Masterarbeit, 2014
144 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Europäisches Parlament und Rahmenbedingungen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)
2.1. Historischer Kontext
2.2. Strukturen und Funktionen des Europäischen Parlaments
2.3. Bedingungen des Unionsrechts
2.4. Europäisches System der Zentralbanken (ESZB)
2.4.1. Aufbau, Organisation und Funktionen
2.4.2. Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB)
2.4.3. Europäische Geldpolitik
2.4.3.1. Konzeption und Instrumente
2.4.3.2. Strategie und Zielsetzungen
2.5. Nationale Fiskalpolitik als Bestandteil der EWWU
3. Einführung und Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro
3.1. Europäische Währungsunion und Europäisches Währungssystem
3.1.1. Entstehung und Verlauf
3.1.2. Wirkungen und Zielsetzungen der Stabilitätspolitik innerhalb des EWS
3.2. Voraussetzungen für die Implementierung der europäischen Gemeinschaftswährung
3.2.1. Allgemeine Zusammenhänge
3.2.2. Optimaler Währungsraum
3.2.3. Steuerung und Zielsetzungen einer länderübergreifenden Währung
3.2.4. Bestimmung und Einhaltung der Konvergenzkriterien
3.3. Inkrafttreten, Stabilisierung und Destabilisierung des Euros
4. Europas länderspezifische Staatsverschuldungen unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinschaftswährung Euro
4.1. Allgemeiner Hintergrund
4.2. Staatsschuldenkrise
4.2.1. Ursachen und Wirkungszusammenhänge
4.2.2. Staatsverschuldung Deutschlands
4.2.3. Staatsverschuldung Griechenlands
4.3. Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise
4.3.1. Tatsächliche Maßnahmen
4.3.1.1. Hintergründe und Adressaten
4.3.1.2. Leitzinssenkung zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen
4.3.1.3. Staatsanleihenkauf zur Erhaltung des geldpolitischen Transmissionsmechanismus
4.3.1.3.1. Auswirkungen von Staatsanleihenkäufen auf die Märkte
4.3.1.3.2. Entwicklung der Staatsanleihenkäufe seit dem Jahr 2009
4.3.1.3.3. Eurobonds als mögliches Lösungsvehikel
4.3.1.4. Implementierung von Schutzschirmen zur Sicherung des internationalen Staaten- und Bankensystems am Beispiel Griechenlands
4.3.1.4.1. Lösungsansätze im Vorfeld der Schutzschirme
4.3.1.4.2. Bisherige Auswirkungen der eingesetzten Schutzschirme
4.3.2. Potenzielle Maßnahmen
4.3.2.1. Möglichkeit der Reformierung des TARGET2-Systems
4.3.2.2. Euro-Ausgliederung einzelner Länder als mögliche Lösung der Staatsschuldenkrise sowie zur Stärkung der europäischen Gemeinschaftswährung
4.3.2.2.1. Allgemeine Einordnung
4.3.2.2.2. Unfreiwilliger Ausschluss einer Nation aus der Euro-Zone
4.3.2.2.3. Freiwilliger Austritt einer Nation aus der Euro-Zone
4.3.2.3. Möglichkeit der Einbindung des privaten Sektors zum staatlichen Schuldenabbau
4.3.2.4. Mögliche Aufspaltung der europäischen Gemeinschaftswährung in ein Nord- und Süd-Gefälle
5. Fazit
5.1. Zielerreichung
5.2. Perspektiven
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Euros auf die Entwicklung der länderspezifischen Staatsverschuldung innerhalb der Euro-Zone. Sie untersucht kritisch die Rolle der Europäischen Zentralbank und die verschiedenen Lösungsansätze zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise, unter besonderer Berücksichtigung der fiskalpolitischen Gegebenheiten.
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
Die aktuell in der Euro-Zone vorherrschende Staatsschuldenkrise stellt hinsichtlich ihrer Struktur im Vergleich zu den bereits in der Vergangenheit vernommenen Zahlungsunfähigkeiten einzelner Länder ein Novum dar. Dies begründet sich im Wesentlichen dadurch, dass nicht nur Entwicklungs- resp. Schwellenländer gezeigt haben, dass sie ihren jeweiligen Zahlungsverpflichtungen langfristig nicht nachkommen können (bspw. Argentinien in den Jahren 1998 und 2002), sondern dies faktisch auch für Griechenland im Jahr 2010 gegolten hätte, wenn das Land nicht durch ein speziell geschaffenes Rettungspaket mit einem Volumen in Höhe von 750 Milliarden Euro unterstützt worden wäre. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass Griechenland ein westliches Industrieland und damit als wirtschaftlich gesund sowie im Rahmen der europäischen Gemeinschaftswährung Euro als gut gesichert gilt bzw. galt. Jener Umstand führte sowohl in der Wahrnehmung der Bürger als auch an den weltweiten Finanzmärkten dazu, dass sich – analog der sich aus der Zahlungsunfähigkeit Mexikos am Anfang der 1980er entwickelnden Staatsschuldenkrise – Ausstrahlungseffekte in Bezug auf andere europäische Staaten entwickeln könnten und dies in letzter Instanz zu einem Zusammenbruch der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) führen könnte. Hierbei war es insbesondere an den Finanzmärkten ersichtlich, dass die Befürchtungen im Kontext eines sog. Dominoeffektes sowie im Zuge der zuvor gerade überstandenen Finanz- und Weltwirtschaftskrise der Jahre 2007 bis 2009 überproportional stark ausgeprägt waren. Exemplarisch ist dies am sog. risikolosen Zinssatz zu erkennen. Vor dem Hintergrund, dass ein Land niemals zahlungsunfähig werden würde, galten Staatsanleihen – und hier vor allem jene der europäischen resp. westlichen Länder – als Investment ohne Risiko, wenngleich eine Zinsprämie an den entsprechenden Investor gezahlt wurde.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Staatsschuldenkrise ein, formuliert die Forschungsfrage und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Europäisches Parlament und Rahmenbedingungen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU): Hier werden die historischen Ursprünge, die Rolle des Parlaments, die rechtlichen Grundlagen sowie die Struktur und Unabhängigkeit des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) analysiert.
3. Einführung und Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Währungsunion, die Konvergenzkriterien und die theoretischen Anforderungen an einen optimalen Währungsraum.
4. Europas länderspezifische Staatsverschuldungen unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinschaftswährung Euro: Der Hauptteil analysiert die Schuldenentwicklung in Deutschland und Griechenland sowie die Interventionsmaßnahmen der EZB und potenzielle Lösungswege.
5. Fazit: Das Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Perspektiven der Währungsunion.
Euro-Zone, Staatsschuldenkrise, Europäische Zentralbank, EWWU, Gemeinschaftswährung, Konvergenzkriterien, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Staatsanleihen, Griechenland, Deutschland, TARGET2-System, Eurobonds, ESM, EFSF.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone und untersucht, inwiefern die Einführung des Euros diese Entwicklung beeinflusst hat.
Zentrale Themen sind die geldpolitischen Rahmenbedingungen der EZB, die Anforderungen an eine funktionierende Währungsunion sowie eine vergleichende Analyse der Staatsverschuldung in ausgewählten EU-Mitgliedsstaaten.
Die Arbeit untersucht, wie die Einführung der Gemeinschaftswährung die Staatsschuldenkrise beeinflusst hat und welche Rolle die EZB bei Interventionen spielt.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse, gestützt auf ökonomische Theorien (z.B. Theorie optimaler Währungsräume), historische Ereignisabfolgen und eine Auswertung institutioneller Daten und Finanzmarktindikatoren.
Der Hauptteil beleuchtet die Ursachen der Krise, die spezifische Verschuldung Deutschlands und Griechenlands sowie die verschiedenen tatsächlichen und potenziellen Maßnahmen der EZB zur Stabilisierung.
Die zentralen Begriffe sind Staatsschuldenkrise, EZB, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Konvergenzkriterien und europäische Gemeinschaftswährung.
Dieser Vergleich dient dazu, unterschiedliche strukturelle Ansätze und Finanzgebaren innerhalb der Euro-Zone aufzuzeigen, um die Heterogenität der Mitgliedsstaaten und deren Auswirkungen auf die Schuldenkrise zu verdeutlichen.
Der Autor diskutiert TARGET2-Salden im Kontext der Forderungs- und Haftungsrisiken für die EZB und die betroffenen Nationalbanken bei einem theoretischen Auseinanderbrechen der Euro-Zone.
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