Skript, 2014
108 Seiten
1 Einführung in das betriebliche Rechnungswesen
1.1 Fallstudie
1.2 Geschäftsführung in einem Unternehmen (am Beispiel der Copy-Fix AG aus dem Planspiel)
1.3 Buchführung und Bilanzierung
1.3.1 Worum geht es in der Buchführung und der Bilanzierung?
1.3.2 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
1.3.3 Rechenwerke
1.4 Wichtige Begriffe der Finanzbuchführung
2 Bilanz und GuV
2.1 Bilanz
2.1.1 Bewertungsansätze
2.1.2 Gliederung der Bilanz seit BilMoG
2.1.3 Aufgaben der Bilanz
2.1.4 Unterscheidungskriterien
2.1.5 Bilanzveränderungen
2.2 Die Gewinn- und Verlustrechnung
2.2.1 Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung
2.2.2 Wichtige Begriffe des GuV-Kontos
2.3 Bilanzanalyse und Kennzahlen
2.3.1 Bilanzanalyse in 5 Schritten
2.3.2 Wichtige Kennzahlen
3 Buchungen auf Konten
3.1 Aktiv- und Passiv-Konten
3.1.1 Aktiv-Konten (Bestandskonto: Bestand von Vermögensgütern)
3.1.2 Passiv-Konten (Bestandskonto: Bestand von Schulden)
3.2 Regeln der Buchführung I
3.3 Regeln der Buchführung II
3.4 Aufwand und Ertrag
3.4.1 Beispiel 1
3.4.2 Beispiel 2
3.4.3 Beispiel 3
3.5 Gewinn- und Verlustkonto (GuV-Konto)
3.6 Das Privatkonto
3.7 Buchungen im Umlaufvermögen
3.8 Buchungen im Anlagevermögen
3.8.1 Abschreibungsmethoden
3.8.2 Verkauf zum/über/unter Buchwert
3.9 Überblick Konten
3.10 Jahresabschluss
4 TOPSIM
5 Grundaufbau der Kostenrechnung
5.1 Einführung Fallbeispiel More-than-copy GmbH
5.2 Abbildungsfunktion der internen Rechnungslegung
5.3 Produktionsfaktoren
5.4 Kostendifferenzierung nach Lebenszyklus-Phasen
5.5 Leistungen
5.6 Produktionsprozess-Typen nach Stoffverwertungsart
5.6.1 Analytische Stoffverwertung
5.6.2 Synthetische Stoffverwertung
5.6.3 Durchlaufende Stoffverwertung
5.6.4 Umgruppierende Stoffverwertung
5.7 Kosten für die Herstellung der Prozess-Bereitschaft
5.8 Kombination von Einzelprozessen
5.9 Aufgabenbereiche der Kostenrechnung
5.10 Von der Kostenrechnung unterstützte Entscheidungsfelder
5.11 Traditioneller Grundaufbau der Kostenrechnung
5.11.1 Kostenarten
5.11.2 Kostenstellen
5.11.3 Kostenträger
6 Grundformen der Kalkulation von Leistungen
6.1 Grundsätzliche Kennzeichnung des Kalkulationsproblems
6.2 Verursachungsprinzip und Marginalprinzip
6.2.1 Verursachungsprinzip
6.2.2 Marginalprinzip
6.2.3 Gegenüberstellung Verursachungsprinzip – Marginalprinzip
6.2.4 Fallbeispiel Fahrbereitschaft
6.3 Divisionskalkulation
6.4 Äquivalenzzahlenkalkulation
6.5 Kalkulation unterschiedlicher Leistungen
6.6 Verrechnungssatzkalkulation
6.7 Zuschlagskalkulation
6.8 Grundfragen der Kalkulation im Überblick
7 Kosten- und Erlösarten
7.1 Aufgabe der Kostenartenrechnung
7.2 Merkmale der Kosten
7.3 Einzelkosten und Gemeinkosten
7.4 Variable Kosten und fixe Kosten
7.5 „Klassischer“ Verlauf von Kosten
7.6 Grundkosten – Zusatzkosten – Anderskosten
7.7 Wichtige Kostenarten
7.7.1 Anlagenkosten
7.7.2 Materialkosten
7.7.3 Personalkosten
7.8 Erlöse
8 Kostenplanung und -kontrolle
8.1 Abweichungsanalyse
8.2 Kostenauflösung
8.3 Kostenremanenz
8.4 Plankostenrechnung
8.4.1 Starre Plankostenrechnung
8.4.2 Flexible Plankostenrechnung
8.4.3 Grenzplankostenrechnung
9 Verrechnung der Kosten zwischen Kostenstellen
9.1 Einzelleistungsbezogene Verrechnung
9.2 Verrechnung mit Schlüsseln
9.3 Form der Leistungsverflechtung
9.3.1 Beispiel für gegenseitige Leistungsverflechtungen von zwei Vorkostenstellen
9.3.2 Verfahren zur genauen Berechnung der Leistungsverflechtung
9.4 Standardverrechnung von Kostenstellenleistungen
9.4.1 Anbauverfahren
9.4.2 Stufenleiterverfahren
9.5 Sonderverrechnung von Kostenstellenleistungen
9.5.1 Kostenartenverfahren
9.5.2 Kostenstellenausgleichsverfahren
9.5.3 Kostenträgerverfahren
10 Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung
10.1 Vollkostenrechnung
10.2 Teilkostenrechnung
10.2.1 Direct Costing
10.2.2 Stufenweise Fixkostendeckungsrechnung
11 Übungsblätter
Dieses Skript bietet eine grundlegende Einführung in das interne und externe Rechnungswesen für Studierende wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge. Ziel ist es, die Funktionsweise der doppelten Buchführung und Bilanzierung zu verstehen sowie das komplexe System der Kostenrechnung mit verschiedenen Kalkulationsmethoden und deren strategische Bedeutung für die Unternehmenssteuerung zu vermitteln.
1.3.1 Worum geht es in der Buchführung und der Bilanzierung?
Das Ziel des externen Rechnungswesens ist es den Adressaten ein vollständiges Bild über die Vermögens- und Ertragslage eines Unternehmens zu geben. Geschäftsvorfälle sind Vorgänge, die Vermögenszusammensetzung eines Unternehmens verändern. Beispiele sind der Kauf von Material, das Stellen einer Rechnung, das Bezahlen einer Rechnung, die Abschreibung einer Maschine und vieles mehr. Aber: nicht alles ist ein Geschäftsvorfall, im Beispiel des Startups ist der Abschluss eines Vertrags über eine Lizenz noch kein Geschäftsvorfall. Erst wenn die Rechnung gestellt wird bzw. die Lizenz ausgeliefert ist, dann spricht man von einem Geschäftsvorfall.
Ein weiterer Geschäftsvorfall in diesem Zusammenhang ist die Bezahlung der Rechnung. Manche Geschäftsvorfälle ändern nur die Zusammensetzung des Vermögens (z.B. die Bezahlung einer Rechnung) während andere tatsächlich das Vermögen mehren (z.B. die Auslieferung eines Produktes mit Stellen einer Rechnung und d.h. dem Realisieren eines Gewinns). Das folgende Beispiel soll es erläutern:
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in einer Bar ein Bier trinken. Was passiert im zeitlichen Ablauf:
1. Sie betreten die Bar
2. Sie bestellen das Bier
3. Das Bier wird geliefert
4. Sie trinken das Bier
5. Sie fragen nach der Rechnung
6. Sie bezahlen die Rechnung
Machen Sie Sie Gedanken, welche der Punkte Geschäftsvorfälle darstellen und ob sich das Vermögen oder nur die Vermögenszusammensetzung ändert.
1 Einführung in das betriebliche Rechnungswesen: Dieses Kapitel vermittelt einen Überblick über die Grundthemen des Rechnungswesens, definiert zentrale Begriffe und stellt die wichtigsten Rechenwerke anhand einer Fallstudie vor.
2 Bilanz und GuV: Hier werden die Grundstrukturen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erläutert, inklusive Bewertungsansätzen, Bilanzveränderungen und einer Einführung in die Bilanzanalyse.
3 Buchungen auf Konten: Dieses Kapitel führt in die Technik der doppelten Buchführung ein und erläutert die Buchungen auf Bestands- und Erfolgskonten sowie Abschreibungsmethoden.
4 TOPSIM: Das Kapitel nutzt ein Unternehmensplanspiel, um die Zusammenhänge zwischen den Informationen des externen Rechnungswesens und den strategischen Implikationen für die Geschäftsführung aufzuzeigen.
5 Grundaufbau der Kostenrechnung: Hier erfolgt die Einführung in die interne Rechnungslegung, die Abgrenzung zur Buchführung und die grundlegende Strukturierung in Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger.
6 Grundformen der Kalkulation von Leistungen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Kalkulationsverfahren wie Divisions-, Äquivalenzzahlen- und Zuschlagskalkulation sowie das Verursachungs- und Marginalprinzip vor.
7 Kosten- und Erlösarten: Hier stehen die Merkmale von Kosten, die Differenzierung zwischen Einzel- und Gemeinkosten sowie die Erfassung und Bewertung von Materialverbräuchen im Fokus.
8 Kostenplanung und -kontrolle: Dieses Kapitel behandelt die Plankostenrechnung, Abweichungsanalysen und die flexible Plankostenrechnung als Instrumente zur Unternehmenssteuerung.
9 Verrechnung der Kosten zwischen Kostenstellen: Hier werden Verfahren zur innerbetrieblichen Leistungsverrechnung wie das Anbau- und Stufenleiterverfahren sowie Sonderverrechnungsarten erläutert.
10 Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung: Das abschließende Kapitel führt die Vorkapitel zusammen und diskutiert die unterschiedlichen Ansätze zur Erfolgsrechnung und Preiskalkulation.
Rechnungswesen, Buchführung, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenrechnung, Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger, Kalkulation, Plankostenrechnung, Abweichungsanalyse, Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Deckungsbeitrag, Bilanzanalyse
Das Skript bietet eine fundierte Einführung in das interne und externe Rechnungswesen, wobei die Schwerpunkte auf der Buchführung, Bilanzierung sowie der Kosten- und Leistungsrechnung liegen.
Zu den zentralen Themen gehören die Grundstrukturen der Finanzbuchhaltung, die systematische Erfassung von Geschäftsvorfällen, die Kalkulation von Leistungen und die Planung sowie Kontrolle von Kosten im Unternehmen.
Das Hauptziel ist es, den Studierenden das nötige Wissen zu vermitteln, um betriebswirtschaftliche Sachverhalte im Rechnungswesen zu verstehen, zu analysieren und für managementorientierte Entscheidungen zu nutzen.
Die Lehre stützt sich auf die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB), verschiedene mathematisch-logische Kalkulationsverfahren (z.B. Zuschlagskalkulation) und die Anwendung von Modellen wie der Plankostenrechnung.
Der Hauptteil gliedert sich in die externe Rechnungslegung (Bilanz und GuV) und die interne Rechnungslegung (Kostenrechnungssysteme, Kalkulation, Kostenplanung und Kostenkontrolle).
Die wesentlichen Begriffe sind Bilanzierung, doppelte Buchführung, Kostenrechnung, Kalkulation, Deckungsbeitrag, Kennzahlenanalyse und Plankostenrechnung.
Sie ermöglicht eine genauere Zuordnung der Kosten auf die Produkte und hilft dabei, die Wirtschaftlichkeit einzelner Bereiche sowie die Verursachung von Kosten transparent darzustellen.
Die Plankostenrechnung dient dazu, Kosten zu planen, Budgets zu definieren und durch Abweichungsanalysen die Effizienz der betrieblichen Prozesse kontinuierlich zu überprüfen.
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