Diplomarbeit, 1995
146 Seiten, Note: gut
1 Einleitung
2 Literaturbesprechung
2.1 Krankheitsartenstatistik
2.2 Energiebereitstellung bei Sportlicher Leistung
2.3 Ausdauer
2.3.1 Allgemeine aerobe Ausdauer
2.3.2 Gesundheitssportlicher Wert und präventivmedizinische Bedeutung des Ausdauertrainings
2.4 Herzfrequenz
2.4.1 Herzfrequenzverhalten während Ausdauerbelastungen
2.4.2 Herzfrequenzanpassung an das Ausdauertraining
2.5 Training
2.5.1 Trainingsadaptation
2.5.2 Trainingsmethoden zur Verbesserung der Ausdauer
2.5.3 Trainingspulsfrequenz für ein gesundheitssportliches Ausdauertraining
2.5.3.1 Trainingssteuerung mittels Pulsfrequenz
2.5.4 Ausdauertraining im Schwimmen
2.5.5 Trainingspulsfrequenz für ein gesundheitssportliches Schwimm- training
2.6 Die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper
2.7 Wirbelsäulenfreundliches Rückenschwimmen
2.7.1 Die Technik des wirbelsäulenfreundlichen Rückenschwimmens
2.8 Laufübungen im Wasser
2.8.1 Die Technik des <aquajogging>
2.9 Fahrradergometrie
3 Untersuchungsmethodik
3.1 Untersuchungsgut
3.2 Projektbeschreibung
3.2.1 Darstellung der Kursinhalte
3.2.2 Exemplarische Darstellung einer Kursstunde
3.2.3 Belastungsverfahren
3.2.4 Bewertung der Leistungsfähigkeit
3.2.5 Apparaturbesprechung
3.2.6 Auswertungsverfahren und Statistik
4 Untersuchungsergebnisse
4.1 Darstellung der erfaßten Parameter des fahrradergometrischen Vor- und Nachtests
4.2 Vergleichende Darstellung der Untersuchungsparameter
4.3 Vergleich der <physical working capacity> bei Puls 130
4.4 Vergleich der Herzfrequenzen in Ruhe
4.5 Vergleich der Belastungszeiten
4.6 Vergleich der Herzfrequenzen auf gegebenen submaximalen Be lastungsstufen
5 Diskussion
6 Zusammenfassung
7 Verzeichnis der verwendeten Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen des Projekts "Rückengesundheit im Wasser", ob ein gezieltes, schwimmerisches Ausdauertraining unter Verwendung der wirbelsäulenfreundlichen Rückenschwimmtechnik die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit bei erwachsenen Teilnehmern effektiv verbessern kann, um so Herz-Kreislauf-Erkrankungen und degenerativen Wirbelsäulenleiden präventiv entgegenzuwirken.
Die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper
Das sportliche Bewegen im Wasser nimmt im Vergleich zu anderen Sportarten eine Sonderstellung ein. Durch die besonderen unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften ergeben sich für den Schwimmer oder <aquajogger>, im Gegensatz zur Luft, typische Bewegungsvoraussetzungen, die bei Bewegungen an Land nicht vorhanden sind. Veränderte Trainings- und Bewegungsvoraussetzungen ergeben sich aus den nachfolgend genannten Faktoren.
A) DIE WASSERDICHTE
Da die Dichte des Wassers um das ca. Tausendfache gegenüber der Luft erhöht ist, fällt die Bewegungsausführung im Vergleich zur Bewegung an Land deutlich verlangsamt aus. Aus dieser physikalischen Besonderheit des Wassers leiten sich drei Grundphänomene ab, welche das Bewegen im Wasser beeinflussen [VÖLKER/MADSEN/LAGERSTRØM 1983, 14 ff.];
1. Der Auftrieb
Durch den Auftrieb ergibt sich einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen Wasser- und Landsportarten. Der im Wasser befindliche Körper hat durch die Wirkung der Auftriebskraft nur noch ca. 1/10 bis 1/7 seines Gewichts an Land. Dies bedeutet, daß der gesamte Körper eine Entlastung erfährt. Generell gilt hier das physikalische Gesetz von Archimedes: Ein in Flüssigkeit getauchter Körper verliert soviel an Gewicht, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeit wiegt. Der Körper bewegt sich dadurch nahezu schwerelos im Wasser. Hieraus ergibt sich eine Gelenkentlastung und Schonung der Sehnen, Bänder und Knochen [BAUMANN 1993, 203; VÖLKER/MADSEN/LAGERSTRØM 1983, 15].
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Rückengesundheit und definiert das Ziel der Arbeit, die kardiopulmonalen Trainingseffekte eines schwimmerischen Programms objektiv zu untersuchen.
2 Literaturbesprechung: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Unterbau zu Krankheitsstatistiken, der Energiebereitstellung bei körperlicher Belastung, Trainingslehre und den physikalischen Besonderheiten des Wassers als Trainingsumgebung.
3 Untersuchungsmethodik: Hier werden das Untersuchungsgut, das spezifische Projekt "Rückengesundheit im Wasser", die angewendeten Trainingsinhalte und die fahrradergometrischen Testverfahren detailliert dargelegt.
4 Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel präsentiert die durch die Ergometrie gewonnenen Vor- und Nachtest-Daten zu PWC-Werten, Herzfrequenzen und Belastungszeiten der Teilnehmer.
5 Diskussion: Die Diskussion analysiert kritisch die tendenziellen Leistungsveränderungen, diskutiert die methodischen Stärken und Schwächen der PWC-Messung und bewertet das Programm im Kontext existierender Fachliteratur.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Hauptergebnisse der Untersuchung und stellt die statistisch gesicherte Senkung der Ruheherzfrequenz der nicht belegten Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit gegenüber.
Rückengesundheit, Rückenschwimmen, Ausdauertraining, kardiopulmonale Leistungsfähigkeit, Fahrradergometrie, Herzfrequenz, PWC130, Prävention, Wasserwiderstand, Auftrieb, Trainingssteuerung, Breitensport, Physiologie.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen eines 15-stündigen Programms für Rückengesundheit im Wasser auf die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit bei erwachsenen Teilnehmern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung der wirbelsäulenfreundlichen Rückenschwimmtechnik, der Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems und der Wirkung von Ausdauertraining im Wasser.
Das Ziel ist es, die Trainingseffekte des Schwimmtrainings im Rahmen des Projektes "Rückengesundheit im Wasser" objektiv durch Leistungsdiagnostik zu belegen.
Die Untersuchung nutzt fahrradergometrische Vor- und Nachtests zur Ermittlung der PWC130-Werte sowie die palpatorische Messung der Herzfrequenz in Ruhe zur Leistungsbewertung.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturübersicht über trainingsphysiologische Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der Trainingsinhalte (Theorie, Wassergymnastik, Schwimmtechnik) und die Auswertung der erhobenen Leistungsdaten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rückengesundheit, Ausdauertraining, Herzfrequenz, Leistungsdiagnostik, Ergometrie und Prävention.
Da klassische Schwimmstile für Menschen mit degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen oft problematisch sind, wurde eine Technik gesucht, die bei geringem motorischen Lernaufwand eine wirbelsäulenbelastungsarme Ausdauerbelastung ermöglicht.
Der Tauchreflex führt beim Eintauchen ins Wasser zu einer reflektorischen Verlangsamung der Herzfrequenz, was bei der Steuerung der Belastungsintensität durch Herzfrequenzvorgaben berücksichtigt werden muss.
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