Bachelorarbeit, 2013
52 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Aktuelle soziale Gesundheitschancen in Deutschland
2.1 Gesundheitszustand in Deutschland
2.2 Zusammenhang sozialer Status und Gesundheit
2.2.1 Einkommen
2.1.2 Bildung
2.1.3 Arbeitslosigkeit
2.1.4 Verhaltensbedingte Risikofaktoren
2.2 Prävention
2.2.1 Ansatzpunkte der Prävention
2.2.2 Methoden der Prävention zur Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheit
2.2.3 Prävention in Deutschland
3. Das Präventionsgesetz
3.1 Einführung
3.2 Politischer Hintergrund
3.3 Festlegungen des Gesetzes
3.4 Stellung der Interessengemeinschaften
4.Beurteilung der Effektivität des Gesetzes im Bezug auf die soziale Ungleichheit von Gesundheitschancen
4.1 Neue Grundlagen des Präventionsgesetzes zur Minimierung der gesundheitlichen Ungleichheit
4.2 Besondere Berücksichtigung von sozial Benachteiligten Gruppen
4.3 Resultat
5. Warum scheiterte das Präventionsgesetz im Bundesrat?
6. Möglichkeit der nachhaltigen Prävention in Deutschland
6.1 Die Prävention aus dem Gesundheitssektor lösen
6.2 Vorschlag für eine Umformulierung des Präventionsgesetz
7. Fazit
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und der gesundheitlichen Situation in Deutschland und bewertet kritisch das geplante Präventionsgesetz hinsichtlich seiner Eignung, gesundheitliche Ungleichheit durch gezielte Interventionen abzubauen.
2.2.1 Einkommen
Das Einkommen ist der monetäre Ausgangspunkt des täglichen Lebens. Es ermöglicht uns die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse sowie die finanzielle Absicherung, den Besitzerwerb und den Erwerb von Konsumgütern. Ein geringes Einkommen führt im Allgemeinen in verschiedenen Bereichen zur Unterversorgung.
In Deutschland steigt das Durchschnittseinkommen kontinuierlich. Im selben Zug steigt jedoch auch die Zahl der von Einkommensarmut bedrohten Menschen an. „Nach einer auf EU-Ebene erzielten Vereinbarung besteht ein Armutsrisiko, wenn das Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des gesellschaftlichen Mittelwertes (Median) beträgt. Bundesweit stieg der Anteil der von einem Einkommensarmutsrisiko betroffenen Menschen von 11,7 Prozent im Jahr 1993 auf 13,5 Prozent im Jahr 2003. “ (Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt, 2006, S. 81). Aktuell ist sogar jeder sechste Deutsche armutsgefährdet. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2013)
Bezogen auf den Gesundheitsstatus lässt sich feststellen, dass Pflichtversicherte eine höhere Herzinfarkt-Morbidität als die ökonomisch besser gestellten, freiwillig Versicherten aufweisen. In der Altersklasse 60-69 Jahre liegt der Faktor für die Morbiditätsrate der Pflichtversicherten für Männer bei 1,3 und für Frauen bei 3. (Robert Koch-Institut, 2005, S. 25)
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland und untersucht, ob das gescheiterte Präventionsgesetz ein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Gesundheitschancen sozial benachteiligter Gruppen darstellt.
2. Aktuelle soziale Gesundheitschancen in Deutschland: Es wird der Zusammenhang zwischen dem allgemeinen Gesundheitszustand und sozioökonomischen Faktoren wie Einkommen, Bildung und Arbeitslosigkeit analysiert, ergänzt um die Bedeutung und Methoden der Prävention.
3. Das Präventionsgesetz: Dieses Kapitel beschreibt den politischen Hintergrund, die spezifischen Festlegungen des Gesetzentwurfs sowie die unterschiedlichen Positionen der Interessengemeinschaften dazu.
4.Beurteilung der Effektivität des Gesetzes im Bezug auf die soziale Ungleichheit von Gesundheitschancen: Hier wird bewertet, inwiefern die geplanten Maßnahmen tatsächlich auf die Bedürfnisse sozial benachteiligter Gruppen eingehen und die strukturellen Ungleichheiten adressieren.
5. Warum scheiterte das Präventionsgesetz im Bundesrat?: Die Gründe für die Ablehnung werden erörtert, wobei vor allem die Kritik an der einseitigen Finanzierungspflicht der Krankenkassen und der mangelnden Zielgruppenorientierung im Vordergrund steht.
6. Möglichkeit der nachhaltigen Prävention in Deutschland: Es wird die Notwendigkeit aufgezeigt, Prävention als gemeinschaftliche Aufgabe über den Gesundheitssektor hinaus zu begreifen, und ein konkreter Vorschlag zur Umformulierung des Gesetzes unterbreitet.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Gesetz zwar eine solide Grundlage bot, jedoch eine stärkere politische Ausrichtung auf soziale Ursachen und eine bessere Zielgruppenorientierung für eine nachhaltige Wirkung erforderlich gewesen wären.
Präventionsgesetz, Gesundheitschancen, Soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Prävention, Sozioökonomischer Status, Setting-Ansatz, Krankenkassen, Bildung, Einkommen, Arbeitslosigkeit, Qualitätssicherung, Politikfeld, Lebenswelt, Gesundheitsrisiken.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialen Statusfaktoren und der Gesundheit in Deutschland und bewertet, inwieweit das Präventionsgesetz (17/13080) dazu beitragen kann, gesundheitliche Ungleichheit abzubauen.
Die Themen umfassen den allgemeinen Gesundheitszustand in Deutschland, den Einfluss von Bildung, Einkommen und Arbeitslosigkeit auf die Gesundheit, sowie Methoden der Prävention und die Analyse politischer Steuerungsinstrumente im Gesundheitswesen.
Das Ziel ist es, die Eignung des geplanten Präventionsgesetzes kritisch zu prüfen, ob es tatsächlich die Gesundheitschancen sozial Benachteiligter verbessern kann oder ob weitergehende politische Schritte notwendig sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung von Fakten und Daten, um die Ansätze und Auswirkungen des geplanten Präventionsgesetzes unter verschiedenen Fragestellungen zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert den Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und Gesundheit, beschreibt das Präventionsgesetz inklusive seiner Kritikpunkte und diskutiert alternative, nachhaltigere Präventionsstrategien.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Präventionsgesetz, soziale Ungleichheit, Gesundheitschancen, Setting-Ansatz und die sozioökonomischen Determinanten von Krankheit.
Das Gesetz wird unter anderem kritisiert, weil es sich primär auf die Krankenkassen als Kostenträger verlässt, keine ausreichende Zielgruppenorientierung für sozial Schwache bietet und die Prävention zu sehr als reine Verhaltensprävention und zu wenig als Verhältnisprävention ausgestaltet.
Der Setting-Ansatz wird als besonders effektiv bewertet, da er Menschen in ihren unmittelbaren Lebensräumen – wie Schulen oder Stadtteilen – erreicht und somit das Potenzial hat, auch schwer erreichbare, sozial benachteiligte Bevölkerungsschichten zielgenau anzusprechen.
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