologischen und phonologischen Prinzipien bei der Genuszuweisung.
Das Ziel ist es festzustellen, ob Genuszuweisungsregeln eine psychische Realität bei Muttersprachlern darstellen oder ob das Genus primär durch Reproduktion des Wortschatzes zugewiesen wird.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Studie, in der 43 Probanden mittels eines Fragebogens künstliche Wörter (Kunstwörter) Genusklassen zuordnen mussten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Genusprinzipien (Suffixe, Wortausgänge, Komposita) und den empirischen Teil, in dem die Anwendbarkeit dieser Regeln auf Kunstwörter geprüft wird.
Kernbegriffe sind Genuszuweisung, morphologische Suffixe, phonologische Pseudosuffixe und die psychische Realität grammatischer Regeln.
Die Ergebnisse zeigen, dass produktive Suffixe wie -lein sicher erkannt werden, während unproduktive Suffixe oft mit Pseudosuffixen verwechselt werden, was zu einer unsicheren Genuszuweisung führt.
Phonologische Prinzipien, wie z.B. bei einsilbigen Wörtern oder bestimmten Wortausgängen, zeigen eine Tendenz zum prognostizierten Genus, jedoch spielen Assoziationen zu realen Wörtern oft eine stärkere Rolle als das reine Regelwissen.
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