Diplomarbeit, 2013
72 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung und Ziele der Arbeit
2 Allgemeines über Kennzahlen und Kennzahlensysteme
2.1 Definition und Arten von Kennzahlen
2.2 Kennzahlensysteme
2.3 Aufgaben und Funktionen
3 Grundlagen zur kommunalen Verwaltungsreform
3.1 Notwendigkeit
3.2 Vom „Bürokratiemodell“ zum „Neuen Steuerungsmodell“
3.3 Umstellung des öffentlichen Haushalts- und Rechnungswesens
3.3.1 Einführung der Doppik
3.3.2 Veränderungen bei der Budgetierung
3.3.3 Produkte und Produkthaushalt
4 Einführung einer kommunalen Verwaltungssteuerung mit Zielen und Kennzahlen
4.1 Einleitung
4.2 Beteiligte Personen und Gremien
4.3 Festlegung der strategischen Ziele
4.4 Auswahl der Modellprodukte
4.5 Strukturierung der Kennzahlen
4.6 Erstellung von Kennzahlenplänen
4.6.1 Ablauf
4.6.2 Kennzahlenplan für das Modellprodukt „Fortbildungen“
4.6.3 Kennzahlenplan für das Modellprodukt „Stadthalle“
4.6.4 Kennzahlenplan für das Modellprodukt „Brandschutz“
4.7 Einbindung und Darstellung im Haushalt
5 Zusammenfassung und Ausblick
Anhang A: Das Leitbild der Kreisverwaltung Hersfeld-Rotenburg
Anhang B: Begleitunterlagen zum Thema Verwaltungsmanagement
Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufbau und den Einsatz von Kennzahlen als Steuerungsinstrumente in der kommunalen Verwaltung, um vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen eine effizientere und wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung zu ermöglichen.
4.5 Strukturierung der Kennzahlen
Im nächsten Schritt erfolgt die Strukturierung der Kennzahlen für die Aufstellung von Kennzahlenplänen für die Modellprodukte. Hierbei gibt es drei Hauptkategorien:
1. Mitteleinsatz:
Durch den „Mitteleinsatz“ wird dargestellt, mit welchem finanziellen und personellen Budget in dem betreffenden Haushaltsjahr gearbeitet werden soll. Kennzahlen der Finanzen sind in der Regel das ordentliche Ergebnis des Produkts. Außerdem werden häufig das ordentliche Ergebnis pro Leistungseinheit und der Kostendeckungsgrad angegeben. Die Kennzahlen des Personals beschreiben die benötigte Personalkapazität der jeweiligen Produkte. Auch hier wird häufig die Personalkapazität pro Leistungseinheit ermittelt. Dadurch erhalten die Beteiligten eine gute Rückmeldung über die Personalintensität und -auslastung bei den einzelnen Produkten.
2. Leistung:
Die Kennzahlen der „Leistung“ hängen individueller als die Kennzahlen des Mitteleinsatzes von dem jeweiligen Produkt ab. Sie geben an, welche Leistungen mit dem festgelegten Mitteleinsatz erzielt werden sollen. Untergliedert werden die Leistungskennzahlen in die Quantität, die Qualität und das Ergebnis. Quantitätskennzahlen sind i. d. R. absolute Zahlen. Sie ermöglichen einen Überblick über die Rahmenbedingungen (statistische Daten), unter denen die Leistungserstellung stattfindet und benennen die Fallzahlen der Arbeitsergebnisse. Sie sind die Grundlage für die Bestimmung von Qualitätskennzahlen. Ein Beispiel dafür ist der Bücherbestand im Stadtarchiv. Bei den Qualitätskennzahlen handelt es sich i. d. R. relative Kennzahlen. Ein Beispiel dafür ist die durchschnittliche Bearbeitungsdauer pro Fall. Schließlich wird das Ergebnis der Leistungen dargestellt. Ergebniskennzahlen geben Auskunft über die Güte eines Produktes aus Sicht der Leistungsempfänger. Dies könnte z. B. die Anzahl der Teilnehmer an einer Veranstaltung sichtbar ausdrücken.
3. Wirkung:
Die Kennzahlen der „Wirkung“ orientieren sich an den bereits festgelegten strategischen Zielen und zeigen die dadurch veränderten Auswirkungen für die Produkt- und Leistungserstellung.
1 Einleitung und Ziele der Arbeit: Der Autor erläutert seine Motivation für diese Diplomarbeit und beschreibt das Ziel, ein Verständnis für Kennzahlen in der kommunalen Verwaltung als Ratgeber für effizienteres Arbeiten zu vermitteln.
2 Allgemeines über Kennzahlen und Kennzahlensysteme: Es werden betriebswirtschaftliche Grundlagen zu Kennzahlen, deren Arten sowie der Aufbau von Kennzahlensystemen als Controlling-Instrumente dargelegt.
3 Grundlagen zur kommunalen Verwaltungsreform: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit von Reformen, den Übergang vom Bürokratiemodell zum Neuen Steuerungsmodell und die elementare Umstellung auf das doppische Rechnungswesen.
4 Einführung einer kommunalen Verwaltungssteuerung mit Zielen und Kennzahlen: Der Schwerpunkt der Arbeit, in dem anhand einer fiktiven Kommune die methodische Einführung einer ziel- und kennzahlengestützten Steuerung Schritt für Schritt beschrieben wird.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Verwaltungssteuerung in Kommunen gegeben.
Kennzahlen, Kommunale Verwaltung, Verwaltungsreform, Neues Steuerungsmodell, Doppik, Budgetierung, Controlling, Haushaltsplanung, Wirkungsorientierung, Produkthaushalt, Kennzahlenplan, Modellprodukte, Effizienz, Steuerungsinstrumente, Finanzmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen in der kommunalen Verwaltung zur Unterstützung moderner Verwaltungsreformen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Neuen Steuerungsmodell, der Umstellung auf das doppische Rechnungswesen (Doppik) und der Entwicklung von Kennzahlenplänen zur wirkungsorientierten Steuerung.
Das Ziel ist es, Mitarbeitern in Verwaltungen und politischen Entscheidungsträgern einen praxisnahen Leitfaden an die Hand zu geben, um Verwaltungshandeln durch Kennzahlen effektiver und effizienter zu gestalten.
Der Autor wählt einen anwendungsorientierten Ansatz, bei dem er für eine fiktive „Musterstadt“ beispielhaft die Schritte von der Zielformulierung bis zur Kennzahlenbildung in Kennzahlenplänen durchspielt.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Einführung der Verwaltungssteuerung, angefangen bei der Auswahl von Modellprodukten bis hin zur Strukturierung von Kennzahlen in Mitteleinsatz, Leistung und Wirkung.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie kommunale Verwaltungssteuerung, Doppik, wirkungsorientierte Steuerung, Kennzahlenpläne und strategische Ziele geprägt.
Die Doppik liefert durch die integrierte Darstellung von Ressourcenverbrauch, Vermögenslage und Ergebnisrechnung die notwendige Datengrundlage, um Kennzahlen zur Steuerung sinnvoll im Haushalt verankern zu können.
Die strategischen Ziele werden konkretisiert, indem sie in Teilprodukte zerlegt und für diese spezifische Kennzahlen (Mitteleinsatz, Leistung, Wirkung) definiert werden, die dann verbindlich in den Haushaltsplan einfließen.
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