Masterarbeit, 2012
137 Seiten, Note: 1,4
Kapitel 1: Einleitung
1.1. Hintergrund
1.2. Problemstellung und Zielsetzung
1.3. Gang der Untersuchung
Kapitel 2: Strukturierung der deutschen TV-Landschaft
2.1. Marktabgrenzung
2.1.1. Erlösmodelle
2.1.2. Werbemarkt-Entwicklung Deutschland: Alle Medien
2.1.3. Übertragungswege und Zuschauermarkt-Entwicklung
2.1.4. Werbemarkt Deutschland: TV-Sender
2.2. Wertschöpfungsstrukturen der TV-Wirtschaft
2.3. Markteintrittsbarrieren
2.3.1. Strukturelle Barrieren
2.3.2. Verhaltensbedingte Barrieren
2.3.3. Strategische Barrieren
2.3.4. Institutionelle Barrieren
2.3.5. Kultur als zusätzliche verhaltensbedingte Markteintrittsbarriere ?
2.4 Die Strategien der TV-Sender
2.4.1. Diversifikation
2.4.2. Internationalisierung
2.4.3. Strategie-Erfolge
2.5. Können TV-Sender beruhigt in die Zukunft blicken?
Kapitel 3: Risiken und neue Marktteilnehmer
3.1. TV-Netto-Werbeeinahmen schrumpfen seit 2000
3.2. Online- und Mobile-Umsätze wachsen seit 2002
3.3. Konvergenz von TV und PC: Multiscreen-Angebote
3.4. Werbewirksamkeit TV vs. Online
3.4. Neue Marktteilnehmer durch veränderte Voraussetzungen
3.4.1. Die Ersteller
3.4.2. Die Distributoren und Gerätehersteller
3.4.3. Branchenfremde Akteure
Kapitel 4: Neun Implikationen für Fernsehsender
4.1. Funktionsweise der Internet-Branche verstehen und anwenden
4.2. Werbung muss zielgerichtet, interaktiv und emotionaler werden
4.3. TV-Programme müssen individueller und flexibler werden
4.4. Kooperationen mit den Angreifern und Content-Verkauf
4.5. Multimediale Produktion und Vermarktung als Dienstleistungen
4.6. Der Zuschauer muss zum Kunden werden
4.7. Kombination von IPTV-Geschäftsmodellen
4.8. Anpassung der Unternehmenskultur
4.9. Anpassung der Organisationsstrukturen
4.10. Zusammenfassung
Kapitel 5: Digitalisierung als disruptive Innovation
5.1. Grundlagen des Innovations-Managements
5.1.1. Evolutionäre vs. disruptive Innovation
5.1.2. Merkmale disruptiver Innovationen
5.1.3. Wertesysteme für den Umgang mit disruptiven Innovationen
5.1.4. Zusammenfassung: Risiken und Chancen disruptiver Innovationen
5.2. Prüfungs-Schemata für evolutionäre und disruptive Innovationen
5.3. Anwendung des Schemas auf deutsche TV-Sender
5.3.1. Deutliche Leistungsnachteile der neuen Technologie
5.3.2. Eindeutige Vorteile bei neuen Kriterien
5.3.3. Neue Produkte oder Dienstleistungen anwendungsfreundlicher
5.3.4. Markt und Produktanwendung zunächst nicht klar
5.3.5. Zunächst für etablierte Unternehmen uninteressant
5.3.6. Dramatische Verbesserungen der Innovation
5.3.7. Ernste Bedrohung
5.3.8. Zusammenfassung
Kapitel 6: Innovations-Strategien für deutsche TV-Sender
6.1. Innovations-Management für TV-Sender
6.1.1. Bildung und Beauftragung der richtigen Organisationseinheit
6.1.2. Abstimmung der Organisationsgröße auf die Größe des Marktes
6.1.3. Entdeckung neuer Märkte
6.1.4. Erkennen der (Un-)Fähigkeiten des eigenen Unternehmens
6.1.5. Leistungsangebot, Marktnachfrage und Produktlebenszyklus
6.1.6. Kritische Würdigung: Innovations-Management für TV-Sender
6.2. Change-Management für TV-Sender
6.2.1. Gefühl für Dringlichkeit erzeugen
6.2.2. Eine Führungskoalition aufbauen
6.2.3. Promotorenmodell einsetzen
6.2.4. Vision und Strategie entwickeln
6.2.5. Die Vision des Wandels kommunizieren
6.2.6. Mitarbeiter auf breiter Basis befähigen
6.2.7. Zeitmanagement
6.2.8. Schnelle Erfolge erzielen
6.2.9. Erfolge konsolidieren und weitere Veränderungen einleiten
6.2.10. Neue Ansätze in der Kultur verankern
6.3. Zusammenfassung: Änderung der Unternehmens-Kultur
6.3.1. Systemoffenheit
6.3.2. Organisationsgrad
6.3.3. Informationsstil
6.3.4. Zusammenarbeitsförderung
6.3.5. Konfliktbewusstsein
6.3.6. Rekrutierungsmodus und Personalförderung
6.3.7. Kompetenz und Verantwortung
6.4. Wandel der Angst
Kapitel 7: Schlussbetrachtung und Forschungsbedarf
7.1. Schlussbetrachtung
7.3. Ansatzpunkte für die weitere Forschung
Die Arbeit untersucht, ob die Digitalisierung als disruptive Innovation für deutsche TV-Sender einzustufen ist und wie diese auf die daraus resultierende Bedrohung reagieren können. Ziel ist es, Managern einen Leitfaden zu bieten, um die existenzielle Angst vor dem digitalen Wandel in positive Energie und kreativen Erfolg zu transformieren, indem Innovations- und Change-Management-Methoden strategisch adaptiert werden.
1.2. Problemstellung und Zielsetzung
Der Autor geht der Frage nach, ob die Digitalisierung und vor allem die dadurch entstandenen Produkte und Technologien die Voraussetzungen einer disruptiven Technologie erfüllen. Mit „disruptiv“ wird die Entwicklung genannt, die etwas Bestehendes durch etwas Neues zerstört. Innovation steht für die Veränderung einer Technologie, die in diesem Kontext Marketing-, Investitions- und Managementprozesse beinhaltet. Er geht dann der Frage nach, ob die Angst vor dieser disruptiven Innovation „umgewandelt“ und in einen Change Management Prozess geleitet werden könnte. Diese „umgewandelte“ Energie könnte dann in einen eigenen Innovations-Management-Prozess „gehebelt“ werden. Dies würde die Unternehmenskultur verändern. Der Vergleich mit einer Riesen-Welle sei gestattet:
Sie baut sich langsam (fast unbemerkt) auf und wird immer bedrohlicher. Der Schwimmer wird ängstlich. Entweder er wird sich ihr vor Angst gelähmt entgegenstellen, dann reist sie ihn von den Füßen. Oder er dreht sich, nimmt die Energie der Welle auf und lässt sich in Wellenrichtung ans sichere Ufer treiben. Die Energie kann genutzt werden, um zumindest nicht unterzugehen. Schafft er es, auf der Welle zu gleiten (Hebeln der Energie), kann er sogar erfolgreich auf ihr surfen. Die Angst vor der Welle wird in positive Energie umgewandelt, durch (kreatives) Ausnutzen der Welle kommt der Schwimmer erfolgreich durch die Bedrohung und wird sogar zum Surfer. Aus Angst wird kreativer Erfolg.
Bezogen auf die deutsche TV-Landschaft erläutert der Autor, warum und vor allem wie sich Manager und ihre Mitarbeiter, anstatt vor Angst gelähmt abzuwarten, mit positiver Energie dem digitalen Wandel stellen, Innovationen vorantreiben und einen Kulturwandel im Unternehmen vollziehen müssen.
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie die Angst vor dem digitalen Wandel in kreativen Erfolg umgewandelt werden kann, gestützt durch das Zitat von Helmut Schmidt.
Kapitel 2: Strukturierung der deutschen TV-Landschaft: Das Kapitel analysiert die Marktabgrenzung, Geschäftsmodelle und Markteintrittsbarrieren der deutschen Fernsehsender.
Kapitel 3: Risiken und neue Marktteilnehmer: Hier werden die wirtschaftlichen Risiken durch schrumpfende Werbeeinnahmen und der Wettbewerbsdruck durch neue Akteure und digitale Plattformen beleuchtet.
Kapitel 4: Neun Implikationen für Fernsehsender: Dieses Kapitel leitet konkrete Handlungsempfehlungen für TV-Manager ab, um den digitalen Herausforderungen strategisch zu begegnen.
Kapitel 5: Digitalisierung als disruptive Innovation: Es wird theoretisch hergeleitet und geprüft, ob die Digitalisierung als disruptive Innovation eingestuft werden muss, was hier bejaht wird.
Kapitel 6: Innovations-Strategien für deutsche TV-Sender: Dieses Kapitel präsentiert umfassende Strategien und Change-Management-Ansätze für die Anpassung von Organisationen und Unternehmenskulturen.
Kapitel 7: Schlussbetrachtung und Forschungsbedarf: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und identifiziert Ansatzpunkte für weiterführende Forschung im Bereich Innovations- und Change-Management.
Digitalisierung, disruptive Innovation, TV-Sender, Fernsehlandschaft, Strategisches Management, Innovations-Management, Change-Management, Medienwirtschaft, Geschäftsmodelle, Online-Werbung, Unternehmenskultur, Markteintrittsbarrieren, Internet-Branche, Transformation, Wettbewerbsstrategie.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche TV-Sender auf die Herausforderungen und Bedrohungen durch die Digitalisierung reagieren können und ob diese als disruptive Innovation zu klassifizieren ist.
Die zentralen Themen umfassen die Struktur der TV-Landschaft, Strategien für Innovationen, die Analyse der Unternehmenskultur und die Anwendung von Change-Management-Methoden.
Die Forschungsfrage lautet: Wie kann die Angst vor dem Wandel in kreativen Erfolg umgewandelt werden?
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse aktueller Studien, Marktanalysen der TV-Branche und theoretischen Innovations-Modellen (u.a. nach Christensen), um Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Marktsituation, identifiziert neue Wettbewerber, prüft die Disruption durch das Internet und leitet spezifische Management-Strategien sowie Change-Prozesse ab.
Zu den prägenden Begriffen gehören die Disruption durch Digitalisierung, die Notwendigkeit von Innovations-Management und die strategische Transformation der Unternehmenskultur in Fernsehsendern.
Der Autor argumentiert, dass eine innovationsfeindliche oder zu sehr auf Routine ausgerichtete Kultur der größte Hemmschuh für notwendige Transformationen ist.
Der Autor rät dazu, die Gefahr der Disruption anzuerkennen, eine Führungskoalition zu bilden, das Gefühl für Dringlichkeit zu erzeugen und durch schnelle, kleine Erfolge (Quick Wins) Sicherheit und Motivation zu schaffen.
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